Die Bundesliga ist zurück – und wie! Am Freitagabend standen sich Borussia Dortmund und Werder Bremen gegenüber und sorgten für reichlich Spektakel. Der BVB war das gesamte Spiel zwar deutlich überlegen, doch konnte erst dank Daniel Svensson und Nico Schlotterbeck in der 80. und 85. Minute den Bann brechen.
Doch wer dachte, damit sei das Spiel gelaufen, der irrte. Werder kam in Person von Ludovit Reis (88.) und Niclas Füllkrug (90.+1) doch nochmal zurück und sorgte so für den ersten Punktverlust der Dortmunder. Auf Seiten der Schwarz-Gelben war man im Anschluss dementsprechend bedient.
88. Minute als Kipppunkt
Kapitän Nico Schlotterbeck legte nach dem Spiel den Finger in die Wunde. "Wir hatten eigentlich bis zur 88. Minute alles im Griff, und dann kassierst du zwei Gegentore und gehst hier mit einem Unentschieden raus. Fülle ist Fülle, er hat ein extrem gutes Kopfballspiel und eine extrem gute Sprungkraft, das sieht man", erklärte der 26-Jährige zerknirscht bei Sky.
Auch Waldemar Anton kritisierte vor allem das Verhalten nach dem 2:0: "Wir haben nach dem 2:0 aufgehört, an unserem Plan festzuhalten, und haben nicht mehr gut verteidigt, muss man ehrlich sagen. Wir machen Fouls, bei denen wir einfach zu spät kommen, das ist maximal ärgerlich. Das Unentschieden hätte nicht sein müssen, weil wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle hatten (...)."
Verliert der BVB die Tabellenführung?
Trainer Niko Kovac wiederum sah zwar sehr gute erste 88 Minuten, doch auch den 54-ährige ging am Ende mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. "Wir haben 88 Minuten den Gegner so bearbeitet, dass wir ihn in der Ecke hatten. Aber wir haben es nicht geschafft, die letzten acht Minuten so zu Ende spielen, wie es sich gehört. Das müssen wir uns vorwerfen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit Chancen zuhauf. Wir sind natürlich enttäuscht. Das sind zwei verlorene Punkte für uns. Wir werden hoffentlich aus den letzten acht Minuten unsere Lehren ziehen", sagte Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Sollte der FC Bayern sein Spiel gegen den FC Augsburg am Samstagnachmittag gewinnen, würden die Schwarz-Gelben zudem den Status als Tabellenführer wieder verlieren. Zwar hätten dann sowohl der BVB als auch der FCB 13 Punkte, der Rekordmeister hat jedoch die bessere Tordifferenz.
