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Ex-Bayern-Juwel Aznou am Scheideweg seiner Karriere

Adam Aznou hat seit seinem Bayern-Abschied kaum noch gespielt. Nun steht er vor einer ganz entscheidenden Karrierephase.
VonDominik Hager
Adam Aznou durfte beim FC Everton nur selten ran?
Adam Aznou durfte beim FC Everton nur selten ran? | Jan Kruger/GettyImages

Adam Aznou zählte vor nicht sonderlich langer Zeit zu den spannendsten Bayern-Talenten. Der junge Außenverteidiger behielt jedoch nicht die Geduld und wollte trotz wohl mäßiger Trainings-Performances zu schnell Einsätze bei den Profis sehen. Folgerichtig kam es im Sommer 2025 zum Abschied aus München.

Der Premier-League-Klub FC Everton sicherte sich die Dienste des Marokkaners und überwies neun Millionen Euro in die bayerische Landeshauptstadt. Gingen zu diesem Zeitpunkt noch viele von einem Coup aus, stellt sich die Angelegenheit nun schon etwas anders dar.

Aznou beim FC Everton praktisch nicht gefragt

In seiner ersten Saison auf der Insel durfte er nur ein einziges Mal für die Profis ran. Aznou stand beim FA-Cup-Aus gegen Sunderland für 34 Minuten auf dem Platz und gab sogar eine Vorlage. Ansonsten wechselte Aznou zwischen Bank und Tribüne hin und her und spielte ab und an für die U21 von Everton.

In der laufenden Spielzeit erhielt Aznou acht weitere Pokal-Minuten, wurde dann aber an den FC Malaga nach Spanien ausgeliehen.

Dort hat der 20-Jährige jedoch ebenfalls einen unrunden Start hingelegt. Stand er nach seiner Ankunft am vierten Spieltag immerhin im Kader, fehlte er seitdem verletzungsbedingt. Der Außenverteidiger laboriert an Adduktorenproblemen und soll bis zum 30. September fehlen. Immerhin könnte er demzufolge nach der Länderspielpause wieder eingreifen.

Aznou noch ohne Einsatz für Malaga
Aznou noch ohne Einsatz für Malaga | © Screenshot Transfermarkt

Aznou muss in Spanien liefern

Für Aznou steht enorm viel auf dem Spiel. Sollte er sich auch in Malaga nicht durchsetzen können, wird es schwierig, überhaupt noch in einer Top-Liga den Anschluss zu finden. Der beim FC Barcelona ausgebildete Spieler war bereits in der vorletzten Saison als Leihspieler in La Liga aktiv. Damals stand er für Absteiger Real Valladolid auf dem Platz - und konnte immerhin ordentlich Einsatzzeiten abstauben. Womöglich ist das ein positives Indiz. Als feiner Techniker, aber körperlich nicht sonderlich robuster Spieler, dürfte er in Spanien deutlich besser klarkommen als in England. Nur muss er das jetzt auch beweisen.

Am grundsätzlichen Potenzial fehlt es Aznou an sich nicht. Bislang war er jedoch nicht der Typ, der die berühmte Extrameile geht, um sich durchsetzen zu können. Beim FC Bayern soll er im Training nicht die nötige Leistungsbereitschaft an den Tag gelegt haben, um sich Chancen bei den Profis zu verdienen. Meist sind solche Geschichten ein schlechtes Zeichen - auch für den weiteren Karriereverlauf.


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