Maximilian Beier galt eigentlich als klarer Angreifer, als er vor gut zwei Jahren von Hoffenheim nach Dortmund wechselte. Beim BVB spielt Beier jedoch gefühlt überall mal, aber nur selten in der Spitze. Der 23-Jährige kam zuletzt häufiger als Schienenspieler zum Einsatz und hat sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite das Vertrauen von Niko Kovac erlangt.
Eine Perspektive hat der Rechtsfuß eher auf der linken Seite, da er hier mit Daniel Svensson im Vergleich zu Julian Ryerson auf der rechten Seite den etwas schwächeren Konkurrenten hat.
Es gibt allerdings auch einige kritische Stimmen, was die Kovac-Idee betrifft, Beier auf die linke Seite zu setzen. Nach der eher blassen Leistung von Beier beim Spiel in Bodö wurden diese zuletzt lauter. Im Rahmen der Pressekonferenz gab Kovac auf entsprechende Nachfrage jedoch eine klare Antwort. "Wer sind diese vielen Menschen? Wir müssen die Dinge ins rechte Licht rücken. Wir können eine Minderheit nicht zur Mehrheit machen. Das ist heutzutage leider allzu üblich", verdeutlichte er seinen Blickwinkel auf die Positions-Diskussion, die sich seiner Meinung nach gar nicht so viele stellen.
Kovac lobt die Flexibilität von Beier
Kovac ist überzeugt davon, dass Beier dem Team auch als linker Schienenspieler helfen kann. "Ich bin der Trainer, ich weiß, wozu Maxi fähig ist, und ich spreche auch mit ihm. Er hat schon eine Menge wirklich guter Leistungen gezeigt. Ich fand, er hat sich defensiv gut geschlagen", erteilte er Beier für seinen letzten Auftritt gegen Bodö/Glimt ein Lob.
"Offensiv war es für uns als Team insgesamt ein bisschen mühsam. Man kann nicht nach nur einem Spiel urteilen. Maxi macht das wirklich gut", gab der BVB-Coach außerdem zu verstehen.
Die Borussen hatten bei der 0:1-Pleite in Norwegen eine kollektiv schwache Leistung gezeigt. Beier gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe und war an keinem Torschuss beteiligt. Dies bedeutet aber nicht, dass Kovac seinen Schützling künftig nicht mehr in einer solchen Rolle bringen wird. Der Spieler selbst ist jedenfalls bereit, jegliche Rollen anzunehmen, um auf eine möglichst hohe Spielzeit zu kommen.
"Er nimmt alles, was ich ihm sage, auf. Wenn es sein müsste, würde er sofort ins Tor gehen. Ich werde das also nicht hinnehmen. Das ist mir zu einfach gestrickt", erteilte er Beier ein Lob und rüffelte die Kritiker, die es als allgemeinen Tenor verkaufen wollen, dass der Spieler nicht auf die linke Seite gehört.
Beier-Statistik gibt Kovac Recht
Die Zahlen sprechen dafür, dass Kovac durchaus im Recht ist. Beier kam für die Borussen neunmal als linker Schienenspieler zum Einsatz und markierte dabei zwei Tore und fünf Assists. Als Linksaußen brachte er es auf vier Torbeteiligungen in fünf Spielen. Bedenkt man nun, dass er in insgesamt 99 Dortmund-Pflichtspielen nur 40 Scorer-Punkte sammeln konnte, zeigt sich ganz klar, dass er auf der linken Seite am effektivsten ist.
Selbst dann, wenn seine Rolle etwas defensiver ist, funktioniert er besser als im Angriff oder auf Rechtsaußen. Beier scheint grundsätzlich auch davon zu profitieren, dass er auf dem Flügel etwas mehr Platz hat und seine Laufstärke ausspielen kann. Das Spiel gegen Bodö/Glimt kann man also unter dem Strich als Ausrutscher abstempeln.
