Am Donnerstagvormittag konnte der FC Bayern endlich die Vertragsverlängerung mit Harry Kane bekanntgeben. Dieser Schritt war soweit über die letzten Wochen und Monate vorbereitet worden, und als solcher keine Überraschung mehr. Viel eher wunderte man sich zuletzt darüber, weshalb sich die Vertragsunterschrift überhaupt noch zieht.
Nun steht die Unterschrift jedenfalls auf dem Papier, der 33-jährige Stürmer geht für weitere zweieinhalb Jahre für den deutschen Rekordmeister auf Torejagd.
Tottenham könnte bei einem Kane-Abgang noch immer mitmischen
Ein durchaus wichtiges Detail wurde aus seinem vorigen auch in den neuen Vertrag übernommen: Tottenham Hotspurs behält das sogenannte Matching Right, ungeachtet des neuen Arbeitspapiers. Davon berichtet der Daily Telegraph aus England.
Dieses Matching Right hält die Möglichkeit für Tottenham bereit, im Falle eines Verkaufs von Kane das Angebot eines dritten Klubs zu matchen – und somit selbst die Verpflichtung einzutüten. Die Spurs müssten vom FC Bayern also informiert werden, wenn ein Beispielverein ein Angebot über Summe x bieten sollte. So könnte der Klub aus der englischen Premier League gleichziehen, wenn das Interesse besteht und Kane eine Rückkehr in Erwägung ziehen sollte.

Diesen Vorteil behält Tottenham, weil die Vereinbarung zwischen den beiden Vereinen und somit unabhängig von derartigen Vertragsveränderungen ist. In der Praxis ist jedoch nicht davon auszugehen, dass diese Klausel überhaupt zum Tragen kommen wird. Immerhin ist zumindest zum aktuellen Zeitpunkt nicht davon auszugehen, dass Kane innerhalb seines laufenden Vertrags einen Wechsel anstreben wird.
Keine Ausstiegsklausel mehr im neuen Kane-Vertrag
Zumal es laut Sky im neuen Arbeitspapier keine Ausstiegsklausel mehr gibt. Im ersten Bayern-Vertrag hatte Kane offenbar diese Exit-Option noch, die er jeweils ein halbes Jahr vor dem nächsten Transferfenster hätte aktivieren müssen.
Beim Gehaltsvolumen haben die Münchener für ihren Weltfußballer derweil nochmals etwas draufgelegt. Mit Bonuszahlungen soll Kane pro Jahr auf über 30 Millionen Euro brutto kommen können. Weil er eigentlich immer spielt, sei diese Summe auch realistisch zu erreichen. Hinzu kommen noch Boni für Titelgewinne. Für den Ballon-d'Or-Sieg soll Kane zusätzlich gut eine Million Euro kassiert haben.
Mit dem neuen Vertrag steigt Kane zum bestbezahlten Bayern-Profi aller Zeiten auf und gehört auch aktuell europaweit zu den absoluten Spitzenverdienern.
Die wichtigsten Eckpunkte im neuen Kane-Vertrag
- Laufzeit bis Sommer 2029
- keine Ausstiegsklausel
- keine Option auf Verlängerung
- Matching Right für Spurs bleibt
- ca. 25 Mio. Euro brutto Grundgehalt
- mit Boni über 30 Mio. Euro brutto pro Jahr
