Der Bundesliga-Restart nach der Länderspielpause hat für Eintracht Frankfurt ein rabenschwarzes Ende genommen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter geriet auswärts gegen RB Leipzig gewaltig unter die Räder und kassierte eine heftige 0:6-Klatsche.
Bereits zur Halbzeit führten die Sachsen, auch dank eines Dreierpacks von Rückkehrer Christopher Nkunku, mit vier Treffern Vorsprung und machten deutlich, dass es ein bitterer Abend für die Hessen werden würde. Nach dem Spiel herrscht in Frankfurt natürlich mehr als nur Katerstimmung.
Eintracht-Boss wird deutlich
Sportvorstand Markus Krösche stellte sich nach der Pleite den Medien und redete nicht um den heißen Brei herum. "Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir heute verloren haben, vor allem in dieser Höhe. Wir sind total schlecht ins Spiel gestartet, haben nach 40 Sekunden das erste Tor bekommen und relativ schnell das zweite. Danach haben wir uns etwas erholt, kassieren aber kurz vor der Halbzeit wieder einen Doppelschlag", so Krösche.
Und weiter: "Wir haben heute einfach nicht gut verteidigt. Das sechste Tor ist symbolisch dafür: Ein Spieler kann 60 Meter über den Platz laufen, keiner attackiert ihn und am Ende kann er sogar noch abschließen. Da fehlen uns Konsequenz und Aggressivität. Gerade in den Eins-gegen-eins-Duellen haben wir es nicht gut gemacht." Auch bei Krösche ist die Stimmung dementsprechend sowohl im Keller als auch recht angespannt.
"Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir heute verloren haben, vor allem in dieser Höhe. Wir sind total schlecht ins Spiel gestartet [...] Das ist deutlich zu viel. Wenn man sich die Gegentore anschaut, erkennt man immer wieder das gleiche Muster. Uns fehlen noch die Aggressivität und die Aktivität im Verteidigen."Markus Krösche

Der Sportvorstand der SGE mit Klartext: "Das ist deutlich zu viel. Wenn man sich die Gegentore anschaut, erkennt man immer wieder das gleiche Muster. Uns fehlen noch die Aggressivität und die Aktivität im Verteidigen. Daran müssen wir arbeiten, als Mannschaft und individuell."
Krösche mit Appell an Mannschaft und Sonderlob für Fans
Allerdings versuchte Krösche auch, der Sache etwas Schärfe zu nehmen, und verwies auf die noch recht unerfahrene und junge Eintracht-Mannschaft. "Wir haben eine junge Mannschaft mit vielen guten Spielern, die noch lernen müssen und auch Fehler machen werden. Das ist der Weg, den wir gegangen sind und weitergehen wolle", so der SGE-Boss.
Und Krösche bat mehr oder weniger um Geduld: "Wir müssen akzeptieren, dass Spieler Fehler machen. Entscheidend ist aber, daraus zu lernen. In den nächsten Wochen müssen wir die Dinge, die wir als Mannschaft und individuell nicht gut gemacht haben, deutlich verbessern. Wir brauchen eine ganz andere Aggressivität und Aktivität im Verteidigen." Die nächste Chance, es deutlich besser zu machen, gibt es bereits am kommenden Freitag beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln.
"Wir müssen akzeptieren, dass Spieler Fehler machen. Entscheidend ist aber, daraus zu lernen. In den nächsten Wochen müssen wir die Dinge, die wir als Mannschaft und individuell nicht gut gemacht haben, deutlich verbessern [...] Jetzt müssen wir mit der Mannschaft arbeiten, die Dinge verbessern und vor allem aggressiver und aktiver verteidigen."Markus Krösche
Dort sollte das Abwehrverhalten der Frankfurter Spieler bereits deutliche Fortschritte aufweisen. Auch für die Fans. Krösche hatte noch ein Sonderlob für den Anhang der Adler parat. "Unsere Fans unterstützen uns immer bis zum Schluss. Auch heute wieder: Hut ab vor ihnen. Wir haben wirklich kein gutes Spiel gemacht und trotzdem haben sie uns bis zum Ende unterstützt. Das ist eine große Stärke unseres Vereins. Jetzt müssen wir mit der Mannschaft arbeiten, die Dinge verbessern und vor allem aggressiver und aktiver verteidigen."
