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China sorgt für Mbappé-GAU

Eine unüberlegte Aussage zu seinem Lieblings-Meme von sich hat für Kylian Mbappé und La Liga weitreichende Konsequenzen.
VonSimon Zimmermann
Kylian Mbappé hat in China für großen Ärger gesorgt
Kylian Mbappé hat in China für großen Ärger gesorgt | Europa Press Sports/GettyImages

Seine Aussagen in der französischen Sendung 'The Bridge' würde Kylian Mbappé wohl am liebsten zurücknehmen. Dort wurde der Superstar von Real Madrid gefragt, welches Internet-Meme über ihn selbst ihn am meisten amüsieren würde. Mbappé wählte die bekannte Montage von seinem Gesicht auf das Bild von Mao Zedong, dem ersten Staatspräsidenten der Volkrepublik China.

Das Bild mit einem "chinesischen Diktator" bringe ihn "ständig zum Lachen" und er benutze es häufig auch bei Freunden, erzählte Mbappé weiter.

In China schlugen seine Worte hohe Wellen. Bei kritischen Inhalten zu politischen Führungskräften reagiert China rigoros. Beim 28-jährigen Fußball-Superstar macht das Reich der Mitte keine Ausnahme.

Mbappé-Deals in China weg – La Liga voerst nicht mehr im TV

Mbappé ist nun zwei Werbedeals mit chinesischen Getränkeherstellern los, ein Milchproduktfabrikant und die Social-Media-Plattform Xiaohongshu (Chinas Pendant zu Instagram) kündigten die Kooperation mit Mbappé ebenfalls auf.

Doch damit nicht genug. Der Eklat hat auch Auswirkungen auf die gesamte spanische Liga. Denn Chinas Staatssender CCTV hat Partien von La Liga und alle Spiele mit Mbappé-Beteiligung vorerst ausgesetzt, wie das chinesische Nachrichtenportal The Paper berichtet.

Die Maßnahme soll bereits seit Montagabend in Kraft getreten sein und auch für jegliche TV-Werbung mit Mbappé gelten. Wie lange CCTV dabei bleibt, ist noch offen.

Pikant: La Liga hatte erst im August eine Kooperation mit China Mobile Migu augehandelt, bei der bis zur Saison 2029/30 alle 380 Pariten digital im chinesischen Festland gezeigt werden. Ob auch dieser Deal von der Boykott-Maßnahme betroffen ist, bleibt ebenso unklar.

Tebas und Mbappé entschuldigen sich

"Meine Äußerung war unüberlegt, und mir ist nun klar, dass sie viele Menschen in China und in chinesischen Gemeinschaften weltweit verletzt hat."
Kylian Mbappé (X)

Liga-Boss Javier Tebas hat sich über X bereits zu Wort gemeldet: "Wir von La Liga bedauern zutiefst die Äußerungen von Kylian Mbappé, die in China Unbehagen und Empörung ausgelöst haben. Wir sind uns des verursachten Schadens bewusst, und im Namen von LaLiga möchte ich dem chinesischen Volk unsere aufrichtige Entschuldigung aussprechen."

Mbappé selbst hat sich am Tag nach seiner Pleite beim Ballon d'Or, wo er hinter Harry Kane nur Zweiter wurde, ebenfalls geäußert und sich entschuldigt: "Meine Äußerung war unüberlegt, und mir ist nun klar, dass sie viele Menschen in China und in chinesischen Gemeinschaften weltweit verletzt hat. Ich entschuldige mich bei allen, die sich durch meine Worte gekränkt gefühlt haben."

Ob die Aussagen von Tebas und Mbappé die chinesische Wogen schnell glätten, darf bezweifelt werden. Für La Liga und den Franzosen dürfte ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden sein.


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