Eigentlich sah der Plan von Eintracht Frankfurt vor, Arnaud Kalimuendo nach dessen Leih-Aufenthalt in der vergangenen Rückrunde fest zu binden. Die Ausstiegsklausel war den SGE-Verantwortlichen jedoch zu teuer und auch anderweitig kam es zu keiner Einigung, obwohl die Verhandlungen lange liefen.
Leidtragender der Situation ist vor allem Kalimuendo selbst. Denn dieser musste schlussendlich bei Nottingham Forrest bleiben, wo er schon zuvor einen schweren Stand hatte.
Kalimuendo zuletzt meist nicht im Kader
Dies hat sich auch in der noch jungen Spielzeit 2026/27 unter Ex-Eintracht-Trainer Oliver Glasner bislang nicht geändert. Der Franzose stand zwar einmal im Pokal in der Startelf, hat jedoch in der Premier League nur eine mickrige Minute abbekommen. Eine Torbeteiligung gelang dem bis 2030 gebundenen Angreifer nicht.
Viel schlimmer noch: Kalimuendo tauchte nach dem ersten Spieltag nur noch ein einziges Mal im Kader auf und musste ansonsten das Geschehen von der Tribüne aus verfolgen. In der Sturm-Hierarchie ist Kalimuendo nach Liam Delap, Igor Jesus und Chris Wood nur die Nummer vier. Da stellt man sich natürlich schon die Frage, warum der England-Klub bei den Verhandlungen eine solch harte Schiene gefahren hat. Ein Stürmer, der fast nur auf der Tribüne sitzt, verliert in Windeseile an Marktwert, selbst wenn er erst 24 Jahre alt ist.
Sollte sich an der Situation bis zum Winter nichts weiter verändern, dürfte der Stürmer auf einen Wechsel oder zumindest ein Leihgeschäft pochen. Bietet sich also eine weitere Chance für die Eintracht?
Frankfurt-Angreifer aktuell in Torlaune
Möglich wäre dies schon, jedoch stellt sich die Frage nach dem Bedarf. Zwar hat die SGE mit Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib derzeit nur zwei klare Mittelstürmer im Kader, jedoch sind beide fit und treffen wie am Fließband. Hinzu kommt, dass Adi Hütter nicht mehr durchgehend mit zwei Stürmern spielt, sondern auch schon auf eine Ein-Mann-Spitze gesetzt hat, wodurch Ebnoutalib auf der Bank saß. Auch die hängenden Spitzen Can Uzun und Ritsu Doan zeigen derzeit starke Leistungen.
Stand jetzt kristallisiert sich heraus, dass die SGE nicht in der Offensive, sondern eher auf anderen Positionen Handlungsbedarf hätte. Dies gilt vor allem für die Außenverteidiger-Positionen. Ein Kalimuendo-Deal wäre wohl nur sinnvoll, wenn sich Burkardt oder Ebnoutalib verletzen und länger ausfallen.
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