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FC Bayern vor Schicksals-Runde: Darum droht gegen Magdeburg erneut eine böse Blamage

Der FC Bayern steht vor einer eigentlichen Pflichtaufgabe gegen den 1. FC Magdeburg. Doch die Vergangenheit zeigt: Selbstverständlich ist im DFB-Pokal nichts. Schon gar nicht in Runde zwei.
VonDominik Hager
Der FC Bayern muss eine Pflichtaufgabe gegen Magdeburg lösen
Der FC Bayern muss eine Pflichtaufgabe gegen Magdeburg lösen | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Der FC Bayern hat zwar in der letzten Saison den DFB-Pokal gewonnen, jedoch in den Jahren zuvor immer wieder heftige Blamagen hinnehmen müssen. 2020 stolperte man in der 2. Runde im Duell mit Holstein Kiel, ehe man 2021 gegen Gladbach eine 0:5-Packung kassierte. Im Jahr 2023 war völlig überraschend gegen den 1. FC Saarbrücken Schluss.

Man könnte also auf die Idee kommen, dass der FC Bayern die 2. Runde im DFB-Pokal nicht sonderlich gerne mag. Nun wartet mit Magdeburg ein Gegner, gegen den sich die Bayern in der Saison 2000/01 schon mal blamiert haben. Und wer hätte es gedacht? Bei dem Match handelte es sich auch um eine Zweitrunden-Partie.

Doch droht dem FCB am heutigen Mittwoch (20:45 Uhr) das nächste Pokal-Fiasko? Wir blicken auf vier Gründe, warum die Gefahr definitiv vorhanden ist.

1. Ballon-d'Or-Ehrung, BVB und Pokal ist eine schwierige Kombi

Harry Kane
Jeff Spicer - UEFA/GettyImages

Der Jubel bei den Bayern war groß, als Harry Kane am späten Montagabend mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet wurde. Die Bayern waren mit einer großen Delegation am Start. Unter anderem zählten hierzu auch Michael Olise, Luis Diaz, Dayot Upamecano und Lennart Karl.

Es ist nicht so leicht, an einem Abend bei der prestigeträchtigsten Auszeichnung der Fußballwelt anwesend zu sein und dann auch noch feiern zu dürfen und keine 48 Stunden später im DFB-Pokal gegen einen Zweitligisten auf dem Platz zu stehen.

Einen schärferen Kontrast gibt es kaum. Eigentlich sollten die Bayern wissen, dass man trotz der Errungenschaften nicht überheblich werden darf. Aber wie leicht funktioniert das, wenn man gerade erst auf der ganz großen Bühne stand? Gegen Magdeburg müssen vor allem die Grundtugenden wie Mentalität, Laufbereitschaft und Zweikampfhärte stimmen. Man darf gespannt sein, ob man den Fokus schnell genug wieder auf das Wesentliche richten kann.

Sicherlich ist dabei auch nicht von Vorteil, dass am Samstag das Top-Duell gegen Dortmund wartet und in der Champions League ein wichtiges Spiel in Madrid gegen Atletico ansteht. Da kann ein Spiel gegen einen Zweitligisten schon mal zu sehr in den Hintergrund geraten.

2. Bayern hat weiterhin Personalsorgen

FC Bayern München v Arsenal FC - UEFA Champions League 2026/27 League Phase MD3
Leonhard Simon/GettyImages

Die personelle Situation hat sich im Vergleich zum Wochenende kaum entspannt. Weder Vincent Kompany noch Joshua Kimmich werden nach ihren persönlichen Dramen in der letzten Woche beim Spiel dabei sein. Selbiges gilt für Jamal Musiala, dessen Muskelfaserriss-Verletzung schon über einen Monat andauert. Selbstredend wird auch Luis Diaz nach seinem leichten Muskelbündelriss ausfallen.

Bei Aleksandar Pavlovic und Kim min-jae besteht Hoffnung auf einen Einsatz. Entschieden ist die Sache aber noch nicht. Bei Manuel Neuer deutet alles auf einen erneuten Ausfall hin. Klar ist: Der FC Bayern wird ersatzgeschwächt in das Pokal-Match gehen.

3. Der FC Bayern ist nicht stabil - vor allem gegen Underdogs

Michael Olise
Marius Nordnes / Nordnes Foto/GettyImages

Der FC Bayern ist im bisherigen Saisonverlauf noch nicht so souverän und stabil wie in der Vorsaison. In den letzten Wochen waren einige Schwankungen festzustellen. Insbesondere in den Spielen gegen die eigentlichen Underdogs taten sich die Münchner schwer.

Begonnen hat das bereits mit dem 0:0 gegen den FC Schalke. Anschließend konnten die Münchner auch Viking FK und den FC Augsburg nicht besiegen. Gegen Elversberg gab es auch nur ein knappes 2:1. Individuelle Fehler und ein Spielsystem, welches bei Undiszipliniertheiten zum Problem werden kann, sind Gefahrenquellen für die Münchner. Selbst bei den Erfolgen gab es teilweise eklatante Unterschiede zwischen den Leistungen in Durchgang eins und Durchgang zwei.

4. Magdeburg hat Selbstvertrauen

1. FC Magdeburg - Karlsruher SC
picture alliance/GettyImages

Der 1. FC Magdeburg war in den letzten Jahren meist in den unteren Regionen in der 2. Bundesliga vorzufinden, jedoch sieht das in der laufenden Saison anders aus. Magdeburg ist auf Platz fünf zu finden und stellt die drittbeste Offensive. Beim furiosen 6:1-Sieg gegen den KSC war zu sehen, welche Power das Team entfachen kann.

Mit einem solchen Positiv-Erlebnis reist man natürlich mit einer breiteren Brust in die Allianz Arena. Ein möglicherweise ganz wichtiger Faktor für den Underdog.

FC Bayern vs. 1. FC Magdeburg: Ein Faktor spricht ganz klar gegen eine Sensation

Mal abgesehen davon, dass der FC Bayern auf allen Positionen deutlich stärker besetzt ist, kommt ihnen auch entgegen, dass die Partie zu Hause stattfindet. Die Münchner Stolperer in der laufenden Saison erfolgten allesamt auswärts. In der Allianz Arena haben die Bayern abgesehen vom 2:2-Remis gegen den FC Arsenal alle Pflichtspiele gewonnen. Die peinlichen Pokal-Schlappen der letzten Jahre fanden ebenfalls alle auswärts statt.

Das zweite Problem: Magdeburg besticht durch seine Heimstärke. Der Zweitligist führt derzeit die Heimtabelle an, liegt in der Auswärtstabelle aber mit vier Punkten aus vier Spielen nur dem neunten Platz.

All das deutet darauf hin, dass das Gefahrenpotenzial für die Bayern um ein Vielfaches höher gewesen wäre, wenn das Match in Magdeburg stattfinden würde. Doch der Pokal schreibt - wie man weiß - seine eigenen Gesetze...


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