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CL-Rekordwert: Dieser Bayern-Star ist der heimliche Gewinner des Atleti-Spiels

Der FC Bayern hat eine herausragende Leistung in Madrid gezeigt. Über diesen heimlichen Star des Spiels spricht kaum einer.
VonDominik Hager
Tom Bischof hat im Spiel gegen Atlético Madrid herausragend performt
Tom Bischof hat im Spiel gegen Atlético Madrid herausragend performt | S. Stingl/GettyImages

Nach dem überzeugenden 2:0-Erfolg in der Champions League bei Atlético Madrid sind vor allem die Namen Konrad Laimer, Dayot Upamecano und Lennart Karl in aller Munde. Doch der heimliche Gewinner aus Bayern-Sicht ist ein anderer: Tom Bischof!

Der 21-Jährige tauchte völlig überraschend in der Startelf auf und konnte seine Chance zu 100 Prozent nutzen. Wie aus der Statistik-Datenbank von WhoScored hervorgeht, hat Bischof gegen die Madrilenen sechs erfolgreiche Tacklings gesetzt und damit einen Rekord in der laufenden Champions-League-Saison aufgestellt.

FC Bayern: Bei Tom Bischof trügt der Schein

Zwar ist Bischof weder sonderlich groß noch athletisch und gibt im Vergleich zu anderen zentralen Mittelfeldspielern eher eine "bubihafte" Erscheinung ab, jedoch trügt der Schein gewaltig. Bischof kann im zentralen Mittelfeld ordentlich abräumen und wichtige Duelle für sich entscheiden.

Der Youngster ist ungemein clever und konsequent in der Zweikampfführung und erinnert mit seinen sauberen Grätschen ein wenig an Philipp Lahm. Bischof weiß zudem, wie er seinen Körper einzusetzen hat, auch wenn er mal nicht der Gewichtsklasse seines Gegenspielers angehört.

Bischof brilliert mit herausragenden Statistiken

Giuliano Simeone, Tom Bischof
Tom Bischof spielte mit vollem Körpereinsatz | Soccrates Images/GettyImages

Neben den sechs Tackles verzeichnet die Plattform Sofascore bei Bischof zehn Defensivaktionen, fünf Balleroberungen, jeweils zwei abgefangene Bälle und klärende Aktionen und eine Zweikampfquote von knapp 78 Prozent. All das sind herausragende Werte.

Auch im Spiel mit dem Ball konnte er mit einer Passquote von 88 Prozent, einigen mutigen Bällen nach vorne und drei Torschussvorlagen überzeugen. Insgesamt berührte er 94-mal das Leder.

Während Nebenmann Joshua Kimmich das Spielgerät oft relativ lange am Fuß hielt, suchte Bischof meist schneller seine Mitspieler. Unter dem Strich war er ein ganz entscheidender Mann für die klare Dominanz der Bayern.

Bischof ist auf Augenhöhe mit Pavlovic und Kimmich

Bischof hat einmal mehr bewiesen, dass er mehr als nur der Ersatzmann von Kimmich und Pavlovic ist. Vielmehr präsentiert er sich mit dem Stamm-Duo absolut auf Augenhöhe. Dies tut er gewissermaßen schon seit Wochen, jedoch ist eine solch bärenstarke Leistung gegen ein Top-Team definitiv ein weiteres Ausrufezeichen. Dieses dürfte auch im Trainerteam angekommen sein.

Für den FC Bayern ist es eine absolute Luxussituation, drei solch hervorragende Spieler für zwei Positionen zu haben. Man darf gespannt sein, ob der Offensiv-Engpass dafür sorgen wird, dass wir auch mal alle drei Spieler gemeinsam im Mittelfeld sehen. Dies wäre im Übrigen auch für die Deutsche Nationalmannschaft eine ganz spannende Option.


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