Der FC Bayern steht vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid unter Zugzwang. Nach den beiden Remis bei Viking FK und gegen den FC Arsenal dürfen sich die Münchner keine Patzer mehr erlauben, um eine gute Ausgangsposition in der Königsklasse zu bewahren.
Leichter gesagt als getan, zumal die Bayern mit reichlich Personalsorgen nach Madrid reisen. Insbesondere in der Offensive sorgen die Ausfälle von Jamal Musiala, Ismael Saibari, Luis Diaz und Serge Gnabry für einen Engpass. Dennoch darf man die Münchner keineswegs unterschätzen. Das Team ist stark genug, auch in Madrid einen Dreier einzufahren.
Mit diesen 4 Maßnahmen klappt es mit einem Auswärtssieg
1. Der FC Bayern muss seiner DNA treu bleiben

Viele Ausfälle in der Offensive sowie ein Auswärtsspiel in der Champions League bei einem starken Gegner sind eigentlich schon genügend Gründe, um ein wenig passiver und abwartender zu agieren.
Genau diesen Fehler darf der FC Bayern aber auf keinen Fall machen. Die Bayern müssen ihrer eigenen DNA treu bleiben, was bedeutet, dass sie genauso offensiv und angriffslustig spielen müssen, wie sonst auch immer. Es macht weder Sinn, mit vier bis fünf Außenverteidigern gleichzeitig auf dem Platz zu stehen noch ist es ratsam, sich in der Defensive zu verstecken. Dann lieber Offensivkräfte wie Lennart Karl bringen.
Es mag Teams geben, die durch eine destruktive Spielweise den Laden dicht halten können. Der FC Bayern gehört jedoch nicht dazu. Die Münchner sind deutlich stärker, wenn sie versuchen, dominant und selbstbewusst aufzutreten und ihr Können in der Offensive zur Schau zu stellen.
Ohnehin muss der FC Bayern auf einen Sieg spielen. Im Falle eines Remis wäre die direkte Qualifikation für das Achtelfinale zwar womöglich noch machbar, jedoch würde man es wohl nur noch auf die Ränge sieben oder acht schaffen. Dies ist nicht unbedingt ratsam, da in diesem Szenario der Erst- oder Zweitplatzierte der Ligaphase im Viertelfinale warten könnte.
Gewinnt man, könnten die Bayern womöglich auch noch die Ränge drei bis sechs in Angriff nehmen.
2. Michael Olise muss spielen - wenn irgendwie möglich

Während in der Offensive zahlreiche Kräfte ausfallen, wird Michael Olise nach Madrid reisen und wohl auch spielen können. Dies wäre eminent wichtig. Mit dem Franzosen steht und fällt vieles, weil er für die Zaubermomente sorgen kann und muss.
Auf nach Madrid! 🇪🇸
— FC Bayern München (@FCBayern) November 2, 2026
Unser Kader für das #UCL-Duell gegen Atlético. ✨ pic.twitter.com/8mvXj2vKRU
Olise ist als Unterschiedsspieler gefragt, als die treibende Kraft, die der Atlético-Abwehr Schmerzen bereiten kann. Der Franzose zieht zudem stets mehrere Gegenspieler auf sich, wodurch sich Räume für die Spieler bieten können, die auch ein wenig mehr Platz brauchen. Zu nennen wären Alphonso Davies und Konrad Laimer, die als Außenverteidiger ordentlich anschieben und auch selbst gefährlich werden können.
Ist Olise einigermaßen bei Kräften, ist er neben Harry Kane der große Hoffnungsträger der Bayern. Klar ist: Derartige Topstars hat Atlético, das mehr über das Kollektiv kommt, nicht in den eigenen Reihen.
3. Tom Bischof gehört in die Startelf

Auf Tom Bischof ist immer Verlass. Fallen im zentralen Mittelfeld Joshua Kimmich oder Aleksandar Pavlovic aus, erfüllt Bischof seine Rolle, ohne es merklich schlechter zu machen als seine Kollegen.
Dennoch bleibt dem Youngster meist nur ein Bankplatz, wenn seine Kollegen fit sind. Genau dieses Schicksal droht Bischof auch gegen Atlético. Es würde jedoch absolut Sinn ergeben, Bischof von Beginn an auflaufen zu lassen - und zwar gemeinsam mit Kimmich und Pavlovic. Als Trio könnten sie im Mittelfeld Dominanz ausstrahlen und ihre Spielstärke nutzen, um Akzente nach vorne zu setzen.
Bischof kann dabei durchaus auch immer wieder in die Rolle des Zehners schlüpfen. Der Ex-Hoffenheimer ist handlungsschnell, spielt mutige Pässe und kann aus der Distanz für Gefahr sorgen. Allesamt Komponenten, die in einer solchen Rolle wichtig sind.
Zuletzt durfte sich Nathaniel Brown häufiger auf der Zehner-Position probieren. Dies hat zu Saisonbeginn zunächst gut geklappt, jedoch wurde inzwischen deutlich, dass Brown außen besser aufgehoben ist als im Zentrum.
4. Tah sollte für Kim spielen

Zuletzt bekam Kim min-jae häufiger den Vorzug im Duell mit Jonathan Tah. Der Südkoreaner bedankte sich meist auch mit starken Leistungen dafür. Beim Spiel gegen Dortmund wurde jedoch ein altes Problem mal wieder aufgedeckt.
Kim ist im Spielaufbau schlichtweg nicht sonderlich überzeugend. Denken wir nur an den Horror-Pass auf Dayot Upamecano vor dem aberkannten BVB-Treffer. Gerade in der Champions League und gegen einen Top-Gegner, der weiß, wie man im Pressing gegnerische Abwehrreihen unter Druck setzt, ist Jonathan Tah mit seiner Ruhe am Ball besser geeignet.
FC Bayern: So sollte die Aufstellung gegen Atlético aussehen:
Manuel Neuer - Konrad Laimer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Alphonso Davies - Aleksandar Pavlovic, Joshua Kimmich - Tom Bischof - Michael Olise, Lennart Karl - Harry Kane
Die Bayern sollten auf Stabilität im Zentrum und auf Schnelligkeit, Kreativität und Offensiv-Power auf der Außenbahn setzen. Daher macht es Sinn, Bischof als zusätzliche Unterstützung im Mittelfeld aufzustellen sowie mit Laimer und Olise sowie Davies und Karl auf zwei offensiv ausgerichtete Duos auf den Außen zu setzen.
