Die 2. Bundesliga steckt nun endgültig mitten in der Saison 2026/27 und nach zehn Spieltagen lassen sich jetzt durchaus schon gewagtere Prognosen stellen, also noch vor wenigen Wochen.
So zum Beispiel die, dass Hertha BSC in dieser Spielzeit drauf und dran ist, den unglaublichen Lauf seit dem ersten Spieltag beizubehalten und die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen.

Der Hauptstadtklub aus Berlin gewann an diesem Wochenende nicht nur das vermeintliche Spitzenspiel im deutschen Unterhaus auswärts gegen den 1. FC Kaiserslautern, der zu den stabilsten Defensiven der Liga gehört, sondern holte auch den neunten Sieg in den letzten zehn Spielen. Wenn es noch irgendeinen Beweis bedurfte, dass die Alte Dame der große Topfavorit auf den Aufstieg zu sein scheint, dann wohl diesen Erfolg am Betzenberg.
Ebenfalls seine Aufstiegsambitionen untermauern konnte der 1. FC Nürnberg am Sonntag im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli. Am Millerntor gelang der Mannschaft von Trainer Miroslav Klose - auch dank cleverer Einwechslungen des namhaften Trainers - ein verdienter 3:1-Erfolg.

Auch der VfL Wolfsburg, der vor Saisonbeginn eigentlich als der große Topfavorit ausgemacht wurde, kommt immer besser in Tritt. Gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück feierten die Wölfe unter Trainer Tobias Strobl einen 2:0-Erfolg und damit den insgesamt fünften Saisonsieg.
Mit dem 1. FC Heidenheim verliert ein anderer Bundesligaabsteiger aus dem Sommer allerdings zunehmend den Anschluss an die Aufstiegsplätze und somit auch ein wenig an die eigenen Ansprüche. Die Kicker von der Ostalb unterlagen am Samstagabend dem Karlsruher SC und sind nun seit fünf Ligaspielen ohne Sieg. Das Team von Kult-Trainer Frank Schmidt fuhr seit dem 6. Spieltag nur noch drei Zähler ein.
Einen deutlich besseren Trend legt da schon Arminia Bielefeld hin. Mit dem 3:1-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig fuhren sie den dritten Sieg in den letzten fünf Partien ein. Nur eine Niederlage kassierten die Bielefelder in diesem Zeitraum und schieben sich damit weiter nach oben in der Tabelle.

Nicht nur der VfL Bochum auswärts bei Energie Cottbus und der bereits angesprochene KSC konnten an diesem Wochenende wichtige Befreiungsschläge landen, sondern auch Greuther Fürth gegen Holstein Kiel und die zuletzt stark kritisieren Niedersachsen von Hannover 96 gegen Dynamo Dresden gewannen ihre Spiele und fuhren dringend benötigte Punkte ein.

Die einzige Punkteteilung an diesem Zweitliga-Wochenende gab es zwischen Darmstadt 98 und dem ebenfalls ambitionierten 1. FC Magdeburg. Trotz des Punktverlusts bleiben die Magdeburger in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen.
Ein Ende der Saison ist aber dennoch noch lange nicht in Sicht und die enge 2. Bundesliga bleibt traditionell eng beieinander.
So tippt die KI die 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
Dennoch lohnt sich natürlich immer auch ein kleiner Ausblick in die Zukunft mit Hilfe der KI. Wir haben deshalb den Algorithmus von Google Gemini gebeten, uns eine prognostizierte Endplatzierung basierend auf den bisherigen Erkenntnissen und Ereignissen in der 2. Bundesliga vorherzusagen. Der Algorithmus berechnet dabei die Wahrscheinlichkeiten für jeden verbleibenden Spieltag (Spieltage 7 bis 34) über eine Monte-Carlo-Simulation (10.000 Durchläufe).
Darin fließen unter anderem Kernkomponenten aus Restspielplan, verschiedenen Offensiv- und Defensivrankings (z.B. xGoals-Werte und Vorhersagen) sowie eventuellen Heimvorteilen und Formkurven ein.
Die Simulation von zehntausend Fällen ergab dabei durchaus interessante Ergebnisse.
KI-Prognose zur 2. Bundesliga-Tabelle 26/27
In der Vorhersage für die Endtabelle der Saison 2026/27 in der 2. Bundesliga lieferte Google Gemini ein teils abgeändertes Bild im Aufstiegskampf. Anstelle des 1. FC Nürnberg sieht die KI nun den VfL Wolfsburg als schärfsten Verfolger von Hertha BSC.
Am anderen Tabellenende platziert die KI nach dem 10. Spieltag Dynamo Dresden und macht die Sachsen damit zum Abstiegskandidaten Nummer eins im deuztschen Unterhaus.
In der engen zweiten Liga können sich die Prognosen aber wöchentlich ordentlich durchmischen und massiv verändern. Letztlich ist aber ja jeder Klub seines eigenen Glückes Schmied und muss auf die Vorhersage nicht viel geben.
Platz | Team | Prognostizierte Punktzahl nach 34. Spieltag |
|---|---|---|
1.) | Hertha BSC | 74 |
2.) | VfL Wolfsburg | 65 |
3.) | 1. FC Nürnberg | 61 |
4.) | 1. FC Magdeburg | 56 |
5.) | 1. FC Kaiserslautern | 54 |
6.) | 1. FC Heidenheim | 50 |
7.) | Arminia Bielefeld | 48 |
8.) | FC St. Pauli | 46 |
9.) | VfL Bochum | 45 |
10.) | Hannover 96 | 44 |
11.) | SpVgg Greuther Fürth | 43 |
12.) | Karlsruher SC | 42 |
13.) | VfL Osnabrück | 41 |
14.) | Energie Cottbus | 40 |
15.) | Eintracht Braunschweig | 39 |
16.) | Darmstadt 98 | 38 |
17.) | Holstein Kiel | 35 |
18.) | Dynamo Dresden | 33 |
KI-Prognose zum Aufstieg
In der KI-Prognose von Google Gemini spitzt sich das Aufstiegsrennen mit jeder weiteren Woche und jedem weiteren Spieltag immer mehr auf Hertha BSC zu. Die Berliner untermauern diese Vorhersage mit konstanten Leistungen und Siegen am Fließband und stehen in der Prognose für die Endtabelle wohl auch zurecht ganz oben. Beweisen müssen sich die Mannen von Trainer Stefan Leitl aber natürlich weiterhin.
In der Prognose hat sich der VfL Wolfsburg im Vergleich zu den Vorwochen den zweiten Platz im Aufstiegsrennen gesichert. Laut Google Gemini liegen die Wölfe in der Endabrechnung nun vor dem 1. FC Nürnberg, der in der Prognose der KI auf den dritten und somit Relegationsplatz abgerutscht ist.

Für die KI ist es offenbar recht sicher, dass diese drei Klubs den Aufstieg am Ende auch unter sich ausmachen werden, denn die Verfolger dahinter landen in der aktuellen Prognose schon mit großem Abstand hinter dem Trio.
Team | Aufstiegswahrscheinlichkeit |
|---|---|
Hertha BSC | 94,2 % |
VfL Wolfsburg | 68,5 % |
1. FC Nürnberg | 52,1 % |
1. FC Magdeburg | 26,4 % |
1. FC Kaiserslautern | 21,8 % |
1. FC Heidenheim | 11,2 % |
Arminia Bielefeld | 8,7 % |
KI-Prognose zum Abstieg
In der Prognose von Google Gemini herrscht am Tabellenende deutlich mehr Wechsel, was angesichts des enorm eng beieinander liegenden Feldes der 2. Bundesliga und der sich von Spieltag zu Spieltag ändernden Platzierungen jedoch nicht verwunderlich ist. Die KI schiebt Dynamo Dresden nach dem zehnten Spieltag die größte Abstiegswahrscheinlichkeit zu, dicht gefolgt von Holstein Kiel.

In der Prognose für die Endplatzierungen befinden sich auch Darmstadt, Braunschweig und Cottbus derzeit ganz nah dran am Abstiegsstrudel der 2. Bundesliga.
Team | Abstiegswahrscheinlichkeit |
|---|---|
VfL Bochum | 10,2 % |
Hannover 96 | 12,4 % |
SpVgg Greuther Fürth | 14,1 % |
Karlsruher SC | 16,8 % |
VfL Osnabrück | 19,5 % |
Energie Cottbus | 22,1 % |
Eintracht Braunschweig | 25,4 % |
Darmstadt 98 | 29,8 % |
Holstein Kiel | 42,3 % |
Dynamo Dresden | 48,5 % |
