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Zerfleischt Gladbach sich selbst? Drei Fohlen-Legenden schlagen Alarm

Es sieht aktuell düster aus bei Borussia Mönchengladbach.
VonFabian Küpper
Rainer Bonhof und Gladbach durchleben eine schwere Zeit
Rainer Bonhof und Gladbach durchleben eine schwere Zeit | Christian Verheyen/GettyImages

Borussia Mönchengladbach steckt vielleicht in der größten Krise der jüngeren Vereinsgeschichte. Alle fünf Bundesliga-Spiele in dieser Saison gingen bislang verloren, vom propagierten sicheren Mittelfeldplatz sind die Fohlen meilenweit entfernt.

Ausgerechnet jetzt steht für die kriselnde Borussia bereits das nächste Sechs-Punkte-Spiel an. Der Tabellenvorletzte aus Hoffenheim gastiert am Wochenende im Borussia Park, Gladbach muss hier eigentlich schon gewinnen, wenn die Stimmung nicht noch schlechter werden soll.

Nur gemeinsam zum Klassenerhalt

Um die Bedeutung des kommenden Spiels noch einmal hervorzuheben, schlagen jetzt sogar die Vereinslegenden Alarm. Namentlich geht es um Rainer Bonhof, Horst Köppel und Christoph Kramer. Sie fordern einen Schulterschluss zwischen den Bossen, Spielern und Fans.

"Was jetzt in so einer bedrohlichen Situation wirklich gar nicht mehr hilft, sind Schuldzuweisungen und Diskussionen, wer was verbockt hat. Es geht jetzt nicht mehr um große Analysen und lange Reden, es müssen einfach Siege her."
Horst Köppel (Bild)

"Was jetzt in so einer bedrohlichen Situation wirklich gar nicht mehr hilft, sind Schuldzuweisungen und Diskussionen, wer was verbockt hat", erklärt Köppel gegenüber der Bild.

"Es geht jetzt nicht mehr um große Analysen und lange Reden, es müssen einfach Siege her. Die Mannschaft braucht dafür den Rückhalt von Fans und Vorstand. Aber dafür muss sie am Sonntag erstmal in Vorleistung gehen. Wenn die Zuschauer schon in den ersten Zweikämpfen den totalen Willen spüren, dann werden sie auch für die zusätzlichen Prozente sorgen, die gegen Hoffenheim nötig sind."

Fans in der Pflicht?

Bonhof nimmt unterdessen die Fans in die Pflicht. "Lasst uns gemeinsam beweisen, dass wir die Unterstützer sind, die dieser Verein und diese Mannschaft brauchen und die Borussia Mönchengladbach seit jeher ausgezeichnet hat!", erklärte der 74-Jährige, der sich damit vor allem auf die friedlichen Anhänger bezog und nicht auf die gewaltbereiten Chaoten, die am vergangenen Wochenende im Derby gegen den 1. FC Köln für Aufsehen gesorgt hatten.

"Es geht darum, jetzt nicht dieses toxische, sarkastische und aggressive Verhalten ins Stadion zu lassen, wie es so viele andere Traditionsmannschaften wie Schalke gemacht haben."
Christoph Kramer (Copa TS)

Christoph Kramer fordert ebenfalls bedingungslose Unterstützung der Fans – unabhängig von der Leistung der Spieler. "Es wird eine ganz enge Saison. Deshalb geht es darum, jetzt nicht dieses toxische, sarkastische und aggressive Verhalten ins Stadion zu lassen, wie es so viele andere Traditionsmannschaften wie Schalke gemacht haben. Nach dem Motto: Erst muss es da unten brennen und dann gucken wir, wann wir irgendwann mal wieder anfeuern. Man muss wirklich zusammenstehen und diese Mannschaft unterstützen - das muss jetzt eine Symbiose sein", sagte er im Podcast Copa TS.


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