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Bremens heimlicher Held? Thioune mit Sonderlob für Werder-Star

Werder Bremen konnte nach einem 0:2-Rückstand gegen den BVB noch einen Punkt aus Dortmund entführen.
VonOliver Helbig
Werder-Coach Daniel Thioune
Werder-Coach Daniel Thioune | NurPhoto/GettyImages

Für Werder Bremen war der Restart in die Bundesliga nach der etwas längeren Länderspielpause eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nachdem man beim Auswärtsspiel im stimmungsgeladenen Signal Iduna Park in Dortmund bereits mit 0:2 zurücklag und innerhalb von fünf Minuten den großen Aufwand der 80 Minuten zuvor dahinschwinden sah, bäumte sich die Truppe von Trainer Daniel Thioune nochmals auf und glich die Partie sogar spät noch zum 2:2-Unentschieden aus.

Die gefeierten Werder-Helden des Abends waren hier vor allem Niclas Füllkrug, der den Ausgleichstreffer erzielte, sowie Ludovit Reis, der den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer schoss und die Aufholjagd einleitete. Die Vorlage für das Tor des niederländischen Mittelfeldspielers kam dabei von einem Spieler, der seinen Einsatz der verletzungsbedingten Auswechslung von Amos Pieper zu verdanken hatte.

Thioune mit Sonderlob für Wojcik

Der 23-jährige Innenverteidiger Oskar Wojcik wurde nach bereits knapp 20 Minuten für den angeschlagenen Pieper eingewechselt und meisterte seinen Kaltstart von der Bank aus mit Bravour. Dies führte auch zu einem Sonderlob von Trainer Thioune, der den Abwehrspieler - auch dank seiner Torvorlage auf Reis - gewissermaßen zum heimlichen Helden des Freitagabends kürte.

"Er war daran beteiligt, dass Dortmund trotz des vielen Ballbesitz nicht oft gefährlich war."
Thioune mit Sonderlob für Wojcik
Oskar Wojcik machte gegen den BVB ein mehr als ordentliches Spiel
Oskar Wojcik machte gegen den BVB ein mehr als ordentliches Spiel | ANP/GettyImages

"Es ist für mich als Trainer gut zu sehen, dass jemand unter Druck funktioniert", sagte Thioune über Wojcik und ergänzte: "Er war daran beteiligt, dass Dortmund trotz des vielen Ballbesitz nicht oft gefährlich war." Durchaus mehr als ein Schulterklopfer für den jungen Polen, der vor dem Freitagabend erst bei elf Minuten Einsatzzeit stand.

"Endlich habe ich ein paar mehr Minuten gesammelt, das Wichtigste ist aber, dass wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind."
Oskar Wojcik

Wojcik selbst zeigte sich recht gelassen über seinen starken Auftritt und wollte aus der überraschenden Einwechslung kein großes Thema machen. "Auf der Bank musst du immer bereit sein", sagte der Abwehrspieler schmunzelnd am Mikrofon von WERDER.TV. Und der Sommer-Neuzugang ergänzte: "Endlich habe ich ein paar mehr Minuten gesammelt, das Wichtigste ist aber, dass wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind."

Auch der Wechselpartner Amos Pieper lobte seinen Ersatzmann. "Er hat sich für mich gefreut und hat mir ein paar nette Worte mitgegeben", verriet Wojcik noch über den angeschlagen ausgewechselten Abwerstar der Bremer.


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