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Angespannte Stimmung vor Derby gegen Köln: Blessin zählt Gladbach-Stars an

Bei Borussia Mönchengladbach wird die Stimmung irgendwie nicht wirklich besser.
VonOliver Helbig
Neuer Fohlen-Coach Alexander Blessin
Neuer Fohlen-Coach Alexander Blessin | picture alliance/GettyImages

Borussia Mönchengladbach hat einen recht miserablen Saisonstart hingelegt und bereits nach drei Spieltagen Cheftrainer Eugen Polanski vor die Tür gesetzt. Nachdem die Fohlen am vierten Spieltag unter der Leitung von Interimstrainer Jan-Moritz Lichte ebenfalls eine Niederlage hinnehmen mussten, wurde zur Länderspielpause mit Alexander Blessin der neue Cheftrainer und Hoffnungsträger vorgestellt.

Doch ausgerechnet der neue Cheftrainer schlägt vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und dem so wichtigen Derby gegen den ebenfalls kriselnden 1. FC Köln am 11. Oktober nun mächtig Alarm.

Nach Test gegen St. Pauli: Blessin kritisiert eigene Mannschaft scharf

Nach dem 1:1 im Testspiel der Fohlen gegen den FC St. Pauli zeigte sich Blessing recht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen seinen Ex-Klub. Zudem ist er über die Aussicht auf die kommenden Wochen, die von zahlreichen Verletzungssorgen getrübt wird, alles andere als begeistert.

"Im tieferen Block zu stehen, heißt aber nicht, inaktiv zu sein. Das müssen wir einfach lernen", bemängelte Blessin die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spiel scharf und ergänzte: "Wir haben insgesamt zu viele Torchancen zugelassen. Das 1:1 war gerecht, aber mir wäre es natürlich lieber gewesen, wenn die Null steht."

"Im tieferen Block zu stehen, heißt aber nicht, inaktiv zu sein. Das müssen wir einfach lernen. Wir haben insgesamt zu viele Torchancen zugelassen [...] Unser Problem war dann auch das Umschalten. Da waren wir in der Vorwärtsbewegung zu behäbig und haben hinten auch zu viel zugelassen. Es gab auch wirklich ein paar dumme Ballverluste"
Alexander Blessin

Kein ganz unwesentlicher Punkt, wenn man bedenkt, dass Gladbach in den ersten vier Saisonspielen bereits 16 Gegentore zugelassen hat und damit nach Union Berlin die zweitschlechteste Defensive der Liga stellt. Die Fehlerketten waren auch beim Blessin-Debüt im Testspiel gegen die Hamburger viel zu lang und so sieht der neue Trainer offenbar mit eher trüber Mine in die nähere Zukunft. "Unser Problem war dann auch das Umschalten. Da waren wir in der Vorwärtsbewegung zu behäbig und haben hinten auch zu viel zugelassen. Es gab auch wirklich ein paar dumme Ballverluste", wetterte der gebürtige Stuttgarter erbost.

Von hoffnungsvoller Stimmung vor dem Derby gegen den 1. FC Köln ist also aktuell kaum etwas zu spüren. Die Lage für die Fohlen und Blessin wird zudem durch die häufigen Verletzungsrückschläge am Niederrhein deutlich erschwert. Das Derby gegen Köln wird somit gleich zur echten Zerreiprobe für den neuen Trainer und seine Schützlinge und könnte ein Richtungsweis sein, wie es für die Borussen in dieser Saison weitergeht. Spannend zu beobachten ist aber allemal, dass Blessin seine Mannschaft gleich nach dem ersten Test öffentlich anzählt.


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