Wael Mohya war im bisherigen Saisonverlauf einer der wenigen Lichtblicke im Team von Borussia Mönchengladbach und umso schöner schrieb sich die Geschichte des letzten Spieltags, als der 17-Jährige am vergangenen Wochenende mit einem Tor und einer Vorlage der große Held beim ersten Saisonsieg der Fohlen gegen den VfB Stuttgart war.
Mit einem aktuellen Marktwert von 17 Millionen Euro weckt Mohya, der mit seinen frischen und frechen Auftritten zu überzeugen weiß, zunehmend auch das Interesse namhafter Interessenten aus dem europäischen Spitzenfußball.
Gladbach will mit Mohya verlängern, aber...
Die Borussen würden das Top-Talent natürlich gerne noch lange in ihren Reihen wissen, doch bei der Klärung der vertraglichen Lage des 17-Jährigen macht man am Niederrhein keine Eile. Nach Informationen der Sport Bild läuft das Arbeitspapier des Shootingstars noch bis Sommer 2028 und Mohyas Zukunft in Gladbach genießt höchste Priorität. Fakten geschaffen hat man bislang aber noch nicht.
Wie die Sport Bild zudem berichtet, scheint man bei der Borussia ein durchaus riskantes Spiel zu treiben, denn die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Wael Mohya am Niederrhein sollen ohne Eile und Hektik geführt werden. Zwar gab es bereits Gespräche und Gladbach signalisierte dabei, dass man sich eine langfristige Zusammenarbeit wünscht, Zeitdruck wolle man aber nicht aufkommen lassen.

Hintergrund der entspannten Verhandlungsführung ist offenbar das gegenseitig enorm hohe Vertrauen, sodass beide Seiten keinerlei Zeitdruck verspüren, etwas übers Knie brechen zu wollen. Zudem möchte man der Unbekümmertheit des Nachwuchsjuwels keinen Abbruch tun, indem man ihn zu früh zu sehr unter Druck setzt.
Spiel mit dem Feuer?
Das ist ein durchaus nachvollziehbarer und ehrenwerter Ansatz, doch Gladbach dürfte auch wissen, dass der Fußball selten viel von seiner im Vorfeld versprochenen Romantik behält. Wäre dem so, wäre Eugen Polanski heute noch Gladbach-Coach und die Borussia im internationalen Geschäft.
Grundsätzlich ist es für beide Seiten sinnvoll, die Vertragsgespräche ohne Druck zu führen, um die bestmöglichen Voraussetzungen für den Erfolg zu schaffen. Wenn das gegenseitige Vertrauen dabei so hoch ist, dass die Fohlen sich bei allem Interesse ihrer Ruhe in dieser Personalie sicher sein können, umso besser.
Doch das Fußballgeschäft ist oft schnell und unberechenbar. Bei aller Fußballromantik schwingt immer auch das Risiko mit. Vor allem, wenn Gladbach den Klassenerhalt nicht schaffen sollte.
