Manchester City war in den letzten Wochen eines der ganz großen Themen der weltweiten Fußballberichterstattung – allerdings nicht, weil die englische Spitzenmannschaft um Star-Stürmer Erling Haaland mit großen Errungenschaften glänzen konnte, sondern weil das wie ein Komet eingeschlagene Urteil, das die Cityzens mit mehreren Finanzverstößen beschuldigte und in den meisten Fällen auch für schuldig befand, für große Aufmerksamkeit sorgte.
Dem zehnfachen englischen Meister drohen damit neben horrenden Geldstrafen auch ein massiver Punktverlust und möglicherweise sogar der Abstieg aus der Premier League, der zugleich auch den Abgang zahlreicher Star-Spieler nach sich ziehen würde. Der Klub selbst kämpft hingegen um seine Unschuld zu beweisen und könnte nun anhand angeblich neuer Unterlagen offenbar deutlich bessere Karten bekommen. Das berichtet der Telegraph.
Man City hofft weiter auf Verhandlungserfolg
Bei den Verantwortlichen von Manchester City gibt man sich seit dem Urteil hoffnungsvoll, dass die Unschuld doch noch bewiesen und somit die drohenden Strafen abgewendet werden können. Durch neue Beweise aus Abu Dhabi soll diese Hoffnung nun weiteren Auftrieb erhalten.
Nach bisherigem Sachstand wurde der englische Top-Klub in 114 von 115 Anschuldigungen zwischen 2009 und 2018 für schuldig befunden. Doch der Verein ging in Berufung und hofft, den drohenden Horror noch abwenden zu können. Die Vorwürfe: unter anderem falsch dargestellte Sponsorenverträge und die Verschleierung verschiedener finanzieller Vorgänge.
Nun möchte man das Gericht wohl dazu zwingen, "unwiderlegbare Beweise” dafür anzuerkennen, dass die Sponsorengelder direkt von der Regierung Abu Dhabis und nicht, wie vorgeworfen, in verschleierter Form vom Eigentümer Scheich Mansour stammen. Ein offizielles Schreiben der Regierung Abu Dhabis soll dafür als Hauptargument dienen und neue Beweise sollen beschafft werden. Doch es gibt ein großes Problem.
Das City-Problem: Unglaubwürdigkeit!
Genau diese Art der Beweise in Form von Dokumenten der Regierung wurden im bisherigen Verlauf der Urteilsfindung vom Gericht abgelehnt und als unglaubwürdig und "erfundene Erklärung" abgestempelt, um die Wahrheit zu verfälschen und den Tatsachenbestand zu verschleiern. Ebenso geschah dies mit wichtigen Zeugenaussagen.
Citys Hoffnung soll nun darin liegen, dass die Kommission die Unterlagen falsch interpretiert hat. In dem neuen Berufungsanlauf soll die Frage geklärt werden, ob die Beweise als glaubwürdig erachtet werden oder nicht. Die Verhandlung muss bis zum 21. Januar starten und es gibt derzeit drei mögliche Szenarien. Entweder wird Man City schuldig gesprochen, verschiedene Anklagepunkte werden fallengelassen oder der gesamte Fall muss neu aufgerollt werden. Es bleibt spannend - und undurchsichtig.
