Der FC Bayern München ist das Maß aller Dinge im deutschen Fußball – darüber kann es keine zwei Meinungen geben. Der deutsche Rekordmeister hat in der Regel den ersten Platz in der Bundesliga fest für sich gebucht, doch es gibt auch seltene Ausnahmen.
In den letzten 20 Jahren sammelten die Bayern neben 15 Meisterschaften noch zwei Vizemeistertitel und wurden zweimal Dritter. Doch jede Saison, in der man nicht auf dem ersten Platz landet, ist eine verlorene Saison in München.
In der Saison 2006/07 kam es für Bayern-Verhältnisse aber schon fast zum sportlichen Super-GAU. Damals landeten die erfolgsverwöhnten Münchner nur auf dem vierten Tabellenplatz und verpassten damit sogar die Qualifikation zur Champions League, weshalb sie in der Spielzeit 2007/08 nur im UEFA-Cup antreten durften.
Im DFB-Pokal war damals bereits im Achtelfinale gegen Alemannia Aachen Schluss, in der Champions League im Viertelfinale gegen die AC Mailand. Es war eine Saison ohne Titel für die Münchner und am Ende reichte es nur für den vierten Platz in der Bundesliga hinter dem VfB Stuttgart, Schalke 04 und Werder Bremen.

Diese Spielzeit gilt somit als der jüngste ganz dunkle Abschnitt in der langen Vereinsgeschichte und führte bereits inmitten der Saison im Januar 2007 zur Entlassung von Felix Magath als Trainer. Ottmar Hitzfeld übernahm die Geschicke der Münchner bis Saisonende, doch auch die Trainerlegende konnte nicht verhindern, dass die Münchner in diesem Fußballjahr weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieben und damit am Ende auch den Umbruch in eine neue Zeitrechnung einläuteten.

Im Sommer 2007 investierte der Rekordmeister richtig viel Geld und holte unter anderem Luca Toni, Franck Ribery, Miroslav Klose, Marcell Jansen, Breno, Jan Schlaudraff, Ze Roberto und Hamit Altıntop an Bord. Seitdem wurde die Bayern-Dominanz im deutschen Oberhaus nur noch selten durchbrochen. Zuletzt 2023/24, als Bayer Leverkusen Meister wurde und die Münchner nach elf Meistertiteln in Folge nur Dritter.
Die Spielzeit 2006/07 steht somit als wesentlicher Eckpfeiler eines Anstoßes an der Säbener Straße zu Buche: Einerseits kann sie als einer der sportlichen Tiefpunkte des FC Bayern angesehen werden, andererseits markiert sie aber auch den Beginn einer neuen Ära des deutschen Klassenprimus.
Doch was machen die Spieler des Kaders von 2006/07 eigentlich heute?
Katastrophensaison 2006/07 - Was machen die Bayern-Stars von damals eigentlich heute?
Oliver Kahn

Einer der größten Namen aus dem damaligen Bayern-Kader ist zweifellos der von Oliver Kahn. Die Torwartlegende lief in insgesamt 632 Pflichtspielen für den Rekordmeister auf und gewann unter anderem acht deutsche Meisterschaften, sechs DFB-Pokale und einmal die Champions League.
Der Europameister von 1996 beendete im Jahr 2008 seine lange Karriere. Platz vier in der Spielzeit 2006/07 war die zweitschlechteste Platzierung, die Kahn im Trikot der Bayern erleben musste. Noch schlechter war es nur in seiner Debütsaison, als die Münchner am Ende sogar nur auf Platz sechs landeten.
Heute ist Kahn als Unternehmer, Kolumnist und gelegentlich als TV-Experte aktiv. Von Sommer 2021 bis Ende Mai 2023 war der gebürtige Karlsruher Vorstandsvorsitzender des FC Bayern.
Lucio

Der Brasilianer Lucio zählt wohl zu den besten Innenverteidigern, die der FC Bayern in den letzten Jahrzehnten hatte. Der dynamische Abwehrstar galt als absolutes Biest gegen den Ball und glänzte zudem mit großer Torgefahr und unbändigem Offensivdrang. Im Sommer 2005 wechselte Lucio von Bayer 04 Leverkusen zum FC Bayern München und absolvierte dort insgesamt 218 Pflichtspiele. Dabei stehen zwölf Tore und elf Vorlagen zu Buche.
Nach seinem Karriereende im Jahr 2020 lebt der 105-malige brasilianische Nationalspieler mit seiner Familie in Brasilien und ist in der Immobilienbranche tätig. Allerdings genießt er auch viel Zeit mit der Familie. Dem FC Bayern ist Lucio auch heute noch verbunden und nimmt ab und zu an Veranstaltungen der Bayern-Legenden teil.
2025 erlebte Lucio einen schweren Unfall, bei dem er durch eine Explosion schwere Verbrennungen erlitt, die 20 Prozent seines Körpers betrafen.
Daniel van Buyten

Daniel van Buyten war ein zuverlässiger Abwehrspieler in der Hintermannschaft des FC Bayern München. Er durchlebte seine erste Saison beim FC Bayern ausgerechnet in der Spielzeit 2006/07, nachdem er vom Hamburger SV an die Säbener Straße gewechselt war.
Für die Münchner absolvierte der 85-fache belgische Nationalspieler insgesamt 239 Pflichtspiele, bei denen er sogar 28 Mal als Torschütze in die Statistik einging, und gewann unter anderem je vier deutsche Meistertitel und DFB-Pokalsiege. 2014 beendete er beim FC Bayern seine Karriere.
Von 2015 bis 2017 war van Buyten zunächst als Berater, dann als Vizepräsident und schließlich als Assistent der Geschäftsleitung beim belgischen Klub Standard Lüttich tätig, ehe er im Sommer 2022 als Klubrepräsentant zum FC Bayern zurückkehrte. Diese Rolle hat der baumlange Belgier (1,97 m) noch heute inne.
Die heutigen Standbeine des Belgiers sind dabei durchaus vielfältig. Daniel van Buyten ist unter anderem als Geschäftsmann aktiv und investiert beispielsweise in Immobilien sowie Sportzentren, darunter auch solche für die Sportart Padel, die er selbst gerne spielt. Außerdem soll er in Transferphasen auch beratende Tätigkeiten bei Wechseln einnehmen.
Valerien Ismael

Während seiner Zeit beim FC Bayern von 2005 bis 2008 gewann Valerien Ismael zwei deutsche Meisterschaften und einen DFB-Pokalsieg. In diesem Zeitraum kam er auf insgesamt 46 Einsätze für die Münchner. Nach seinem Karriereende im Jahr 2009 bei Hannover 96 blieb der Franzose dem Fußball erhalten.
Der Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz versuchte sich zunächst als Assistent der Geschäftsführung bei Hannover 96, ehe er im Winter 2011 das Traineramt der Niedersachsen übernahm und bis Sommer 2013 auf deren Trainerstuhl blieb. Danach war Ismael unter anderem als Trainer beim VfL Wolfsburg, dem 1. FC Nürnberg, Besiktas Istanbul und zuletzt bei den Blackburn Rovers in England tätig. Seit seinem Aus auf der Insel im Februar 2026 ist der ehemalige Bayern-Star allerdings vereinslos.
Martin Demichelis

Martin Demichelis galt während seiner aktiven Zeit als argentinisches Raubein, das kompromisslos in die Zweikämpfe ging. Damit wurde der Abwehrspieler beim FC Bayern zu einem wichtigen Baustein für den Erfolg. Unter anderem gewann der 51-fache argentinische Nationalspieler vier deutsche Meistertitel bei den Münchnern und kam insgesamt auf 259 Pflichtspieleinsätze.
Nach seinem Abgang beim Rekordmeister im Sommer 2011 spielte Demichelis unter anderem noch für Manchester City, Atletico Madrid, Espanyol Barcelona und den FC Malaga, bei dem er 2017 seine aktive Laufbahn beendete.
Doch auch Martin Demichelis blieb dem Fußball eng verbunden. Nach seinem Karriereende übernahm der Argentinier zunächst als Co-Trainer beim FC Malaga, ehe er Jugendtrainer im Nachwuchs des FC Bayern wurde und dort sogar die zweite Mannschaft trainierte. 2023 übernahm er den Spitzenklub River Plate Buenos Aires in seiner Heimat – durchaus erfolgreich.
Über den Umweg Mexiko machte er schließlich ein kurzes Comeback in der spanischen La Liga bei RCD Mallorca. Nach nur drei Monaten auf der Trainerbank des Inselklubs wechselte Demichelis letztlich zu RB Leipzig, wo er aktuell als Cheftrainer in der Bundesliga tätig ist.
Mats Hummels

Kaum zu glauben, aber auch Mats Hummels gehörte damals zum Kader des FC Bayern. Das Münchner Eigengewächs feierte in der Saison 2006/07 sein Bundesligadebüt und kam am 34. Spieltag für 38 Minuten gegen den FSV Mainz 05 zum Einsatz. Es sollte der Startschuss für eine ganz große Karriere werden.
Hummels wurde 78-facher deutscher Nationalspieler und gewann mit der DFB-Auswahl 2014 den Weltmeistertitel in Brasilien.
Auf Vereinsebene wurde der Innenverteidiger zunächst bei Borussia Dortmund groß, ehe er 2016 für ein dreijähriges Gastspiel nach München zurückkehrte. 2019 wechselte er wieder zurück nach Dortmund, wo er bis 2024 spielte und phasenweise Kapitän des BVB war. Insgesamt sechs deutsche Meistertitel heimste er mit beiden Klubs ein. Nach einer eher schwierigen Saison bei der AS Rom beendete Hummels 2025 seine aktive Karriere.
Nach seinem Karriereende ist Mats Hummels vor allem als TV-Experte, Investor und bei den BVB-Legenden aktiv. Seit diesem Jahr ist er zusammen mit Thomas Müller und Yann Sommer strategischer Investor beim portugiesischen Verein Estrela Amadora. Zudem war er Mitbegründer der Baller League und kann sich eine Zukunft als Fußball-Funktionär offenbar gut vorstellen.
Willy Sagnol

Willy Sagnol kam als eher unbeschriebenes Blatt nach München, doch der französische Rechtsverteidiger avancierte schnell zum Fanliebling der Bayern. Zwischen 2000 und 2009 absolvierte er insgesamt 277 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister, ehe er seine aktive Karriere bei den Bayern beendete. Sagnol gewann als Spieler aber nicht nur auf Vereinsebene jede Menge Titel. Der 58-malige französische Nationalspieler durfte zudem zweimal den Confed-Cup mit der Equipe Tricolore entgegennehmen.
Nach seinem Karriereende verschlug es Sagnol zunächst in den Aufsichtsrat des französischen Klubs AS St. Etienne, ehe er 2011 für kurze Zeit Scout des FC Bayern wurde. Ende 2011 übernahm Sagnol dann die Position des technischen Direktors der französischen Nationalmannschaft, wurde 2013 Interimstrainer der U20 und anschließend Cheftrainer der U21 der Franzosen. 2014 folgte der erste Cheftrainerposten im Vereinsfußball, als Sagnol Girondins Bordeaux übernahm.
2017 wurde er Co-Trainer beim FC Bayern und 2021 übernahm der Franzose den Posten des Nationaltrainers Georgiens, wo er wirklich große Leistungen erbrachte. Bei der EM-Teilnahme im Jahr 2024 führte Sagnol seine Mannschaft sogar ins Achtelfinale und wurde zur Turnierüberraschung schlechthin. Erst kürzlich, Ende September 2026, trat Sagnol von diesem Posten zurück.
Philipp Lahm

Der gebürtige Münchner Philipp Lahm gehört heute zu den größten Vereinslegenden des FC Bayern. Lahm wurde 2014 als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister.
In der Saison 2006/07 stand der spielintelligente Lahm in jedem Bundesligaspiel für den FC Bayern auf dem Platz, konnte aber nicht verhindern, dass die Münchner den seltenen Patzer leisteten, nicht unter die Top 3 der Bundesliga zu gelangen. Insgesamt absolvierte der ehemalige Außenverteidiger und phasenweise zentrale Mittelfeldspieler 517 Pflichtspiele für den Rekordmeister, ehe er im Sommer 2017 seine große Karriere beendete.
Auch Lahm ist heute als Unternehmer tätig und hat die "Philipp Lahm Stiftung" ins Leben gerufen, die sich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen widmet. Seit 2022 ist Lahm außerdem in beratender Funktion bei seinem ehemaligen Verein VfB Stuttgart aktiv und arbeitet sogar als Co-Trainer in der Jugend bei seinem Heimatverein FT Gern.
2024 war der frühere Weltklassespieler Turnierdirektor der EM 2024 in Deutschland und Lahm wird immer wieder mit tragenden Funktion in der Zukunft des FC Bayern München oder des DFB in Verbindung gebracht. Aktuell ist der enge Kontakt zum Profifußball aber noch nicht das Thema des heute 42-Jährigen.
Owen Hargreaves

Steile Karrierewege sind für so manchen Spieler zwar überraschend, aber umso schöner. Ähnlich wie bei Alphonso Davies in jüngerer Vergangenheit gilt dies auch bei Owen Hargreaves.
Beim FC Bayern hatte man ihm eigentlich keine derart große Karriere zugetraut, doch der gebürtige Kanadier und 42-malige englische Nationalspieler wuchs bei den Münchnern nicht nur zum Fanliebling heran, sondern auch zu einem der besten Mittelfeldspieler Europas.
Insgesamt absolvierte Hargreaves 218 Pflichtspiele für den Rekordmeister, ehe er diesen 2007 in Richtung Manchester United verließ und seine Karriere auf der Insel fortsetzte. Nach den Red Devils lief Hargreaves in der Premier League noch für Manchester City auf, wo er 2011 seine Karriere verletzungsgeplagt beendete.
Nach seinem Karriereende ist Hargreaves dem Fußball allerdings eng verbunden geblieben: Er gehört als TV-Experte zu den Gesichtern von TNT Sports, wo er neben seiner Rolle als Experte auch als Match-Analyst tätig ist und hauptsächlich Premier League und Champions League begleitet. Bei der EM 2024 war der mittlerweile 45-jährige Ex-Münchner sogar als TV-Experte für MagentaTV im Einsatz.
Mark van Bommel

Mark van Bommel wurde im Sommer 2006 vom FC Bayern München verpflichtet, doch die erste Saison des körperlich betont spielenden niederländischen Leitwolfs endete nicht wie erhofft. Die Münchner hatten van Bommel für sechs Millionen Euro vom FC Barcelona geholt und in seiner ersten Bundesligasaison absolvierte er 29 Ligaspiele.
Dabei war der Mittelfeldspieler an zehn Treffern direkt beteiligt - in keiner anderen Saison beim Rekordmeister war er an mehr Bundesligatoren beteiligt als 2006/07. Eine durchaus beeindruckende Bilanz, die allerdings nicht verhindern konnte, dass der Rekordmeister in genau dieser Spielzeit die große Seltenheit hatte, nicht unter den drei besten Teams Deutschlands zu landen. Doch es sollte besser werden.
2011 verließ Mark van Bommel die Bayern in Richtung AC Mailand und der verdiente Kapitän der Münchner hatte je zwei deutsche Meisterschaften und DFB-Pokalsiege sowie einen deutschen Ligapokal im Gepäck sowie insgesamt 187 Pflichtspieleinsätze für den FC Bayern.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Sommer 2013 schlug van Bommel eine Trainerkarriere ein. Zunächst wurde er Co-Trainer der niederländischen U17-Nationalmannschaft. Es folgten Stationen als Co-Trainer von Saudi-Arabien, Trainer der U19 von PSV Eindhoven, Co-Trainer von Australien, Cheftrainer bei PSV Eindhoven, Cheftrainer beim VfL Wolfsburg, Cheftrainer bei Royal Antwerpen und schließlich, seit August 2026, der Posten des Nationaltrainers von Belgien.
Bastian Schweinsteiger

Als Eigengewächs des FC Bayern avancierte Bastian Schweinsteiger zu einer der größten Vereinslegenden des deutschen Spitzenvereins. Mit seinem Herzensklub holte er insgesamt acht deutsche Meisterschaften, einen Sieg in der Champions League sowie sieben deutsche Pokalsiege.
Doch die Titelliste des ehemaligen Mittelfeldstars ist noch bedeutend länger. Am bedeutendsten ist der WM-Titel mit der DFB-Auswahl im Jahr 2014, als Schweinsteiger neben Torschütze Mario Götze der große Finalheld war und sich mit einem aufopferungsvollen Kampf einen Platz in der deutschen Sportgeschichte sicherte. 2025 wurde Schweinsteiger zudem mit der Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Fußballs belohnt. In der so ernüchternden Saison 2006/07 war Schweinsteiger in 27 Ligaspielen an zehn Treffern direkt beteiligt.
Nach exakt 500 Pflichtspielen für die Bayern-Profis und den Stationen Manchester United und Chicago Fire beendete Schweinsteiger seine beeindruckende Karriere zu Jahresbeginn 2020.
Seitdem ist der sympathische Ex-Münchner vor allem als TV-Experte für die ARD bekannt, wo er vor allem bei den Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft zu sehen ist und sein Fachwissen teilt. Auch bei Europa- und Weltmeisterschaften.
Hasan Salihamidzic

Hasan Salihamidzic kam 1998 vom Hamburger SV zum FC Bayern München und blieb bis zum Sommer 2007. Dass der bosnische Nationalspieler die Münchner mit einem vierten Tabellenplatz in Richtung Juventus Turin verließ, war sicherlich ein großer Wermutstropfen in der beeindruckenden Laufbahn des dynamischen Antreibers. 365 Pflichtspiele absolvierte Brazzo für den Rekordmeister und gewann unter anderem sechs deutsche Meistertitel, vier DFB-Pokale und einmal die Champions League. Beim FC Bayern wurde er gleich viermal zum Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Im Sommer 2012 beendete Salihamidzic seine lange Karriere im Trikot des VfL Wolfsburg. Anfang 2017 kehrte er zum FC Bayern zurück und wurde zunächst als Klubrepräsentant aufgenommen, ehe er im Sommer 2017 Sportdirektor des Rekordmeisters wurde und im Sommer 2020 sogar zum Sportvorstand aufstieg. Diesen Posten bekleidete er bis zu seinem Aus im Sommer 2023, seitdem ist er vereinslos. Doch untätig ist Brazzo keinesfalls.
Zusammen mit seinem Sohn Nick betreut er die Kleinfeldmannschaft No Rules FC und ist beim Kings-League-Klub als Präsident aktiv. Neben einigen vereinzelten TV-Auftritten wird man Salihamidzic sicherlich irgendwann wieder auf der großen Bühne erleben – vielleicht ja auch in der Bundesliga.
Sebastian Deisler

Sebastian Deisler galt in Deutschland einst als Jahrhundertalent, doch aufgrund von Verletzungen und später Depressionen erfuhr die verheißungsvolle Laufbahn des Wunderkinds einen herben Absturz. Während seiner Zeit beim FC Bayern von Sommer 2002 bis Januar 2007 feierte Deisler drei deutsche Meistertitel und zwei DFB-Pokalsiege. Die bittere Saison 2006/07 hatte neben dem Verpassen der Top 3 in der Bundesliga auch aus dieser Sicht einen schmerzhaften Blickwinkel.
Über Sebastian Deisler ist heute nur noch recht wenig bekannt. Der heute 46-Jährige lebt offenbar zurückgezogen im Raum Freiburg und abseits der großen Öffentlichkeit. 2009 veröffentlichte er sein Buch "Zurück ins Leben”, in dem es unter anderem um Erwartungsdruck und Depressionen geht.
Ali Karimi

Im Sommer 2005 verpflichtete der FC Bayern mit Ali Karimi einen hierzulande eher unbekannten Spieler. In seiner Debütsaison für den Rekordmeister sollte auch noch alles glatt laufen. Karimi gewann mit den Münchnern das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg und war in 20 Bundesligaeinsätzen immerhin an fünf Treffern der Bayern direkt beteiligt.
Nach dem Ende der Saison 2006/07 zog es den iranischen Mittelfeldstar allerdings weiter, und er heuerte in Katar an. 2014 beendete er seine aktive Karriere im Iran.
Nach seinem Karriereende als Spieler versuchte sich Karimi zunächst auch als Trainer, wobei er ausschließlich im Iran tätig war. Doch auch diesen Weg gab Karimi auf und wurde nach dem Ende seiner Trainerlaufbahn Berater eines iranischen Klubs. Seit Sommer 2022 ist auch das Geschichte und Karimi schlug völlig neue Wege ein. Seit 2023 lebt der ehemalige Münchner im Exil in den USA und engagiert sich in der Politik.
Mehmet Scholl

Das einstige Münchner Schlitzohr Mehmet Scholl war seinerzeit eines der großen Fußballgenies und der quirlige Dribbler galt zudem als Fanliebling. Vor allem bei Frauen kam der in Karlsruhe geborene Scholl gut an und wusste auch medial locker flockig damit umzugehen. Über die wilden Münchner Zeiten sagte Scholl bei 'Ina's Nacht' im TV mal: "Als ich Single war, wurde unter allen Frauen in München eine Umfrage gemacht, ob sie sich vorstellen könnten, etwas mit Mehmet Scholl zu haben. 70 Prozent antworteten: Nie wieder!"
Doch auch sportlich lief es rund. Von 1992 bis Sommer 2007 absolvierte er insgesamt 469 Pflichtspiele für den FC Bayern, in denen er 117 Tore und 107 Vorlagen beisteuern konnte. Zudem gewann er unter anderem acht deutsche Meistertitel, fünf DFB-Pokalsiege, die Champions League und den UEFA-Cup. Seine lange Karriere als Spieler endete 2007 mit dem unrühmlichen vierten Platz. Ein unverdienter Abgang für den Mittelfeldstar.
Nach seiner Spielerlaufbahn schlug Scholl zunächst den Trainerweg ein und blieb dem Fußball so eng verbunden. Ab Sommer 2008 war er im Nachwuchsbereich des FC Bayern tätig und stieg dort bis zum Trainerposten der Bayern Amateure auf.
Seit Sommer 2013 ist dieses Kapitel allerdings schon zu Ende und Scholl war auf der großen Fußballbühne nur noch vereinzelt als Experte oder TV-Gast zu sehen. Doch auch von dieser Plattform verabschiedete sich der heute 55-Jährige größtenteils. Interessanterweise konnte man Mehmet Scholl vor einigen Jahren sogar einmal im Monat (jeden ersten Sonntag im Monat) im Nachtmix beim Radiosender Bayern 2 hören. Dort moderierte er das Format "Mehmets Schollplatten". Zudem ist Scholl Mitbegründer des Münchner Plattenlabels Millaphon Records.
Lukas Podolski

Im Sommer 2006 vom 1. FC Köln verpflichtet, verlief das erste Jahr für Lukas Podolski in München nicht gerade nach Vorstellung – weder persönlich noch aus Mannschaftssicht. Der schussstarke Linksfuß, der damals noch den Status eines Wunderkinds trug, spielte in der Saison 2006/07 in 22 Bundesligaspielen für den Rekordmeister und war in seiner Debütsaison an sieben Treffern direkt beteiligt – eine Ausbeute, die nicht wirklich zufriedenstellte, nachdem der Kölner im Jahr zuvor noch 19 Torbeteiligungen für den Effzeh beigesteuert hatte.
Drei Jahre später zog es Podolski zurück nach Köln – das Projekt galt zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger als gescheitert. Doch Podolski legte eine Weltkarriere außerhalb Münchens hin und sammelte neben seinem Double-Sieg mit dem FC Bayern in der Saison 2007/08 noch zahlreiche weitere Titel mit anderen großen Vereinen. Unter anderem machte sich Podolski beim FC Arsenal, bei Inter Mailand und Galatasaray Istanbul einen Namen, ehe der Weltmeister von 2014 in diesem Sommer seine Fußballschuhe an den Nagel hing.
Nun konzentriert sich Podolski auf seine Rolle als Unternehmer, Investor und Funktionär, die er bereits noch während seiner aktiven Laufbahn angestoßen hatte.
Roy Makaay

Im Sommer 2003 zahlte der FC Bayern für Roy Makaay die damals stolze Summe von knapp 20 Millionen Euro, um den niederländischen Torjäger von Deportivo La Coruña zu verpflichten. In seinen beiden ersten Spielzeiten beim Rekordmeister gelang Makaay auch gleich je das Double aus Meisterschaft und Pokal. Die Saison 2006/07 war dann nicht nur die bitterste, sondern auch die letzte des Angreifers beim FC Bayern.
Während Makaay in seinen ersten beiden Spielzeiten in der Bundesliga noch 23 bzw. 22 Saisontore erzielen konnte, waren es in der Saison 2006/07 "nur” 17. Am Ende wechselte der niederländische Nationalspieler für fünf Millionen Euro zurück in seine Heimat, wo er sich für drei Jahre Feyenoord Rotterdam anschloss, ehe er seine Karriere beendete.
Doch Makaay ist noch heute eng mit dem FC Bayern verbunden. Neben seinen regelmäßigen Auftritten bei den FC Bayern Legenden trainiert der heute 51-Jährige als Cheftrainer die FC Bayern World Squad, die sich um die Heranführung internationaler U19-Talente an den Profifußball bemüht. Mit Maycon Cardozo steht einer seiner ehemaligen Schützlinge heute im Profikader der Münchner und wird dort von Vincent Kompany trainiert.
Claudio Pizarro

Im Sommer 2001 wechselte Claudio Pizarro von Werder Bremen zum FC Bayern, den er am Ende der Saison 2006/07 erstmals in Richtung FC Chelsea und England verließ, ehe er über den erneuten Umweg Werder im Sommer 2012 noch einmal beim Rekordmeister anheuerte und bis 2015 blieb.
Insgesamt erzielte der Peruaner in 327 Pflichtspielen für die Münchner 125 Tore und bereitete 53 weitere vor. Mit den Bayern gewann er sechs deutsche Meisterschaften, fünfmal den DFB-Pokal, die Champions League, die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, den deutschen Supercup und den Weltpokal.
Pizarro beendete seine beeindruckende Karriere im Sommer 2020 und verbringt seitdem viel Zeit in seiner Heimat Lima in Peru. Doch Pizarro ist noch heute fester Bestandteil der Bayern-Familie.
Seit 2020 ist er als Klubrepräsentant aktiv, pflegt als Vereinsbotschafter den Kontakt zu Fans und Sponsoren und ist immer wieder auch bei den Bayern Legenden im Einsatz. Darüber hinaus ist der heute 47-Jährige auch in der Icon League im Kleinfeldfußball aktiv und fungiert dort zusammen mit Franck Ribery als Team Head von Plyrs United.
Roque Santa Cruz

Die ganz große Ausnahme unter den ehemaligen Bayern-Stars der Saison 2006/07 ist definitiv Roque Santa Cruz, denn der Sturmstar aus Paraguay ist der einzige aus dem damaligen Kader, der auch heute noch aktiv Profifußball spielt. Ja, richtig gehört!
Mit stolzen 45 Jahren ist der Mittelstürmer Kapitän des paraguayischen Erstligisten Club Nacional Asuncion und hat in der laufenden Saison sogar schon zwei Tore in vier Spielen auf dem Konto - und das, obwohl Santa Cruz als Joker bis zu diesem Zeitpunkt nur 199 Spielminuten aktiv war.
Der Vertrag des einstigen Kult-Stürmers des FC Bayern, der sogar Teil eines Songs der Sportfreunde Stiller war, läuft noch bis Ende des Jahres. Wie es dann für den 112-fachen Nationalstürmer weitergeht, ist noch nicht klar. Für den FC Bayern lief Santa Cruz in 238 Pflichtspielen auf – für keinen anderen Verein spielte er häufiger. Dabei erzielte er 51 Tore und gab 22 Vorlagen.
In der Saison 2006/07 kam der Südamerikaner in 26 Bundesligaspielen jedoch nur auf drei Torbeteiligungen - im Anschluss trennten sich die Wege nach acht gemeinsamen Jahren und Roque Santa Cruz wechselte für fünf Millionen Euro nach England zu den Blackburn Rovers. Später spielte er unter anderem noch für Manchester City und den FC Malaga.
Der FC Bayern-Kader 2006/07 heute
Spieler | Position | heute |
|---|---|---|
Oliver Kahn | Tor | Unternehmer, Kolumnist, TV-Experte |
Michael Rensing | Aufsichtsratsmitglied Fortuna Düsseldorf | |
Thomas Kraft | k.A. | |
Bernd Dreher | Torwarttrainer FC Bayern World Squad | |
Lucio | Abwehr | Unternehmer Immobilienbranche |
Daniel van Buyten | Geschäftsmann und Berater | |
Valerien Ismael | Trainer (aktuell vereinslos) | |
Martin Demichelis | Trainer (RB Leipzig) | |
Mats Hummels | TV-Experte und Investor | |
Christian Saba | k.A. (bis 2020 Co-Trainer FC Bayern U19) | |
Willy Sagnol | Trainer (zuletzt Georgien Nationalmannschaft) | |
Philipp Lahm | Unternehmer | |
Andreas Görlitz | u.a. Trainer (TSV Rott/Lech) | |
Christian Lell | Motivationscoach und Speaker | |
Owen Hargreaves | Mittelfeld | TV-Experte |
Andreas Ottl | Spielerberater und Unternehmer | |
Stephan Fürstner | Leiter Nachwuchs SpVgg Greuther Fürth | |
Mark van Bommel | Trainer (Belgien Nationalmannschaft) | |
Bastian Schweinsteiger | TV-Experte und Präsident Kings League Deutschland | |
Julio Dos Santos | Teamkoordinator Club Cerro Porteno (Paraguay) | |
Hasan Salihamidzic | Funktionär (derzeit vereinslos) & Präsident No Rules FC (Kings League) | |
Sebastian Deisler | k.A. | |
Ali Karimi | Politik | |
Mehmet Scholl | u.a. in der Musikbranche | |
Lukas Podolski | Angriff | Unternehmer, Investor und Funktionär |
Roy Makaay | Cheftrainer FC Bayern World Squad | |
Claudio Pizarro | Klubrepräsentant FC Bayern | |
Roque Santa Cruz | noch aktiv (Club Nacional Asuncion / Paraguay) | |
Stefan Maierhofer | Trainer (Kremser SC / Regionalliga Österreich) | |
Louis Ngwat-Mahop | Co-Trainer (SCR Altach / Bundesliga Österreich) |
*Stand 06.10.2026*
