Nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln am vergangenen Freitag herrscht bei Eintracht Frankfurt leichtes Aufatmen. Nach der deutlichen 0:6-Schlappe in der Vorwoche gegen RB Leipzig war die Befürchtung groß, dass sich die Hessen auch gegen die Kölner recht mangelhaft präsentieren könnten und die nächste Pleite einfahren.
Doch am Ende stand hinten die Null, und der angezählte Kapitän Robin Koch zeigte eine starke Leistung. Dennoch gibt es noch zahlreiche andere Baustellen rund um die SGE – eine davon betrifft Sportvorstand Markus Krösche, der dem Ende seiner Eintracht-Zeit entgegenzugehen scheint.
Krösche-Ära vor dem Ende - Bericht
Nach Informationen der Bild rückt das Ende der Krösche-Ära in Frankfurt immer näher. Selbst in der obersten Führungsetage der SGE scheint der Glaube daran, dass Krösche sein Amt bei den Adlern noch lange nach dem Winter ausüben wird, immer mehr zu schwinden. Offenbar steht sogar die Frage im Raum, ob Krösche am kommenden Transferfenster überhaupt noch beteiligt sein wird.
Kurz vor der Mitgliederversammlung am Montag herrscht bei Eintracht Frankfurt also schon wieder Unruhe – dieses Mal jedoch nicht auf dem Rasen, sondern daneben. Und genau auf dieses Krösche-Beben könnte Eintracht-Präsident Matthias Beck das Frankfurter Umfeld bei seiner angestrebten Wiederwahl vorbereiten. Beck plant offenbar eine Zeitenwende, denn nachdem Krösche offenbar signalisiert hatte, dass er den laufenden Arbeitsvertrag bis 2028 nicht vorzeitig verlängern möchte, scheint die Eintracht nun ihre Antennen neu auszurichten.
Dabei soll es auch eine komplette Neuausrichtung der Transferstrategie geben. Das bisherige Modell, bei dem hoffnungsvolle Talente weiterentwickelt und dann teuer weiterverkauft werden, gilt demnach als ausgelutscht. Die SGE will sich in dieser Hinsicht neu ausrichten.
Der Markt hat sich verändert, das Eintracht-Modell ist teurer geworden und wirft nicht mehr die ganz großen Erfolge ab, wie es in der Hochphase der Fall war. Die Kursanpassung soll den Fokus nun deutlich mehr auf den eigenen Nachwuchs legen und unter Krösche wurde dieses Vorhaben bereits in die Wege geleitet. Ob der Sportvorstand das Treiben aber noch lange mitbegleiten wird, steht derzeit mehr als offen.
Suche nach Nachfolger läuft: Kehrt Bobic zurück?

Laut der Bild ist man im Hintergrund bereits mit der Suche nach Krösches Nachfolger beschäftigt. Neben Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg stehen offenbar auch Christoph Spycher von den Young Boys aus Bern sowie die in Frankfurt bestens bekannten Pirmin Schwegler und Fredi Bobic auf der Kandidatenliste der Eintracht.
