Der Vereinsname Manchester United hat im Weltfußball eigentlich großes Gewicht, doch der englische Erstligist wird seiner Rolle seit Jahren nicht mehr gerecht und läuft den eigenen Ansprüchen massiv hinterher. Abgesehen von einigen kurzen Zwischenhochs ist der Tiefflug der Red Devils bemerkenswert und sorgt auch in der laufenden Saison für mächtig Frust bei den eigenen Fans.
So schlecht wie seit fast 40 Jahren nicht
Nach der jüngsten 0:2-Pleite gegen den FC Chelsea am gestrigen Samstag rutscht Manchester United immer tiefer in die Krise und schreibt dabei sogar Negativgeschichte.
Das Team von Trainer Michael Carrick baute gegen die Blues die traurige Serie an Spielen ohne Sieg weiter aus und ist nun seit wettbewerbsübergreifend neun Pflichtspielen ohne eigenen Erfolg. Das hat es beim ruhmreichen Top-Klub seit 38 Jahren nicht mehr gegeben! Letztmals präsentierten sich die Red Devils 1988 in einer derart desolaten Verfassung.

Den letzten Sieg landeten die Red Devils am 10. September gegen den Sabah FK in der Champions League. Nach dem 4:0-Triumph über den Fußballzwerg aus Aserbaidschan verlor Manchester aber sechs von neun Spielen und erreichte nur noch drei Unentschieden. In der englischen Premier League steht man nach neun Spieltagen auf einem bitteren 17. Tabellenplatz und somit in unmittelbarer Nähe zur Abstiegszone.
Auflösungserscheinungen: United-Star kämpft mit den Tränen
United-Kapitän Bruno Fernandes konnte seine Emotionen angesichts der aktuellen Schieflage nicht verbergen und soll sogar mit den Tränen gekämpft haben. Carrick versuchte den Mittelfeldspieler aufzubauen und sagte über seinen portugiesischen Führungsspieler: "Er bringt uns mit seiner Erfahrung so viel. Er hat hier viel durchgemacht, viel erreicht und gezeigt, was er der Mannschaft bringen kann."

Mit der anhaltenden Negativserie rückt aber auch die Personalie Carrick immer weiter in den Fokus. Nach dieser sieglosen Serie mit nur sechs eigenen Treffern bei 18 Gegentreffern wackelt der Stuhl des einstigen United-Stars wohl gewaltig - trotz der Rückendeckung der letzten Wochen.
