Eintracht Frankfurt sucht nach dem Blitz-Abschied von Markus Krösche nach einem neuen Sportchef. Ex-SGE-Profi Christoph Spycher wurde zuletzt als Wunschkandidat gehandelt. Der 48-Jährige hat mittlerweile aber endgültig abgesagt, wie am Mittwoch Sky und Bild übereinstimmend berichten. Spycher bleibt demnach Sportvorstand bei den Young Boys.
Sky berichtete zudem, dass es nun zwei neue Top-Kandidaten in Frankfurt gäbe: Zum einen Marcel Schäfer, der aktuell Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig ist. Zum anderen Joti Chatzialexiou, Sportvorstand des 1. FC Nürnberg, der schon von Beginn an zum engeren Kandidatenkreis gehört haben soll.
Gegenüber der Bild hatte der gebürtige Frankfurter Mitte Oktober das angebliche Eintracht-Werben noch heruntergespielt: "Es ist sicherlich eine Wertschätzung meiner Arbeit, zu diesem Kandidatenkreis zu gehören, allerdings gibt es mit Eintracht Frankfurt keinerlei Vereinbarungen und keinen Kontakt. Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasse, der Fokus liegt auf dem FCN."
Chatzialexiou der "klare Favorit"
Anfang August hatte Chatzialexiou seinen Vertrag in Nürnberg noch verlängert. Mittlerweile scheint aber immer deutlicher zu werden, dass ein zeitnaher Wechsel nach Frankfurt doch passieren könnte. Laut Bild ist der 50-Jährige demnach nun der "klare Favorit" der Eintracht-Bosse.
Schäfer hingegen soll kein Thema mehr sein. Es wäre ohnehin die Frage, warum der 42-Jährige seinen Posten als RBL-Sportchef für die ähnliche Aufgabe in Frankfurt verlassen sollte. Aus dem Rennen ist laut Bild auch Augsburgs Benjamin Weber.
Nach dem laut Plettenberg „Aus“ für Christopher Spycher als Nachfolger für Markus Krösche darf nun davon ausgegangen werden, dass Joti Chatzialexiou in der Pole ist. Der gebürtige Frankfurter soll dann schon bald in seiner Geburtsstadt aufschlagen. Gespräche sind weit…
— Inside Eintracht FFM (@inside_ffm) October 28, 2026
FCN reagiert auf Chatzialexiou-Gerüchte
Beim FCN hat man auf Bild-Nachfrage bereits Stellung zu den Chatzialexiou-Gerüchten genommen. "Wir sind sehr froh, dass Joti bei uns im Verein ist. Die Zusammenarbeit im Vorstand läuft hervorragend, in der gemeinsamen Zeit hat sich in seinem Bereich beim 1. FC Nürnberg sehr viel in die positive Richtung entwickelt. Dass dadurch andere Vereine auf ihn aufmerksam werden und sich mit ihm beschäftigen, ist eine Wertschätzung seiner Arbeit und bestätigt uns erneut darin, dass wir mit seiner Verpflichtung im Sommer 2024 richtig gelegen haben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es keine Kontaktaufnahme durch Eintracht Frankfurt", heißt es vom Klub.
Krösche-Millionen finanzieren Nachfolger
Ein klares Wechsel-Veto dürfte anders klingen. Klar ist aber, dass die Eintracht für Chatzialexiou eine Ablöse zahlen müsste. Laut Bild sei eine "Summe im unteren einstelligen Millionenbereich" im Gespräch. Finanziert werden könnte sie mit der Ablöse für Krösche, der spätestens im Winter vor einem Engagement bei der AC Mailand steht. 3,5 bis fünf Millionen Euro winken dann für den langjährigen Sportvorstand.
