Beim FC Bayern München gibt es nach langer Zeit mal wieder einige Störgeräusche, die das große Idyll des Rekordmeisters trüben und für zumindest Schlagzeilen am Rande sorgen. Neben den sportlichen Stolperern, die gegen Schalke 04 und zuletzt den FC Augsburg bereits zu zwei Unentschieden an den ersten fünf Spieltagen und entfernten Blick auf die Spitze in der Tabelle führten, sorgen auch die andauernden Diskussionen um Joshua Kimmich für Stirnrunzeln an der Säbener Straße.
Der Mittelfeldstar des FC Bayern steht spätestens seit der Länderspielpause wieder vermehrt in der öffentlichen Kritik und viele diskutieren sogar darüber, ob der 31-Jährige noch die Qualitäten hat, um Kapitän und Stammkraft in der DFB-Auswahl zu bleiben. FC Bayern-Sportvorstand Max Eberl kann diese Diskussion nicht nachvollziehen und fand nun deutliche Worte.
Eberl wird wegen Kimmich-Debatte deutlich
Nach dem 2:2 Unentschieden beim FCA am gestrigen Samstag sagte Eberl im bezug auf Kimmich: "Ich habe vielmehr verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich infrage gestellt wurden. Das finde ich absolut, absolut…“ Eberl fehlten die Worte oder er wollte den Satz nicht beenden, doch dann schob der Münchner Sport-Boss noch ein: "Das ist ein Leader, der vorneweggeht.“
"Ich habe vielmehr verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich infrage gestellt wurden [...] Das ist ein Leader, der vorneweggeht [...] Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler. "Max Eberl

Eberl stärkte dem in Frage gestellten Bayern-Star den Rücken und sagte: "Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler. Wir sollten froh sein, dass wir so einen Spieler bei uns im Verein haben." Damit stellt sich Eberl auch gegen kritische Töne von Experten wie beispielweise Thomas Hitzelsberger, Markus Babbel oder Pierre Littbarski.
Kimmich kämpferisch
Kimmich selbst gab sich zuletzt bereits kämpferisch und bewahrte Ruhe. "Am Ende spielen immer die Besten. Die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören", so der DFB-Kapitän. Und Kimmich ergänzte: "Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist meine Leistung. Das habe ich die letzten elf Jahre gemacht. Das werde ich weiterhin so machen."
