Skip to main content

So will Portugal das Cristiano-Ronaldo-Dilemma lösen

Wie geht es nach dem CR7-Paukenschlag mit der Selecao weiter?
VonSimon Zimmermann
Cristiano Ronaldo hat für viele Schlagzeilen gesorgt
Cristiano Ronaldo hat für viele Schlagzeilen gesorgt | Marius Nordnes / Nordnes Foto/GettyImages

Kann der portugiesische Fußballverband das Verhältnis zu seiner größten Fußball-Legende noch kitten?

Nach dem vorzeitigen Abschied von Cristiano Ronaldo von der Selecao ist der Wirbel um den fünffachen Ballon-d'Or-Sieger riesig. Portugals neuer Nationaltrainer Jorge Jesus, der CR7 zuvor schon bei Al-Nassr gecoacht hatte, blieb nach dem 4:2-Sieg über Dänemark – ohne Ronaldo – stur und betonte, dass kein Spieler über dem Team stehe. Selbst ein Cristiano Ronaldo nicht.

Der 41-Jährige war vor dem jüngsten Nations-League-Spiel gegen die Dänen wütend von der Nationalmannschaft abgereist. Aus seiner Sicht, weil Jesus sich nicht an Absprachen gehalten habe. Portugals Trainer hatte CR7 beim 2:1 über Norwegen 90 Minuten auf der Bank schmoren lassen. Schon da reagierte Ronaldo sauer und ging schnurstracks in die Kabine, anstatt sich wie der Rest der Mannschaft bei den Fans zu bedanken.

Als Jesus vor dem Duell gegen Dänemark auf der Pressekonferenz erklärte, Ronaldo werde erneut nicht in der Startelf stehen, fasste dieser wohl den Entschluss, vom Nationalteam abzureisen.

Verband will Ronaldo-Ende "mit Respekt und Würde"

War es das nun also mit der glorreichen Karriere für die Selecao? Der portugiesische Verband (FPF) hofft nicht. Wie A Bola aus Portugal und die Marca aus Spanien übereinstimmend berichten, wollen die FPF-Bosse versuchen, den Streit zwischen CR7 und Jesus beizulegen. Dabei will man eine aktive Rolle einnehmen und "alles in der Macht stehende tun", um Ronaldo mit der Nationalmannschaft zu versöhnen.

Gezeigt hatte das schon Verbandschef Pedro Proenca, der bereits nach Dänemark angereist war, um die Wogen zu glätten. Da noch vergeblich.

Laut Marca sei für kommende Woche ein Gespräch mit Ronaldo und Jesus geplant – vorausgesetzt, CR7 willigt dafür ein.

Man wolle so weiterhin versuchen, dass die CR7-Ära in der Nationalmannschaft nicht so unwürdig endet und dem 234-fachen Nationalspieler einen Abschied "mit Respekt und Würde" bereiten. Zu viel bedeute der Superstar für das Land und die Selecao.

Damit das gelingt, dürfte aber großes diplomatisches Geschick notwendig sein. Es ist zu erwarten, dass sowohl Ronaldo als auch Jesus auf ihren Standpunkten beharren. Die Zeit wird zeigen, ob es eine Rückkehr von CR7 unter Trainer Jesus ins Nationalteam überhaupt noch geben kann. Und dann auch so, dass keiner der beiden sein Gesicht verliert.

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu

Loading recommendations... Please wait while we load personalized content recommendations