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Keine Kritik an Hütter? Warum der Eintracht-Trainer fest im Sattel sitzt

Eintracht Frankfurt hat trotz hoher Erwartungen einen schwachen Saisonstart hingelegt. Trainer Adi Hütter bleibt von der Kritik aber weitgehend unberührt.
VonFranz Krafczyk
Adi Hütter genießt in Frankfurt weiterhin größtes Vertrauen
Adi Hütter genießt in Frankfurt weiterhin größtes Vertrauen | Fabio Deinert/GettyImages

Nach nur fünf Punkten bis zur Länderspielpause wollte Eintracht Frankfurt im Auswärtsspiel gegen RB Leipzig ein Statement setzen. Doch die Hessen wurden wortwörtlich ab der ersten Minute überrollt, als Ezechiel Banzuzi den Torreigen nach nur 46 Minuten eröffnete. Am Ende stand ein 0:6-Debakel auf der Anzeigetafel, wodurch die Kritik an der löchrigen Defensive weiter befeuert wurde.

Als Trainer steht dafür in erster Linie Adi Hütter in der Verantwortung. Der 56-Jährige kam im Sommer zur Eintracht zurück und versprach einen attraktiven Offensivfußball, was nach der enttäuschenden Vorsaison ein wenig Euphorie rund um den Verein entfachte. Doch die schwache Hintermannschaft konnte auch der Österreicher bislang nicht stabilisieren. Mit 16 Gegentreffern nach nur fünf Spielen stellen die Frankfurter die drittschwäche Abwehr der Bundesliga. Nur Union Berlin und Borussia Mönchengladbach mussten bislang öfter hinter sich greifen.

Geknickte Mienen: Die Eintracht kassierte in Leipzig sechs Gegentore
Geknickte Mienen: Die Eintracht kassierte in Leipzig sechs Gegentore | Fabio Deinert/GettyImages

Eintracht-Bosse nehmen Hütter in Schutz - und die Spieler in die Pflicht

Trotz der schwachen Ausbeute und der herben Pleite gegen die Roten Bullen hält sich die Kritik an Hütter derzeit aber stark in Grenzen. Laut Bild besteht interne Einigkeit, dass die Pleite in Leipzig nicht an taktischen oder grundlegenden Fehlern des Trainers lag. Vielmehr sehen die Verantwortlichen die Mannschaft in der Pflicht, Hütters Vorgaben in Zukunft besser umzusetzen.

Ein Indiz dafür ist die Tatsache, dass die Eintracht bei keinem der sechs Gegentreffer in der Unterzahl war. Das deutet stark darauf hin, dass es keine taktischen Fehlern waren, durch die das Spiel verloren ging, sondern individuelle Fehler und magelndes Zweikampfverhalten einzelner Spieler.

Klar ist aber auch: Wenn die Mannschaft ihre Fehler nicht abstellt, wird Hütter zunehmend in die Kritik geraten. Denn dann würde der Eintracht drohen, auch in diesem Jahr ihre Ziele zu verfehlen. Das zweite Verpassen eines europäischen Wettbewerbs in Folge wäre für die Eintracht nach der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre fatal - vor allem aus finanzieller Sicht.


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