Die kritischen Stimmen zu Florian Wirtz wollen einfach nicht verstummen und hinterlassen nach wie vor einen bitteren Beigeschmack rund um den millionenschweren Mega-Transfer des deutschen Nationalspielers an die Anfield Road.
Beim FC Liverpool konnte der 23-jährige Dribbelkünstler bislang noch nicht zu absoluter Topform auflaufen, doch vermutlich liegt der kritische Blick vielmehr auch an einem vollkommen falschen Maßstab. Nun hat sich auch Reds-Coach Andoni Iraola vor seinen Schützling gestellt und deutliche Worte gefunden.
Wirtz, der in der Champions League am vergangenen Dienstag gegen den FC Villarreal sein erstes Pflichtspieltor der laufenden Saison erzielte und darüber hinaus erst drei Vorlagen in den ersten zehn Pflichtspielen beisteuerte, gerät immer wieder in die Kritik zahlreicher Experten und Fans, die sich vom DFB-Star deutlich mehr auf der Scorerseite erhoffen.
Liverpool-Coach stellt sich vor Wirtz
Nun verteidigte aber LFC-Coach Iraola seinen technisch versierten Spielgestalter und stellte sich vor Wirtz. "Er ist kein Zehner oder zweiter Stürmer, der in dieser Saison 15 Tore schießen wird. Wenn er das schafft, umso besser. Aber er ist ein Spieler, der uns viel Kontrolle über die Spiele gibt und sehr selbstbewusst am Ball ist", so der Spanier.
"Er ist kein Zehner oder zweiter Stürmer, der in dieser Saison 15 Tore schießen wird. Wenn er das schafft, umso besser. Aber er ist ein Spieler, der uns viel Kontrolle über die Spiele gibt und sehr selbstbewusst am Ball ist [...] Ich bin begeistert von Florian."Andoni Iraola über Wirtz

Und Iraola lobte seinen Dribbelkünstler sogar. "Ich bin begeistert von Florian. Er hat drei sehr gute Spiele hinter sich. Ich vertraue darauf, dass dies der Beginn seiner Rückkehr zu alter Stärke ist."
Der Spanier außerdem: "Er wirkt vielleicht etwas kühl, und das tut ihm keinen Gefallen, weil man denkt, er sei nicht richtig dabei, aber jetzt, wo ich ihn besser kenne, weiß ich: Er liebt Fußball, es ist ihm wichtig, er ist voll dabei."
Iraola sieht bei Wirtz auch noch Luft nach oben
Ein Sonderlob, das Wirtz bei der Festigung seiner Leistungen durchaus gut gebrauchen kann. Doch neben seiner spielerischen Fähigkeiten, gilt es für den deutschen Nationalspieler auch darum, sich weiter an die ruppige Gangart im englischen Oberhaus anzupassen. Iraola äußerte sich dazu ebenfalls und deutete bei Wirtz noch Luft nach oben an: "In der Premier League muss er sich an die Zweikämpfe gewöhnen. Hier sind sie wirklich schwer zu gewinnen."
