Das Thema eines möglichen Ausscheidens von Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt waberte bereits seit Wochen und Monaten umher. Von einer internen Entfremdung war zuweilen die Rede, auch durch die Arbeit des nun ehemaligen Sportvorstandes. Nicht zuletzt die Freistellung von Dino Toppmöller, gefolgt von dem kurzen aber doch intensiven Missverständnis rund um Albert Riera, dürfte am Main für entsprechende Querelen gesorgt haben.
Nun ist Krösche nicht mehr bei der SGE im Amt. Und während er laut Transferexperte Fabrizio Romano erneut mit der AC Milan in Verbindung gebracht wird (90min berichtete), muss die Eintracht mit den Konsequenzen klarkommen.
Keine Beförderung für Hardung: Hellmann übernimmt vorerst die Krösche-Aufgaben
Die erste Frage, wer nun die Geschäfte und Aufgaben von Krösche übernimmt, ist bereits beantwortet worden: So ist es mit Timmo Hardung ausdrücklich nicht der Sportdirektor, der vorübergehend aufsteigt. Stattdessen wird Axel Hellmann interimsmäßig die Funktion von Krösche ausführen. Rund um den sich anbahnenden Transfer-Winter werden sie trotzdem eng zusammenarbeiten.
Dazu ist wohl davon auszugehen, dass auch Adi Hütter ein größeres Mitspracherecht haben wird, wenn es um mögliche Verstärkungen im Januar geht.
Klar ist derweil: Hellmann wird die Aufgaben des Sportvorstandes nur vorübergehend übernehmen, während Hardung in seiner Rolle als Sportdirektor bleiben soll. Eine interne Beförderung und somit die Neuanstellung auf der Direktoren-Ebene ist offenbar nicht angedacht.
Nachfolger-Suche läuft – auch Bobic ist ein Thema
Laut Christopher Michel, der insbesondere rund um Eintracht-Angelegenheiten eine zumeist sehr zuverlässige Quelle ist, geistern zurzeit mehrere Namen in Frankfurt umher. Einer davon ist Christoph Spycher.
Der 48-jährige Sportvorstand der Young Boys Bern stand als Spieler selbst jahrelang für die Eintracht auf dem Platz, befindet sich in der Schweiz aber in einer soliden Ausgangslage. Insbesondere Hellmann sol ihn und seine Arbeit schätzen.
Auch Gerüchte rund um eine mögliche Rückkehr von Fredi Bobic gibt es laut Michel. Das hänge auch nicht bloß mit seinem Auftritt als Sky-Experte beim vergangenen Heimspiel zusammen. Wie konkret dieses Thema ist, sei aber schwierig einzuschätzen, heißt es. Ebenso die Frage, wie schnell es in der Nachfolger-Frage gehen wird.
Zwar hat sich die Eintracht schon länger auf ein Krösche-Aus vorbereitet, doch insbesondere auf der Vorstands-Ebene sind solche Verpflichtungen nicht einfach. Das gilt vor allem dann, wenn etwaige Wunschkandidaten selbst noch bei anderen Klubs angestellt sind.
