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Ex-Barça-Flirt und Werder-Rückhalt: Was macht eigentlich Jiri Pavlenka?

In seiner Prime gehörte Jiri Pavlenka zu den besten Keepern der Bundesliga und weckte sogar Barça-Interesse. Wie läuft es für den Torhüter nach dem Werder-Abschied 2024?
VonSimon Zimmermann
Jiri Pavlenka hütet seit 2024 das Tor in Thessaloniki
Jiri Pavlenka hütet seit 2024 das Tor in Thessaloniki | Jose Manuel Alvarez Rey/GettyImages

Sieben Jahre stand Jiri Pavlenka zwischen den Pfosten von Werder Bremen. Überwiegend war es zwischen Grün-Weiß und dem tschechischen Keeper eine Erfolgsstory. Gerade zu Beginn seiner Zeit an der Weser entwickelte sich Pavlenka schnell zu einem der besseren Schlüssmänner der Bundesliga.

Im Sommer 2017 hatte der SVW Pavlenka für drei Millionen Euro Ablöse von Slavia Prag losgeeist. Am Osterdeich schnappte sich der1,96 Meter große Torhüter direkt die Nummer eins. Und gab diese lange nicht her. Selbst den bitteren Gang ins Unterhaus hatte Pavlenka mit angetreten.

Nachdem der sofortige Wiederaufstieg gelang, blieb Pavlenka noch zwei Spielzeiten an der Weser. 23/24 verlor er aber seinen Stammplatz an Michael Zetterer. Nach den ersten sieben Spieltagen fiel der Tscheche mit einer Adduktorenverletzung aus und musste im Anschluss auf der Bank Platz nehmen.

Pavlenka ging ablösefrei nach Griechenland

Weil sein Vertrag am Saisonende auslief, folgte die logische Trennung. Knapp drei Monate nach seinem Werder-Aus heuerte Pavlenka in Griechenland an. Bei PAOK Saloniki unterschrieb er für drei Jahre und war folglich wieder die Nummer eins – auch wenn er sich dafür etwas gedulden musste.

221 Pflichtspiele hatte der 21-fache tschechische Nationalkeeper für den SV Werder absolviert und dabei 345 Gegentore kassiert. In 41 Partien behielt Pavlenka die Weiße Weste.

In Thessaloniki dauerte es bis zum Ende seiner ersten Saison, ehe Pavlenka wieder zum Stammkeeper avancierte. Ganz unumstritten war er aber auch in der Spielzeit 25/26 nicht die Nummer eins. Das änderte sich in dieser Saison: In der Liga und in den Quali-Runden für den Europapokal stand Pavlenka immer zwischen den Pfosten.

Zum Restart nach der Länderspielpause fiel Pavlenka nun allerdings mit einer Schulterverletzung aus. Wann er wieder im PAOK-Kasten stehen kann, ist offen.

Auch, wie es für ihn nach der laufenden Saison weitergeht. Im kommenden Sommer endet sein aktueller Vertrag. Wie und wo der 34-Jährige dann seine Karriere fortsetzt, ist noch nicht klar abzusehen.

Pavlenka weckte in seiner Prime sogar Barça-Interesse

Die ganz großen Klubs dürften für den Routinier nicht mehr in Reichweite sein. Pavlenkas geschätzter Marktwert ist mittlerweile auf 700.000 Euro abgesunken. Bis Ende 2019 lag dieser noch bei zwölf Millionen Euro. Pavlenka war damals in der Prime seines Schaffens. Es gab 2018 sogar lose Gerüchte über das Interesse des FC Barcelona. Die Katalanen waren damals wohl daran interessiert, den SVW-Keeper als starke Nummer zwei hinter Marc-André ter Stegen zu verpflichten.

Doch Pavlenka blieb Werder noch lange treu. Und geht als einer der prägendsten Schlüssmänner der jüngeren Vergangenheit in die Bremer Vereinshistorie ein.


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