In vertrauter Umgebung sollte der viermalige Schweizer Nationaltorwart Jonas Omlin wieder regelmäßig zwischen den Pfosten stehen und zu alter Stärke zurückfinden. Doch daraus ist bislang nichts geworden. Dem inzwischen 32 Jahren alten früheren Gladbach-Kapitän bleibt das Pech auch in der alten Heimat treu. Die Rückkehr werde immer mehr zum "Fiasko", titelte etwa jüngst der Schweizer Blick.
Als Nachfolger von Yann Sommer war Jonas Omlin im Januar 2023 mit großen Erwartungen aus Montpellier zu Borussia Mönchengladbach gewechselt. Doch obwohl er gute Leistungen zeigte und sogar zum Kapitän aufstieg, wurde der Schweizer am Niederrhein nicht langfristig glücklich. Immer wieder wurde er von Verletzungen zurückgeworfen, verlor zwischenzeitlich seinen Stammplatz und spielte in den Planungen der Fohlen schließlich keine entscheidende Rolle mehr. Auch, weil Omlin beim VfL ein Topgehalt bezog.

In der vergangenen Rückrunde wurde Omlin an Bayer Leverkusen verliehen, kam dort allerdings nicht über die Rolle des Ersatzkeepers hinaus. Im Sommer folgte schließlich die endgültige Trennung von Gladbach und die Rückkehr zum FC Basel, für den Omlin bereits zwischen 2018 und 2020 gespielt hatte. "Es hat nicht mehr gestimmt in Deutschland, deshalb habe ich eine andere Lösung gesucht", sagte Omlin selbst zu seinem ablösefreien Abschied. Er sei zudem "fitter als mit 28 Jahren."
Infekt, Oberschenkel, Oberschenkel: Nur drei Halbzeiten für Basel
Doch die Saison begann in Basel dann schon denkbar ungünstig. Ein Infekt verzögerte Omlins Start beim FCB. Kaum war er zurück, folgte unmittelbar nach seinem Debüt gegen Lausanne-Sport (0:1) der nächste Rückschlag: Eine Verletzung am linken Oberschenkel setzte ihn erneut außer Gefecht.
Gegen den FC Lugano (1:3) feierte der Schlussmann rund einen Monat später sein Comeback. Doch dieses dauerte gerade einmal 45 Minuten. Zur Halbzeit musste Omlin schon wieder ausgewechselt werden. Diesmal hatte es den rechten Oberschenkel erwischt. Die Diagnose: eine Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite und erneut eine mehrwöchige Pause.
ℹ️ 𝑽𝒆𝒓𝒍𝒆𝒕𝒛𝒖𝒏𝒈𝒔𝒖𝒑𝒅𝒂𝒕𝒆 𝒛𝒖 𝑱𝒐𝒏𝒂𝒔 𝑶𝒎𝒍𝒊𝒏 🚑
— FC Basel 1893 (@FCBasel1893) September 7, 2026
Jonas Omlin hat sich im gestrigen Spiel gegen den FC Lugano eine Muskelverletzung an der rechten Oberschenkelrückseite zugezogen und fällt leider einige Wochen aus 🤝❤️💙
Wir wünschen dir eine gute und rasche… pic.twitter.com/t4jPoMGaUW
Damit hat Omlin seit seiner Rückkehr nach Basel bislang gerade einmal drei Halbzeiten Pflichtspielfußball absolvieren können. Wann Omlin wieder zwischen den Pfosten stehen kann, ist noch offen. Der Verein schrieb am 7. September von einer Ausfallzeit von "mehreren Wochen".
Schwere Schulterverletzung - und dann immer wieder kleine Blessuren
Der erhoffte Neustart nach dem Gladbach-Aus ist damit vorerst gründlich ins Stocken geraten. In der alten Heimat setzt sich fort, was bereits seine Zeit in Gladbach geprägt hatte: Kaum scheint Omlin wieder auf dem Weg zurück zu sein, folgt der nächste gesundheitliche Rückschlag. Nur 36 Pflichtspiele absolvierte er für die Borussia, in Leverkusen blieb er ohne Einsatz.
Nachdem er zu Beginn der Saison 2023/24 eine schwere Schulterverletzung erlitten hatte, die ihn zu einer Pause von über einem halben Jahr zwang, verpasste Omlin in zwei Jahren wegen verschiedener kleiner Blessuren noch insgesamt 19 Spiele angeschlagen oder verletzt. In Basel setzt sich das Pech nun vorerst fort. Sein Vertrag dort läuft allerdings bis 2029 - genug Zeit ist also, um noch einmal zu alter Stärke zurückzufinden.
