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Köln vor Nmecha-Transfer? Diese Baustellen muss der Klub noch lösen

Die Kölner haben vor allem im Angriff große Sorgen. Kann Lukas Nmecha die Lösung sein? Es gibt gleich mehrere Haken bei der Angelegenheit.
VonDominik Hager
Lukas Nmecha soll ein Kandidat in Köln sein
Lukas Nmecha soll ein Kandidat in Köln sein | Visionhaus/GettyImages

Der 1. FC Köln hat einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt und großes Verletzungspech zu beklagen. Insbesondere der Ausfall von Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) macht dem Domstadt-Klub größere Sorgen. Die Verantwortlichen haben sich laut Angaben der Bild zuletzt sogar mit einer möglichen Verpflichtung eines vereinslosen Spielers beschäftigt, die Idee aber wieder verworfen.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Die Kölner wollen im Winter nachlegen. Dem Bericht zufolge sollen sogar zwei Neuzugänge her. "Wir sondieren den Markt. Das ist unsere Aufgabe", machte jüngst Sportboss Thomas Kessler bei Sky deutlich.

Lukas Nmecha in Köln gehandelt

Man kann sich ziemlich sicher sein, dass zumindest ein Spieler für den Angriff kommt, da neben Dallinga auch Ragnar Ache länger ausfallen wird. Neben dem schon länger gehandelten Ianis Stoica soll nun auch Lukas Nmecha ein Kandidat sein. Der 27-Jährige wäre vom Profil her ein klassischer Stoßstürmer und könnte erschwinglich zu haben sein.

Der siebenmalige deutsche Nationalspieler hat nur noch bis zum Saisonende bei Leeds United Vertrag und kommt derzeit aber nur als Joker zum Zuge. Nmecha hat während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg gezeigt, dass er ein sehr guter Bundesliga-Stürmer sein kann, jedoch wurde er von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfen.

Nmecha wäre dementsprechend auch ein Risiko-Transfer, jedoch hätte Köln überhaupt keine Chance auf einen solchen Stürmer, sofern dessen Karriere absolut rund verlaufen wäre. Sportlich könnte ein Nmecha-Deal ein Coup sein, jedoch dürfte der finanzielle Aspekt die Angelegenheit schwierig machen.

Zwar wäre die Ablöse aufgrund der kurzen Vertragslaufzeit wohl machbar, jedoch hat Nmecha in Wolfsburg und in der Premier League gutes Geld verdient. Es sei jedoch zu bedenken, dass Köln Nmecha auch die Gelegenheit bieten könnte, in einer Top-Liga zum Stammspieler aufzusteigen.

Köln hat auch in der Abwehr und im Mittelfeld Bedarf

Stellt sich nur die Frage, ob Köln All In bei Nmecha gehen möchte oder an anderen Baustellen arbeiten muss. Das zentrale Mittelfeld ist äußerst dünn besetzt und abgesehen von Tom Krauß gibt es keine wirkliche Konstante. Eigentlich könnte man auch Ellyes Skhiri dazu zählen, jedoch wird dieser nach seinem Syndesmosebandriss wohl in der Hinrunde keine Rolle mehr spielen können.

Sorgen haben die Kölner zudem in der Defensive. Zwar ist die Abwehr deutlich breiter besetzt, jedoch stimmen die Leistungen der Spieler zu selten. Luka Lochoshvili hat in der Bundesliga noch zu kämpfen und auch Rav van den Berg zeigte zuletzt wechselhafte Leistungen und fehlte angeschlagen. Zwar hofft man auf die Rückkehr von Timo Hübers, jedoch muss man abwarten, wie schnell der 30-Jährige nach seiner schweren Knieverletzung wieder eine Alternative sein kann.

Die Kölner rangieren in der Tabelle derzeit auf dem zwölften Platz und kämpfen dagegen an, in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.


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