Mit dem Amtsantritt von Jürgen Klopp hat bei der deutschen Nationalmannschaft und dem DFB bereits eine neue Zeitrechnung begonnen. Der Hoffnungsträger auf dem Bundestrainerstuhl verbreitet neue Euphorie und große Freude und konnte diese in einigen Phasen auch schon gegen die Niederlande auf den Rasen projezieren. Nun hat auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler große Worte des Lobes für Klopp parat - aber auch einen mahnenden Zeigefinger.
Völler schwärmt von Klopp und mahnt zur Vorsicht
Im Interview mit der Bild hatte Völler großes Sonderlob für den Bundestrainer parat und schwärmte von dessen Einfluss und Arbeitsweise. "Jürgen spricht total authentisch und positiv, voller Energie. Manchmal fragt man sich, wo er die Energie eigentlich hernimmt. Das ist schon beeindruckend", so Völler.
Und weiter: "Er schafft es, die Menschen auf seine Seite zu bekommen. Das ist für einen Trainer neben der fachlichen Qualität eine der wichtigsten Fähigkeiten."
"Jürgen spricht total authentisch und positiv, voller Energie. Manchmal fragt man sich, wo er die Energie eigentlich hernimmt. Das ist schon beeindruckend. Er schafft es, die Menschen auf seine Seite zu bekommen. Das ist für einen Trainer neben der fachlichen Qualität eine der wichtigsten Fähigkeiten."Rudi Völler über Jürgen Klopp

Doch Rudi Völler mahnte auch zum vorsichtigen Umgang mit dem DFB-Neustart. "Wir sollten mit ihm und seinem Team auch Geduld haben. Wenn alles gleich gelingt, umso besser. Aber wenn ein Spiel mal nicht so läuft, wie wir uns das alle wünschen, dann müssen wir weiter seinem eingeschlagenen Weg und der Entwicklung der Mannschaft vertrauen", so der 66-Jährige.
"Wir sollten mit ihm und seinem Team auch Geduld haben [...] wenn ein Spiel mal nicht so läuft, wie wir uns das alle wünschen, dann müssen wir weiter seinem eingeschlagenen Weg und der Entwicklung der Mannschaft vertrauen. Siege sind auch jetzt gut, um die Menschen mitzunehmen."Rudi Völler

Nach dem Unentschieden gegen die Niederlande am Donnerstag soll am besten gleich beim Heim-Debüt des Bundestrainers am heutigen Sonntag gegen Griechenland der erste Sieg gefeiert werden. Das würde auch Völler begrüßen: "Siege sind auch jetzt gut, um die Menschen mitzunehmen. Wir haben aber auch unter Julian bis zur WM elfmal hintereinander gewonnen. Das Entscheidende ist dann immer das Turnier selbst. Das kommt für alle wieder in zwei Jahren – die EM."
Und Völler ergänzte: "Die grundsätzlich positive Stimmung gab es ja bei Julian (Klopp-Vorgänger Julian Nagelsmann, Anm. d. Red.) auch. Irgendwann ist sie dann leider ein bisschen gekippt."
