Nach seiner Einwechslung gegen den 1. FC Köln brauchte Yussuf Poulsen nicht einmal vier Minuten, um den HSV mit seinem Tor zum 2:0 auf die Siegerstraße zu bringen. Schlussendlich gewannen die Hanseaten mit 2:1 gegen den direkten Konkurrenten und verschafften sich - auch dank Poulsen - nach drei Niederlagen zum Saisonstart zumindest ein wenig Luft.
Für Poulsen war das Tor aber auch aus persönlicher Sicht enorm wichtig. Der Däne kam im Sommer 2025 nach Hamburg und erlebte dort bislang fast durchgehend eine bittere Leidenszeit. Nach dem Bundesliga-Aufstieg wurde er als Neuzugang zum Kapitän ernannt, kam aufgrund von körperlichen Problemen aber nur zu einem Startelfeinsatz.
Nun hat der 32-Jährige Hoffnung, das ab dieser Saison alles besser wird. "Ich bin körperlich in einem viel besseren Zustand. Ich glaube, dass ich in dieser Saison bereits mehr Trainingseinheiten gemacht habe als in der gesamten vergangenen Serie. Das ist gut, mein Körper braucht diese Kontinuität, dann funktioniert er", erklärte Poulsen im Interview mit Sport Bild.
Der Angreifer habe in der Zwischenzeit gelernt, "ein wenig geduldiger zu werden. Vielleicht habe ich das eine oder andere Mal zu früh nach einer Verletzung mit dem Training begonnen. Ich zerreiße mich in den Einheiten immer zu 100 Prozent. Das ist eine gute Eigenschaft, das kann aber auch zu einer schlechten werden. Darum ist es wichtig, dass das Trainer- und Betreuerteam mich steuert, was die Belastungen betrifft."
Neuer Vertrag? "Wenn die Möglichkeit besteht, sage ich nicht Nein"
Für Poulsen wird es in dieser Saison auch darum gehen, sich für einen längeren Verbleib in Hamburg zu empfehlen. Sein Vertrag endet bereits im kommenden Sommer, eine Verlängerung schließt er aber noch lange nicht aus. "Wenn die Möglichkeit besteht, sage ich nicht Nein. Der HSV ist ein super Verein", betonte er.
"Für mich kam eigentlich auch kein anderer Bundesliga-Klub infrage, für den Fall, dass ich Leipzig jemals verlassen sollte. Aber als der Anruf aus Hamburg kam, habe ich sofort gesagt: HSV, das will ich machen", schwärmte Poulsen, der schon immer eine Schwäche für die Rothosen hatte. "Das rührt aus meiner Kindheit. Als Elfjähriger habe ich 2005 den HSV bei einem Spiel in Kopenhagen gesehen – es war die erste internationale Partie, die ich live im Stadion verfolgte. Damals war ich sauer, weil der FC Kopenhagen verlor. Aber Hamburg ist dadurch bei mir hängen geblieben."
