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CR7-Debatte spaltet Portugal - Hamann rechnet mit Superstar ab

Cristiano Ronaldo und die portugiesische Nationalmannschaft sind derzeit ein Streitthema im Weltfußball.
VonOliver Helbig
Portugal-Star Cristiano Ronaldo
Portugal-Star Cristiano Ronaldo | Jose Manuel Alvarez Rey/GettyImages

Während der Länderspielpause sorgte ein riesiger Wirbel um Cristiano Ronaldo und die portugiesische Nationalmannschaft für großes Aufsehen im Weltfußball.

Der Disput zwischen dem verdienten Weltstar und Nationaltrainer Jorge Jesus eskalierte und gipfelte schließlich darin, dass der 234-fache portugiesische Nationalspieler von Nationalteam abreiste. Seitdem gibt es ein stetes Hin und Her der gegenseitigen Argumente, bei dem der Trainer seinen Standpunkt verdeutlicht und CR7 schwere Vorwürfe erhebt.

Dieses Thema wird natürlich auch medial und unter Experten dankbar ausgeschlachtet. Nun hat sich auch der ehemalige deutsche Nationalspieler und heutige Sky-Experte Didi Hamann zu dieser aufsehenerregenden Geschichte geäußert. Wie immer, fand Hamann auch dabei deutliche Worte.

Hamann wird bei CR7-Debatte deutlich

Gegenüber Sky Sport verdeutlichte Hamann seine Ansicht, dass Cristiano Ronaldo zuletzt eher Bremse als Antrieb für die portugiesische Auswahl war. "Ich habe mich immer auf Portugal gefreut, weil sie fantastische Spieler haben. Und es ist ja so, dass sie meiner Meinung nach die letzten drei Turniere eine bessere Chance gehabt hätten, hätte Ronaldo nicht in der Startelf gestanden", so der frühere Mittefeldstar über Portugal und den großen Superstar.

"Wenn ein Spieler dann den Zeitpunkt verpasst, zurückzutreten oder abzutreten, dann muss diese Entscheidung jemand anders für ihn treffen. Die hat der Trainer jetzt getroffen, für mich war das überfällig."
Didi Hamann über CR7
Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo | NurPhoto/GettyImages

Für Hamann ist es ein nachvollziehbarer Schritt, dass Trainer Jorge Jesus dem mittlerweile 41-jährigen Offensivstar gewisse Grenzen aufzeigte. "Wenn ein Spieler dann den Zeitpunkt verpasst, zurückzutreten oder abzutreten, dann muss diese Entscheidung jemand anders für ihn treffen. Die hat der Trainer jetzt getroffen, für mich war das überfällig", so Hamann mehr als deutlich.

Eine Ansicht, die im Allgemeinen unter Fans in Portugal aber auch weltweit durchaus für zwei Lager mit verhärteten Fronten sorgt. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, denen Hamann mit seinen Worten aus der Seele spricht. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die Cristiano Ronaldo aufgrund seiner unglaublichen Verdienste noch immer als unantastbares Nonplusultra des portugiesischen Fußballs bewundern und ihm seine Narrenfreiheiten gewähren.

Nationaltrainer unbeeindruckt von CR7-Gepolter

"Ich habe nicht nur einen Spieler, sondern 23."
Jorge Jesus

Der portugiesische Nationaltrainer sagte nach dem ganzen Wirbel um Ronaldos 30-minütiges Warm-up und der dann ausgebliebene Einwechslung bis hin zur Abreise des Superstars unbeeindruckt: "Ich habe nicht nur einen Spieler, sondern 23." Auch im Nachgang zeigte der 72-jährige Coach dem Starspieler eher die kalte Schulter und ließ sich von dessen Anschuldigungen nicht aus der Fassung bringen.


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