Der FC Bayern blickt auf eine absolute Horror-Woche zurück. Dies liegt weniger an den Geschehnissen auf dem Platz, sondern vielmehr an den schlimmen Ereignissen abseits davon. Vor dem Arsenal-Spiel am Mittwoch wurde die schreckliche Nachricht publik, dass der Vater von Joshua Kimmich völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Am Freitag folgte gleich der nächste Schock, weil der zuletzt an einem Virus-Infekt leidende Vincent Kompany auf dem Trainingsgelände zusammenbrach.
Doch nicht nur der trauernde Kimmich und der auf unbestimmte Zeit pausierende Kompany werden am Sonntagabend gegen Freiburg (ab 17:30 Uhr) nicht dabei sein. Auch andere Stars haben mit größeren und kleineren Wehwehchen zu kämpfen.
Wir werfen einen Blick auf die Ausfallliste und sehen uns an, wer wann zurückkehren dürfte.
1. Luis Diaz

Die Verletzung von Luis Diaz dürfte zu den unnötigsten Verletzungen seit längerer Zeit gehören. Der Kolumbianer war vor dem Arsenal-Spiel angeschlagen, kam dann aber doch als Joker ins Spiel und zog sich einen kleinen Muskelbündelriss zu. Ein unfassbares Ärgernis. Diaz wird voraussichtlich gut fünf Wochen fehlen. Der Bild zufolge geht man von mindestens einem Monat aus.
2. Aleksandar Pavlovic

Der Mittelfeld-Youngster steht nicht im Kader für das Freiburg-Spiel, jedoch muss man sich zumindest um ihn wohl keine größeren Sorgen machen. Pavlovic soll an einer kleinen Blessur an der Wade leiden. Der 22-Jährige war zwar auf dem Trainingsplatz anzutreffen, jedoch möchten die Münchner nichts riskieren. Beim Pokal-Match gegen Magdeburg (28. Oktober) könnte er wieder mit dabei sein.
3. Jamal Musiala

Bei Musiala ist ein Ende der Leidenszeit in Sicht. Der 23-Jährige, der sich am 24. Oktober einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, soll ganz behutsam aufgebaut werden. Daher ist er auch gegen Freiburg noch nicht dabei. Eberl kündigte zuletzt an, dass Musiala sein Comeback noch im Oktober geben werde. Demnach wäre eigentlich davon auszugehen, dass er entweder gegen Magdeburg oder Dortmund (31. Oktober) wieder mit dabei sein wird. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Tatsächlich ist die Ausfallzeit für einen Muskelfaserriss jetzt schon enorm lang.
4. Manuel Neuer

Auch bei Manuel Neuer scheint es nicht so richtig schnell vorwärts zu gehen. Die Sehnenreizung im Fuß hat sich als recht hartnäckig erwiesen. Eberl sprach jüngst davon, dass Flüssigkeit im Fuß gewesen sei. Neuer wird gegen Freiburg nicht dabei sein, könnte aber in absehbarer Zeit zurückkehren. Es ist fraglich, ob die Bayern gegen Magdeburg auf den 40-Jährigen zurückgreifen. Neuer wird aber alles dafür tun, gegen Dortmund wieder mit dabei zu sein.
5. Joshua Kimmich

Wann Joshua Kimmich zurückkehrt, kann nur er selbst entscheiden. Der 31-Jährige hat völlig unerwartet seinen Vater verloren und wird nach seinem Ausfall gegen den FC Arsenal auch gegen Freiburg fehlen. Kimmich ist ein absoluter Familienmensch, weshalb es klar ist, dass er nun auch in der schwierigen Zeit für seine Familie da sein möchte und der Fußball hinten ansteht. Es ist nicht davon auszugehen, dass Kimmich noch sonderlich viele Spiele verpassen wird, jedoch lässt sich das aus der Ferne nicht beurteilen. Bayerns Assistenztrainer Aaron Danks erklärte, dass Kimmich so viel Zeit bekommen werde, wie er benötigt.
6. Kim min-jae

Der Südkoreaner laboriert an einer kleinen Zerrung und ist deshalb gegen Freiburg nicht mit dabei. Normalerweise sollte die Blessur aber bald ausgeheilt sein und Kim zumindest gegen Dortmund zur Verfügung stehen.
7. Vincent Kompany

Bei all den Fragezeichen ist jenes um Vincent Kompany am größten. Der Bayern-Coach ist am Freitag zusammengebrochen und wurde in eine Klinik geflogen. Noch sind längst nicht alle Details bekannt, jedoch erklärte Max Eberl immerhin, dass der Zustand des Trainers stabil sei. Wann er an die Seitenlinie zurückkehren und die Mannschaft wieder so wie gewohnt betreuen kann, ist noch ungewiss.
"Er wird alle Zeit bekommen. Wir fangen nicht an, irgendwelche Zeitkorridore aufzubauen. Wir müssen herausfinden, was es ist, und dann geht es darum, was die Recoverzeit bedeutet. Wir reden nicht von Tagen reden, sondern von Wochen. Das ist uns allen klar", machte Eberl im Rahmen der PK deutlich.
Klar ist, dass Kompany medizinisch bestens versorgt wird. Dennoch ist damit zu rechnen, dass der Belgier einiges an Zeit brauchen wird und gut auf seinen Körper hören muss. Der Bayern-Coach wird sich herantasten müssen und nicht von einem auf den anderen Tag wieder von null auf hundert Prozent zur Verfügung stehen.
