Die Saison ist noch jung und ein Blick in die Tabelle fällt entsprechend wenig aussagekräftig aus. Was aber schon weitaus interessanter ist, als die bisherige Ausbeute an Zählern, sind die sich im Hintergrund etablierenden Statistiken.
Das gilt auch für den FC Schalke, der nach den ersten vier Spieltagen bereits verschiedene und sehr interessante Werte vorzuweisen hat. Die Bild hat mehrere dieser Statistiken der Gelsenkirchener in den Fokus gerückt.
Zweikämpfe und Intensität stimmen weiterhin – vor dem gegnerischen Tor überzeugt Schalke überhaupt nicht
Dabei steht unter anderem die Zweikampfführung im Fokus – und der S04 überwindet einen vermeintlichen Widerspruch: Bislang haben nur zwei andere Klubs mehr Zweikämpfe geführt, nur fünf Klubs haben eine bessere Zweikampfquote vorzuweisen. Und gleichzeitig, trotz dieser hohen Anzahl an Duellen, hat die Mannschaft von Miron Muslic am wenigsten Fouls begangen und mit erst vier Gelben Karten die wenigsten Verwarnungen erhalten. Die Schalker führen also viele, aber offenbar auch sehr saubere und clevere Zweikämpfe.
Was ebenfalls mit den Zweikämpfen zusammenhängt: Es gibt in der Bundesliga keine Mannschaft, die einen im Durchschnitt so geringen Abstand zum Ball hat. Die Rechnung dabei ist einfach: Je geringer der Abstand zum Ball und somit zum Spielgeschehen ist, desto eher und besser können die Duelle geführt werden. Ein vermeintlich einfaches Rezept, das bisher aufzugehen scheint.
In der Abwehr hat Königsblau derweil absolute Top-Werte vorzuweisen: Nikola Katic hat mit 67,5 Prozent aller gewonnenen Duelle den viertbesten Wert der Liga, Timo Becker folgt mit 66,7 Prozent bereits auf Rang sechs.

In der Intensität behält der S04 ebenfalls die guten Faktoren bei. Während Soufiane El-Faouzi mal wieder an der Liga-Spitze der gelaufenen Gesamtdistanz steht, konnte sich Satoshi Tanaka – obwohl er am ersten Spieltag keine einzige Einsatzminute sammelte – bereits auf den intern fünftbesten Platz laufen. Adil Aouchiche hat ligaweit die zweitmeisten intensiven Läufe, die siebtmeisten Sprints. Der Algerier ist nicht nur der offensive Dreh- und Angelpunkt, sondern auch ein wahrer Kämpfer.
Weitaus weniger erfreulich: Vor dem gegnerischen Tor fehlt Schalke zweifelsohne die Effizienz. Geht es nach dem 'expected Goals'-Wert, hat keine andere Mannschaft eine größere Diskrepanz zwischen den eigentlich herausgespielten Toren und der tatsächlichen Anzahl der Treffer (90min berichtete bereits vor ein paar Wochen). Die Bild führt ein Minus von 1,58 xG aus, das aber noch weitaus geringer ausfällt als das Minus, das mehrere Statistik-Portale für den S04 ausweisen.
