Zwar befinden wir uns noch immer in der Anfangsphase der Saison 2026/27, jedoch werden die Weichen für den weiteren Verlauf mit jeder Woche deutlicher gestellt. Während einige Bundesliga-Klubs einen sehr erfreulichen Start in die neue Spielzeit hingelegt haben, läuft es für andere Vereine bislang sehr enttäuschend.
Wir werfen einen Blick auf fünf Teams, von denen wir uns deutlich mehr erwartet hätten und für die die Vorzeichen auf einen erfolgreichen Saisonverlauf dementsprechend nicht mehr so rosig stehen.
Ranking: Diese Bundesliga-Klubs haben zum Saisonstart besonders enttäuscht
5. Union Berlin

Der Saisonstart von Union Berlin war wahrlich katastrophal. Der neue Trainer Mauro Lustrinelli hat einige Umstellungen in der Spielphilosophie vorgenommen und das Team dabei wohl ein Stück weit überfordert. Eine gewaltige Flut von Gegentoren war die Folge.
Zwar befinden sich die Berliner noch immer auf dem 17. Platz, jedoch stimmt die Tendenz inzwischen etwas zuversichtlicher. Vor allem ist es Lustrinelli gelungen, die eklatanten Defensivprobleme abzustellen. Nach der denkwürdigen 0:7-Schlappe in München gab es gegen Elversberg (1:0), Dortmund (0:0) und Augsburg (1:1) nur einen Gegentreffer und immerhin fünf Punkte. Der Anschluss ist dementsprechend wieder hergestellt.
4. RB Leipzig

RB Leipzig befindet sich zwar immerhin auf dem fünften Platz der Bundesliga-Tabelle, jedoch dürfen böse Zungen behaupten, dass dies lediglich der Tatsache geschuldet ist, dass die Sachsen schon vier Heimspiele und nur drei Auswärtsspiele absolviert haben. Bislang wurden alle Heimspiele gewonnen und alle Auswärtsspiele verloren.
Auf Dauer kann eine derart eklatante Auswärtsschwäche aber nur mit dem Abrutschen ins Mittelmaß bestraft werden. In der Königsklasse zeigt sich im Übrigen ein ähnliches Bild. Das Heimspiel gegen Eindhoven endete mit einem Sieg, die Auswärtsspiele gegen Real Madrid und Como mit 1:4-Pleiten.
Das Demichelis-Team hat zwei unterschiedliche Gesichter. Denken wir an das 6:0 gegen Frankfurt und das 1:6 in München. Unter Ole Werner spielten die Sachsen noch deutlich beständiger.
3. VfB Stuttgart

In der Champions League haben die Schwaben mit sieben Punkten aus drei Spielen einen Blitzstart hingelegt. Dabei sei jedoch angemerkt, dass Viking FK und Bratislava keine Top-Gegner sind und Atlético zeitweise in Unterzahl spielte.
Verglichen mit den Leistungen in der Bundesliga waren die Auftritte in der Champions League dennoch königlich. Insbesondere die 2:3-Pleite gegen Gladbach war absolut katastrophal. Nach einem eigentlich guten Start brach das Team völlig ein und verlor zu Hause absolut verdient.
Ein erschreckender Auftritt, der auch für Sebastian Hoeneß ein kleiner Schock gewesen sein dürfte. Bereits in der Vorwoche hatten die Schwaben bei der 0:1-Pleite in Hamburg einen schlechten Eindruck hinterlassen. Zwei Siege und fünf Niederlagen in der Bundesliga sowie Platz 15 sind für ein eigentlich stark aufgestelltes Team ein Armutszeugnis. Der Zug nach oben dürfte bald abgefahren sein.
Die Transferphase muss zudem kritisch hinterfragt werden. Hätte man nicht besser das zentrale Mittelfeld stärken müssen? Leo Sauer und Dzenen Pejcinovic wurden womöglich am Bedarf vorbei gekauft.
Lediglich die Bilanz in der Champions League sorgt dafür, dass der VfB in diesem Ranking nur auf Platz drei steht.
2. Eintracht Frankfurt

Adi Hütter hat die Aufgabe, wieder Ruhe in den Verein zu bringen und an die sportlichen Erfolge vor der durchwachsenen letzten Spielzeit anzuknüpfen. Die mäßige Transferphase des Klubs war ein erster Indikator dafür, dass es für die Frankfurter schwierig werden könnte.
Trotzdem war damit zu rechnen, dass die SGE zumindest ein wenig besser abschneidet als mit Rang 14 in der Bundesliga. Die Abwehr ist weiterhin instabil und die Angelegenheiten um Robin Koch und Markus Krösche sorgten zusätzlich für Unruhe.
Selbst das Offensiv-Potenzial kann nur noch unregelmäßig abgerufen werden. Alles in allem ist die Entwicklung unter Hütter bislang eine Enttäuschung. Es gibt auch nicht sonderlich viele Indizien dafür, dass bald alles besser wird.
1. Borussia Mönchengladbach

Wenn man mit etwas Positivem beginnen möchte, dann ist es die Tatsache, dass die Tendenz zuletzt ein wenig freundlicher aussah und die Fohlen beim Auswärtssieg in Stuttgart trotz vieler Verletzungsprobleme überzeugten. Der Weg unter Alexander Blessin scheint also zu stimmen.
Trotz allem steht unter dem Strich ein Horror-Saisonstart mit drei Punkten aus sieben Spielen und einigen ganz dürftigen Vorstellungen. Insbesondere die Heimspiele waren bislang absolute Enttäuschungen. Das Team muss erst noch beweisen, dass das 3:2 in Stuttgart mehr war als ein einmaliges Erfolgserlebnis. Vieles deutet auf einen langen und harten Kampf gegen den Abstieg hin.
