Die Verletzung von Albert Grönbaek ist für den Hamburger SV ein schwerer Schlag. Der Däne war bis jetzt als Halbzehner im 3-4-2-1-System gesetzt und glänzte zuletzt gegen den 1. FC Köln mit zwei Assists. Nun stellt sich für Merlin Polzin die Frage, wie er die nächsten Wochen ohne die Dienste des 25-Jährigen auskommt. Während Vieira gesetzt ist, kommen auf der zweiten Offensiv-Position im Mittelfeld mehrere Optionen infrage.
Das Hamburger Abendblatt geht davon aus, dass sich Polzin am jeweiligen Gegner orientieren wird. Möglich wäre es, den laufstarken und kreativen Neuzugang Martin Adeline neben Vieira aufzubieten, der als Mittelfeld-Allrounder auch defensive Aufgaben übernehmen kann. Alternativ könnten Angreifer wie Patson Daka oder Otto Stange eher eine Art hängende Spitze geben.
HSV: Darf Muheim in einer offensiven Rolle ran?
Unter dem Strich haben die drei Kandidaten in dieser Saison aber allesamt noch keine Bäume ausgerissen. Folgerichtig könnte es auch zu einer überraschenden Entscheidung kommen. Unwahrscheinlich ist es, dass Bilal Nadir oder Albert Sambi Lokonga nach vorne gezogen werden. Dafür wäre es theoretisch möglich, mit Miro Muheim einen sehr offensiv ausgerichteten Außenverteidiger als Halbzehner zu bringen. Der Schweizer hatte zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und musste seinen Stammplatz als linker Schienenspieler abgeben.
Die Verletzung von Grönbaek könnte Muheim eine weitere Chance liefern, zurück in die Startformation zu finden. Ein positiver Nebeneffekt bei der Sache wäre, dass Muheim ein Spezialist für Standardsituationen ist und demnach auch bei ruhenden Bällen eine Lücke schließen könnte.
Adeline ist der Favorit als Grönbaek-Ersatz
Die besten Karten dürfte dennoch Adeline haben, der von allen Kandidaten am besten ins System passt. Der Neuzugang hatte bis jetzt zwar noch ein paar Probleme und geriet zuletzt ein wenig ins Hintertreffen, gilt aber als großes Versprechen für die Zukunft. Auf transfermarkt.de hat der 22-Jährige immerhin einen Marktwert von zehn Millionen Euro.
Der HSV gastiert nach der Länderspielphase in Hoffenheim, ehe die Spiele gegen den VfB Stuttgart und Paderborn anstehen. Das Match gegen den SCP (24. Oktober) wäre der früheste realistische Comeback-Zeitpunkt für Grönbaek.
