Der 8. Spieltag ist den Büchern und die 2. Bundesliga bleibt traditionell eng – oben wie unten. Während Tabellenführer Hertha BSC seinen ersten Spieltag der Saison 2026/27 erlebte, an dem es keinen Sieg gab, und sich die Hauptstädter mit einem 0:0 gegen die Kellerkinder aus Kiel begnügen mussten, konnte auch der ärgste Verfolger, der 1. FC Nürnberg, den kleinen Fehltritt der Herthaner nicht ausnutzen.
Die Franken kamen ihrerseits beim Auswärtsspiel gegen Energie Cottbus nicht über eine Punkteteilung hinaus. Beim 1:1 gab es allerdings Sorgen um den Offensivstar des 1. FC Nürnberg, Mohamed Ali Zoma. Der italienische Nationalspieler verletzte sich an der Schulter und droht nun, für längere Zeit auszufallen.

Für den 1. FC Heidenheim gab es schon schönere Spieltage. Die Mannschaft von Kult-Coach Frank Schmidt verlor beim direkten Tabellenkonkurrenten VfL Wolfsburg mit 1:3 und rutschte in der Tabelle auf Rang fünf ab. Die Niedersachsen zogen hingegen vorbei und sind nun Inhaber des Aufstiegs-Relegationsplatzes im deutschen Unterhaus.
Auch im Tabellenkeller hat sich einiges getan und der VfL Bochum rutscht immer tiefer in der Krise. Nach dem achten Spieltag stehen die Ruhrpott-Kicker nun sogar auf dem Abstiegs-Relegationsplatz 16, hinter ihnen liegen nur noch Darmstadt 98 und Holstein Kiel.

Mit Hannover 96 steht ebenfalls weit unten in der Tabelle ein eigentlich ausgemachter Aufstiegsaspirant, der auch unter dem neuen Trainer Sandro Wagner noch nicht in Tritt kommen will. Allerdings ist die zweite Liga einmal mehr äußerst eng: So trennen den Tabellensiebzehnten Darmstadt mit sieben Zählern nur zwei Punkte vom Tabellenneunten Energie Cottbus.
In der 2. Bundesliga stehen noch jede Menge Spieltage an und bis zum Saisonende kann sich noch viel verändern. Doch ein Blick in die Zukunft anhand einer KI-Prognose für die finale Tabelle der Saison 2026/27 lohnt sich schon jetzt.
So tippt die KI die 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
Dennoch lohnt sich natürlich immer auch ein kleiner Ausblick in die Zukunft mit Hilfe der KI. Wir haben deshalb den Algorithmus von Google Gemini gebeten, uns eine prognostizierte Endplatzierung basierend auf den bisherigen Erkenntnissen und Ereignissen in der 2. Bundesliga vorherzusagen. Der Algorithmus berechnet dabei die Wahrscheinlichkeiten für jeden verbleibenden Spieltag (Spieltage 7 bis 34) über eine Monte-Carlo-Simulation (10.000 Durchläufe).
Darin fließen unter anderem Kernkomponenten aus Restspielplan, verschiedenen Offensiv- und Defensivrankings (z.B. xGoals-Werte und Vorhersagen) sowie eventuellen Heimvorteilen und Formkurven ein.
Die Simulation von zehntausend Fällen ergab dabei durchaus interessante Ergebnisse.
KI-Prognose zur 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
In der KI-Prognose von Google Gemini bleiben die ersten beiden Tabellenplätze, wie in der Realität, von Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg belegt. Im Vergleich zur Vorwoche sieht die KI nun aber auch den VfL Wolfsburg in den Aufstiegsrängen. Die Niedersachsen um Trainer Tobias Strobl nehmen den Platz des 1. FC Heidenheim ein, der wiederum auch vom 1. FC Kaiserslautern überholt wird.
Dicht hinter dem Top-5-Feld sieht die KI dann zwei absolute Zweitligagrößen und setzt neben dem FC St. Pauli, der aktuell auch in der Gegenwart im Zweitligamittelfeld auf Lauerstellung liegt, auch auf die bislang so schwergängigen Kicker von Hannover 96 als ärgste Verfolger der Spitzengruppe. Die Niedersachsen leben in der KI-Prognose von ihrem Potenzial und weniger von den bisher gezeigten Auftritten.

In der Vorhersage von Google Gemini versumpfen im Niemandsland der Tabelle am Saisonende unter anderem der VfL Bochum, Arminia Bielefeld und der Karlsruher SC. Aber immerhin nicht in der Abstiegszone. Die Bochumer würden den prognostizierten Endplatz neun nach dem aktuellen Saisonverlauf wahrscheinlich so unterschreiben.
In den Abstiegsrängen sieht die KI den größten Unterschied zum aktuellen Sachstand der Gegenwart und Realität. Denn anstelle von Bochum und Darmstadt, die derzeit tatsächlich in der roten Zone liegen, sieht Google Gemini in der Prognose für die Endplatzierungen am Saisonende Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig auf den direkten Abstiegsplätzen sowie Kiel auf dem Relegationsplatz und mit den letzten Klassenerhalts-Hoffnungen.
Platz | Verein |
|---|---|
1.) | Hertha BSC |
2.) | 1. FC Nürnberg |
3.) | VfL Wolfsburg |
4.) | 1. FC Kaiserslautern |
5.) | 1. FC Heidenheim |
6.) | Hannover 96 |
7.) | FC St. Pauli |
8.) | 1. FC Magdeburg |
9.) | VfL Bochum |
10.) | Karlsruher SC |
11.) | SV Darmstadt 98 |
12.) | Arminia Bielefeld |
13.) | Energie Cottbus |
14.) | SpVgg Greuther Fürth |
15.) | VfL Osnabrück |
16.) | Holstein Kiel |
17.) | Dynamo Dresden |
18.) | Eintracht Braunschweig |
KI-Prognose zum Aufstieg
In puncto Aufstieg bleibt die KI den starken Auftritten und der Konstanz der Gegenwart der beiden direkten Aufstiegskandidaten aus Berlin und Nürnberg treu. Die beiden Traditionsvereine, die auch in der realen Welt auf den ersten beiden Tabellenplätzen liegen, erhalten von der KI auch in der Prognose die höchsten Wahrscheinlichkeiten für eine Rückkehr ins Oberhaus.

Trotz des Unentschiedens gegen Kiel sieht die KI die Aufstiegschancen von Hertha BSC gefestigter als in der Vorwoche und erhöhte die Wahrscheinlichkeit für den Hauptstadtclub um satte vier Prozentpunkte. Auch der 1. FC Nürnberg gewann vier Prozent Wahrscheinlichkeit dazu.
Deutlich verloren hat hingegen der 1. FC Heidenheim nach der bitteren Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, der wiederum einen großen Sprung nach vorne machte. Die Niedersachsen erhalten in der Prognose mittlerweile wieder eine deutlich höhere Aufstiegschance als in den letzten Wochen.
Team | Aufstiegswahrscheinlichkeit |
|---|---|
Hertha BSC | 72 % |
1. FC Nürnberg | 58 % |
VfL Wolfsburg | 32 % |
1. FC Kaiserslautern | 31 % |
1. FC Heidenheim | 18 % |
Hannover 96 | 12 % |
KI-Prognose zum Abstieg
Auch im Tabellenkeller herrschen nach der Prognose von Google Gemini klare Verhältnisse. Die KI sieht Eintracht Braunschweig weiterhin als Abstiegskandidat Nummer eins, dicht gefolgt von Dynamo Dresden.

Holstein Kiel darf laut der KI-Prognose noch auf Relegationsplatz 16 hoffen und in zwei Spielen gegen den drittbestplatzierten Drittligisten ums Überleben kämpfen - zumindest in der Vorhersage. Das aktuelle Tabellenschlusslicht der Gegenwart würde sich in Zukunft über diese Konstellation sicherlich freuen.
Team | Abstiegswahrscheinlichkeit |
|---|---|
SpVgg Greuther Fürth | 15 % |
VfL Osnabrück | 32 % |
Holstein Kiel | 48 % |
Dynamo Dresden | 68 % |
Eintracht Braunschweig | 81 % |
