Dass Jürgen Klopp in seiner ersten Länderspielpause so viele Spieler in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft berufen hat, gebietet so seine Vorteile und Nachteile. Zwar kann sich der Bundestrainer so einen Überblick über viele Kandidaten machen, muss hier und da aber auch einzelne Akteure aus den Spieltagskadern streichen.
So ist es auch für das Duell mit Serbien, das am Donnerstagabend in der Allianz Arena des FC Bayern ausgetragen wird. Zwei Spieler muss Klopp aus dem Kader nehmen, da er nur eine Höchstzahl von 23 Spielern für das Spiel nominieren darf. Mit Nico Schlotterbeck gibt es bereits einen verletzungsbedingten Ausfall. Der Abwehrspieler von Borussia Dortmund hatte sich im Training eine Außenbandverletzung zugezogen (90min berichtete).
Den zweiten Spieler hat Klopp ebenfalls schon gefunden: Felix Keidel wird gegen Serbien aussetzen müssen. Das ist soweit bereits durch die offizielle Kaderliste der UEFA sicher, die am Donnerstagmorgen veröffentlicht wurde.

Keidel gegen Serbien nicht dabei – gegen Griechenland wartet eine neue Chance
Der defensive Mittelfeldspieler der SV Elversberg wird sich also hinsichtlich eines erhofften DFB-Debüts gedulden müssen. An seiner Stelle dürften wohl Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof im Zentrum auflaufen (90min berichtete). Mit Vitaly Janelt, Yannick Engelhardt oder auch Mika Baur stehen Klopp weitere Kandidaten zur Verfügung, die jedoch eher auf eine Einwechslung werden hoffen müssen.
Dass Fehlen von Keidel bedeutet allerdings nicht automatisch, dass er auch im Rückspiel gegen Griechenland (Sonntag, 20:45 Uhr) keine Rolle spielen wird. Dafür müsste der Bundestrainer seine Entscheidung schon wiederholen und den 23-Jährigen erneut aus seinem Aufgebot streichen. Zunächst jedoch steht er theoretisch wieder zur Verfügung und wird auch regulär am Mannschaftstraining teilnehmen. Lediglich in den Spieltagskader für den Donnerstagabend hat es also nicht gereicht.
Erst einmal wird ohnehin abzuwarten sein, ob die DFB-Auswahl schlussendlich noch weitere Spieler schonen muss. Dann wird sich Klopp ohnehin keiner unangenehmen Entscheidung á la Keidel mehr stellen müssen.
