Einmal mehr hat sich ein junges Talent gegen eine Zukunft in der Deutschen Nationalmannschaft entschieden. Der gebürtige Berliner Matteo Palma hat sich für Italien entschieden. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger rutschte als Nachrücker in den Kader der italienischen A-Nationalmannschaft.
Der Abwehrspieler von Serie-A-Schlusslicht Udinese Calcio kam dreimal für die italienische U15 zum Einsatz, spielte im Anschluss jedoch für die deutsche U16 und U17. Laut Bild-Bericht soll die FIFA dem Verbandswechsel am Samstag zugestimmt haben.
Palma ließ seine Zukunft im September noch offen
Palma hat sich in Udinese einen Stammplatz gesichert, was im Alter von 18 Jahren durchaus beachtlich ist. Demnach hätte der 1,95-Hüne auch in Deutschland perspektivisch gute Chancen gehabt.
"Ich fühle mich beim DFB super, kann aber natürlich noch nicht sagen, was die nächsten Jahre bringen werden", hatte der Senkrechtstarter im Januar noch der Bild erklärt. Jüngst im September schilderte er im Gespräch mit dem italienischen Transferjournalisten Gianluca Di Marzio, dass es Kontakt zu Italien, Deutschland und Österreich gegeben habe.
Zu 100 Prozent ist die Sache im Übrigen noch nicht in trockenen Tüchern. Erst wenn Palma auch ein Pflichtspiel bestreiten sollte, wäre er fest an Italien gebunden. Man darf aber davon ausgehen, dass es genauso kommen wird.
Bei Tresoldi ist weiterhin Geduld gefragt
Noch keine Entscheidung gibt es hingegen beim ebenfalls von beiden Verbänden umworbenen Nicolo Tresoldi. Der junge Angreifer soll sich zwar laut Angaben der Gazzetta dello Sport für Italien entschieden haben, jedoch ist das eher zu bezweifeln. Der Bild zufolge hat der Brügge-Stürmer noch keinen Entschluss gefasst.
Dazu passt auch, dass er bei den kommenden Länderspielen weiter für die deutsche U21 auf Torejagd gehen wird. Warum sollte das ein Stürmer machen, der sich schon für einen anderen Verband entschieden hat. In dieser Sache ist einfach noch ein wenig Geduld gefragt.
