Zum Sieg reichte es für den SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn am Ende nicht. Das Loch, das sich die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit gegraben hatten, war zu groß. Am Ende hieß es 2:2 und Werder nahm immerhin noch einen Punkt mit nach Hause.
Dass es überhaupt dazu kam, lag mal wieder an Niclas Füllkrug. Der Rückkehrer traf auch im fünften Bundesliga-Spiel in Folge, bis zum Rekord von Rudi Völler fehlen ihm nur noch zwei Partien. Füllkrug gibt Werder dauerhaft Gefahr – etwas, das auch Bundestrainer Jürgen Klopp dringend gebrauchen kann.
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Denn wenn bei den Länderspielen (die Partie gegen Serbien ausgenommen) eins auffiel, dann, dass die DFB-Elf im Angriff wenig Durchschlagskraft entwickelte. Insbesondere Nick Woltemade war hier erneut ein Totalausfall.
Füllkrug wiederum gibt dem DFB ein Profil als kantige und klassische Nummer neun, die es im Kader so nicht gibt. Damit erweitert er Klopps Möglichkeiten enorm, der bei Borussia Dortmund mit Robert Lewandowksi und beim FC Liverpool mit Roberto Firmino bereits gezeigt hat, dass er mit unterschiedlichen Stürmertypen erfolgreich sein kann.
Der beste deutsche Stürmer aktuell
Auf der anderen Seite kommt Klopp um Füllkrug allein schon aus Gründen des Leistungsprinzips nicht mehr herum. Der 33-Jährige ist der treffsicherste deutsche Stürmer und hat sich die Worte von DFB-Sportdirektor Rudi Völler zu Herzen genommen.
Dieser sagte nach Füllkrugs Partie in Dortmund: "Also wenn er solche Tore erzielt – warum nicht? Köpfen kann er, das ist schon mal Fakt." Zwar erzielte Füllkrug gegen Paderborn kein Kopfballtor, setzte die Bälle dafür zweimal trocken ins linke untere Eck.
Damit zeigte Füllkrug sein großes Repertoire an Torgefährlichkeit. Der Schritt zurück in die Nationalmannschaft muss jetzt der nächste logische Schritt sein, denn diese Kaltschnäuzigkeit, Durchsetzungskraft und Torquote bringt aktuell kein anderer deutscher Stürmer mit.
Nominierung als logische Konsequenz
Viele werden jetzt einwenden, dass Füllkrug mit 33 Jahren nicht mehr der jüngste ist, und es fraglich ist, ob er dieses Niveau halten kann, um auch für die EM in zwei Jahren ein ernstzunehmender Kandidat zu sein.
Das stimmt zwar, zum anderen allerdings hat sich Jürgen Klopp auf die Fahne geschrieben, zunächst einmal alle Spieler, die er spannend findet, einzuladen, um sich persönlich ein Bild von ihnen zu machen. Das war bei Felix Keitel oder Bambasé Conte so, warum dann also nicht auch bei Füllkrug, der zudem die Nationalmannschaft schon kennt?
Alles in allem muss der Name des 33-Jährigen beim nächsten Lehrgang also auf der Liste stehen, ansonsten würde sich Klopp sich selbst und seine Worte unglaubwürdig machen.
