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40-Millionen-Plus benötigt: Diese 5 Stars sollte der VfB zu Geld machen

Der VfB muss in naher Zukunft große Transfereinnahmen erwirtschaften. Zum Glück haben die Schwaben mehrere Stars in ihren Reihen, die für sie nicht unverzichtbar sind, aber ordentlich Geld einspülen würden.
VonTim Pflieger
Bilal El Khannouss könnte dem VfB einen Geldregen bescheren.
Bilal El Khannouss könnte dem VfB einen Geldregen bescheren. | NurPhoto/GettyImages

Wie der kicker aufdeckte, muss der VfB Stuttgart trotz Einnahmen durch die Teilnahme an der Champions League in den kommenden beiden Transferperioden ein Transferplus von etwa 40 Millionen Euro erwirtschaften (90min berichtete). Vor allem steigende Personalkosten sowie strategische Millionen-Investitionen in Technologie, Digitalisierung und Infrastruktur zwingen die Schwaben offenbar zu zukünftigen Spielerverkäufen.

Doch das sollte für den VfB eigentlich kein allzu großes Problem darstellen, bei einem geschätzten Marktwert von rund 400 Millionen Euro hat Stuttgart so einige interessante Verkaufskandidaten in den eigenen Reihen. Während es Akteure wie Deniz Undav gibt, die für den Verein unverzichtbar sind, gibt es auch Spieler, die hohe Millionensummen einbringen könnten und trotzdem gut zu ersetzen wären.

Hier sind die fünf VfB-Stars, die in den nächsten zwei Jahren zu Geld gemacht werden sollten:

5. Finn Jeltsch (ca. 55 Millionen Euro)

Finn Jeltsch wird von internationalen Top-Klubs gejagt.
Finn Jeltsch wird von internationalen Top-Klubs gejagt. | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Um Finn Jeltsch halten sich schon jetzt Transfergerüchte in Verbindung mit den größten Vereinen Europas. Unter anderem der FC Barcelona, Bayern München und Inter Mailand sollen den 20-Jährigen auf ihrem Zettel haben. Geschätzter Kostenpunkt: 50 bis 60 Millionen Euro. Zumindest scheinen die Schwaben erst bereit, den Innenverteidiger bei einer Summe in diesem Bereich abzugeben.

Zuletzt hat Jeltsch seine erste Länderspielnominierung von Jürgen Klopp erhalten, wurde allerdings als einer der wenigen Spieler aus dem 44er-Kader nicht eingesetzt.

Beim VfB ist Jeltsch neben Abwehrchef Jeff Chabot größtenteils gesetzt. Sobald allerdings Luca Jaquez und Dan-Axel Zagadou wieder fit sind, wird der 20-Jährige auch teilweise wieder auf die Bank rotieren. Mit seinem sehr offensiven Aufbauspiel und seiner Dynamik ist Jeltsch ein wichtiger Bestandteil der VfB-Abwehr, in Sachen Box-Verteidigung ist er schon auf einem hohen Niveau, aber gibt es noch Luft nach oben.

Einfach weil der Markt für Jeltsch so unglaublich groß ist und der nächste Karriereschritt bald logisch wäre, muss der VfB das Talent im Sommer eigentlich abgeben. Mit Chabot wäre der große Leader in der Innenverteidigung dann immer noch an Bord und man könnte sich nach einem neuen Juwel umschauen.

4. Dennis Seimen (ca. 35 Millionen Euro)

Wie lange bleibt Dennis Seimen beim VfB?
Wie lange bleibt Dennis Seimen beim VfB? | picture alliance/GettyImages

Dieser Take ist ziemlich kontrovers, aber es ist nicht im Rahmen des Unmöglichen, dass der VfB in naher Zukunft auch aus Dennis Seimen Geld machen wird. Ebenso ist es ehrlicherweise auch möglich, dass der 20-Jährige für einige Jahre im Tor der Schwaben stehen wird.

Eine mögliche Ablöse zu benennen ist schwierig, weil es noch keine größeren Abagangsgerüchte um den Keeper gab. Aber er könnte dem VfB bei entsprechender Entwicklung mindestens 35 Millionen Euro einbringen.

Der einzige Grund, warum der VfB an einen Seimen-Verkauf denken könnte, ist, dass man mit Florian Hellstern das nächste Torwart-Juwel bereits in der Pipeline hat. Hellstern ist aktuell an Greuther Fürth ausgeliehen und macht seine Sache bislang herausragend.

Rein von Seimens Qualität und der Emotionalität, dass endlich mal wieder auf einen Spieler aus dem hauseigenen Stall gesetzt wird, scheint der 20-Jährige im Moment für den VfB unverzichtbar zu sein. Doch sollte sich Seimen weiterhin so prächtig entwickeln und ein Anwärter auf den Stammplatz im DFB-Team werden, könnte er den Schwaben entwachsen.

Dann könnte Stuttgart eine hohe Ablösesumme generieren und hätte Florian Hellstern als Nachfolger in der Hinterhand.

3. Bilal El Khannouss (ca. 60 Millionen Euro)

In Bilal El Khannouss steckt ein Mega-Potenzial.
In Bilal El Khannouss steckt ein Mega-Potenzial. | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Schon im Sommer hielten sich die Gerüchte hartnäckig, dass Bilal El Khannouss den VfB verlassen könnte. Der 22-jährige Marokkaner wurde vor allem mit Klubs aus der Premier League, etwa Tottenham, Newcastle oder Crystal Palace, in Verbindung gebracht. Die mögliche Ablöse wurde dabei immer auf etwa 60 Millionen Euro oder sogar mehr beziffert. Die Frage ist, ob die Schwaben für den Offensivspieler wirklich so viel erhalten würden.

El Khannouss ist wohl der begnadetste Kicker in den Reihen des VfB, aber pendelt zwischen Stamm- und Rotationsspieler. Die Konkurrenz in der Offensive ist in Bad Cannstatt einfach sehr hoch.

Und so riesig das Talent und Potenzial von El Khannouss ist, so groß fallen teilweise auch seine Leistungsschwankungen aus. An einem guten Tag gehört der Marokkaner zu den besten Spielern der Bundesliga, an einem schlechten Tag bleibt er weitgehend abgemeldet.

Es ist ein sehr wahrscheinliches Szenario, dass der VfB spätestens im nächsten Sommer ordentlich Kohle durch einen Verkauf von El Khannouss einnimmt.

2. Josha Vagnoman (ca. 12 Millionen Euro)

Josha Vagnoman spielt seit 2022 für den VfB.
Josha Vagnoman spielt seit 2022 für den VfB. | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Josha Vagnoman hat beim VfB einen verblüffend starken Saisonstart hingelegt und steht mit zwei Treffern und einer Vorlage nach vier Bundesliga-Spieltagen als bester Scorer der Stuttgarter da. Doch Vagnoman hat schon zu oft bewiesen, dass es für ihn auch in die ganz andere Richtung gehen kann.

Bei Vagnoman kehrt nur selten Ruhe ein: Mal ist der Rechtsverteidiger verletzt, mal spielt er wie Daniel Alves in seiner Prime, ein anderes Mal sieht es nicht nach Bundesliga-Fußball aus. Die letzten vier Jahren beim VfB waren bei Vagnoman durch große Inkonstanz geprägt.

Bevor der Vertrag des 25-Jährigen im Sommer 2028 ausläuft, könnte man an ihm noch etwas Geld verdienen. Vagnomans aktueller Marktwert wird auf zwölf Millionen Euro geschätzt.

Dahinter ist der VfB auf der Rechtsverteidigerposition auch noch gut besetzt: Nikolas Nartey und Lorenz Assignon stehen noch im Kader. Außerdem könnte man sich etwas preisgünstiger nach einem entwicklungsfähigen Neuzugang umsehen.

1. Jamie Leweling (ca. 45 Millionen Euro)

Jamie Leweling kam 2024 von Union Berlin an den Neckar.
Jamie Leweling kam 2024 von Union Berlin an den Neckar. | Sona Maleterova/GettyImages

Bei Jamie Leweling verhält es sich folgendermaßen: Sollte Stuttgart tatsächlich noch Einnahmen generieren müssen und ein gutes Angebot flattert rein, könnten sie ihn guten Gewissens abgeben. Sollte dies nicht mehr der Fall sein, ist er eher Kandidat für einen Verbleib.

Denn: Leweling bringt beim VfB ein einzigartiges Profil mit. Tempo, Körperlichkeit und Scorer-Kraft sowie ein sehr starkes Defensivspiel machen den 25-Jährigen zu einem wichtigen Spieler auf der rechten Außenbahn. Zudem ist der gebürtige Nürnberger ein sehr beliebter Spieler innerhalb der Mannschaft.

Allerdings ist der Markt für Leweling groß, vor allem aus der Premier League soll es Interessenten geben. Etwa 45 Millionen Euro sollen die Dienste des Deutschen kosten.

Trotz seiner Stärken wirkt es zumindest nicht so, dass der VfB ohne Leweling komplett aufgeschmissen wäre. Dafür sind die Außenbahnen im Ländle zu gut besetzt, außerdem könnte man auf dem Transfermarkt auch nochmal nachlegen.


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