Das Aus von Markus Krösche als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt war zweifellos eine der aufsehenerregendsten Meldungen der letzten Wochen rund um die Bundesliga. Und diese Meldung sollte sogar Auswirkungen auf die 2. Bundesliga haben.
Nach tagelangen Spekulationen um die Nachfolge des verdienten Transfer-Machers am Main herrscht seit Kurzem nun Klarheit: Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg soll das Erbe antreten und in die großen Fußstapfen Krösches bei der SGE treten.
Zum 1. Februar 2027 (Stand jetzt) wird der 50-jährige Deutsch-Grieche sein Amt als Sportvorstand bei den Franken dann nicht mehr antreten und sich stattdessen seiner neuen Aufgabe in seiner Geburtsstadt Frankfurt widmen.
Krösche-Nachfolger erklärt Eintracht-Entscheidung
Chatzialexiou wählte den Zeitpunkt seines Amtsantritts bei den Adlern bewusst mit etwas Vorlauf, um den FCN bis dahin bestmöglich in die Hände seines eigenen Nachfolgers übergeben zu können.
Am heutigen Sonntag äußerte sich Krösches Nachfolger am Mikro bei Sky Sport zu den Beweggründen seines Wechsels und erklärte, warum er seine durchaus erfolgreiche Zeit in Nürnberg für die Eintracht aufgibt.
"Erst mal war es für mich eine emotionale Entscheidung - keine Entscheidung gegen den Club, sondern für meine Familie, für meinen Heimatverein, bei dem ich groß geworden bin."Joti Chatzialexiou
"Erst mal war es für mich eine emotionale Entscheidung - keine Entscheidung gegen den Club, sondern für meine Familie, für meinen Heimatverein, bei dem ich groß geworden bin", so Chatzialexiou, der einst als Jugendtrainer bei der Eintracht arbeitete deutlich. Ähnlich begründete er die Entscheidung auch schon direkt nach Bekanntgabe dieses Deals.
So kam es zum Eintracht-Deal
Und der Noch-Nürnberg-Boss erklärte weiter, wie es zu dieser Entscheidung kam. "Ich wurde vor Kurzem angesprochen, hatte dann Gespräche geführt und diese auch sehr transparent in Nürnberg transportiert. Und dann hat es eine Dynamik genommen, wo es sehr schnell ging und wir am Freitag eine Einigung erzielen konnten."
Und dabei verriet Chatzialexiou auch, dass er den Posten des Krösche-Erben nun offenbar gar nicht als erste Wahl vorab in der Gesprächsführung antrete. "Vorher waren anscheinend auch andere Kandidaten im Gespräch."
"Vorher waren anscheinend auch andere Kandidaten im Gespräch [...] Anscheinend war ich der letzte Ansprechpartner [...]."Joti Chatzialexiou

Der Nürnberger Sportvorstand weiter: "Anscheinend war ich der letzte Ansprechpartner, weil man mich vom Charakter her kennt. Das war ein sehr kurzes Zeitfenster mit einer Riesendynamik, wo man auch ein bisschen überrollt wird, um eine Entscheidung zu treffen."
Chatzialexiou wollte Zweifel darüber, ob er Krösches Amt tatsächlich erst zu dem angedachten Zeitpunkt übernehme, nicht aufkommen lassen. Das ausgemacht Szenario halte er für "realistisch" und begründete wie folgt: "Weil ich auch den Verein nicht in einer wichtigen Phase alleine lassen, sondern den Übergang mitgestalten möchte. Man ist auch jetzt in Nürnberg auf der Suche, einen adäquaten Ersatz zu finden und das gut Hand in Hand hinzubekommen." Chatzialexiou versicherte zumindest, dass das zunächst einmal der Plan sei.
