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Wirtz nochmal ein Bayern-Thema? Das sagt Rummenigge

Karl-Heinz Rummenigge dementiert die aufkommenden Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Florian Wirtz zum FC Bayern.
VonThomas Wygold
Florian Wirtz im Nations-League-Spiel gegen Griechenland
Florian Wirtz im Nations-League-Spiel gegen Griechenland | Alexander Hassenstein/GettyImages

Florian Wirtz kommt beim FC Liverpool weiter nicht so richtig in den Tritt. Auch zu Beginn seiner zweiten Spielzeit in der Premier League, in der Wirtz bisher auf eine Torvorlage in sechs Einsätzen kommt, gibt es immer wieder kritische Stimmen. Spekuliert wird sogar über einen vorzeitigen Abschied.

In der Bundesliga war Wirtz vor seinem Liverpool-Wechsel kaum aufzuhalten, sodass sich der FC Bayern extrem bemühte, den Mittelfeldstar zu verpflichten. Doch die Münchner hatten im Kampf mit den Reds am Ende das Nachsehen. Könnte ein Wirtz-Engagement beim Rekordmeister nur aufgeschoben sein und nun einen Ausweg für den 23-Jährigen darstellen?

"Jeden Schritt, den ein Spieler macht, muss er sich vorher gut überlegen."
Karl-Heinz Rummenigge

Offenbar nicht. Zumindest für Karl-Heinz Rummenigge ist Wirtz bei den Münchnern (aktuell) kein Thema mehr, wie der Aufsichtsrat der Abendzeitung erklärte. "Auf dieser Position spielen Jamal Musiala und Serge Gnabry, dazu gibt es weitere Optionen wie Ismael Saibari. Da muss man nicht noch einen vierten Spieler für das Geld kaufen, das Wirtz wahrscheinlich kosten würde", sagte die 71 Jahre alte Bayern-Legende.

Seit Jahrzehnten beim FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge
Seit Jahrzehnten beim FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge | picture alliance/GettyImages

Auch eine kleine Spitze mit Blick auf Wirtz' Entscheidung gegen die Bayern und für Liverpool konnte sich Rummenigge nicht verkneifen. "Jeden Schritt, den ein Spieler macht, muss er sich vorher gut überlegen", sagte der langjährige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern. Im Sommer 2025 hatte sich Wirtz auch aufgrund der vom damaligen Liverpool-Trainer Arne Slot versprochene Rolle für den Wechsel nach England entschieden. Dass der Plan dort (bisher) nicht aufging, überrascht auch Rummenigge.

Wirtz spielt in Liverpool nicht die erwartete Rolle

"Ehrlich gesagt: ja. Uns wurde der Eindruck vermittelt, dass er deshalb nach Liverpool geht, weil ihm der damalige Trainer Arne Slot die Zehnerposition versprochen hatte, auf der er auch in Leverkusen gespielt hat", berichtete Rummenigge: "Das war ein wichtiger Faktor für seine Entscheidung pro Liverpool. Bei den Finanzen gab es keine dramatischen Unterschiede. Er hat sich so entschieden, und das haben wir akzeptiert."

In Liverpool hat Wirtz einen langfristigen Vertrag bis 2030, rund 140 Millionen Euro sollen die Reds für ihn nach Leverkusen geschickt haben. In seinem ersten Jahr bei den Reds hatte er mit 17 Torbeteiligungen aus 49 Einsätzen die hohen Erwartungen aber noch nicht erfüllen können. In der Nationalmannschaft blieben magische Momente parallel zudem ebenfalls Mangelware.

Klopp springt Wirtz zur Seite

Auch Bundestrainer und Liverpool-Ikone Jürgen Klopp äußerte sich vor dem Nations-League-Spiel gegen Griechenland (0:1) zu Wirtz' Problemen bei seinem Ex-Klub (90min berichtete). Der Kreativspieler sei "im unglücklichsten aller Momente nach Liverpool gekommen", erklärte Klopp: "Nicht weil Liverpool in der Saison davor Meister geworden ist, sondern wegen des tragischen Todesfall von Diogo Jota." Jota war im Juli 2025 gemeinsam mit seinem Bruder André Silva in einen Autounfall verwickelt gewesen, bei dem beide starben.

Wirtz sei somit "in eine Mannschaft gekommen, die wahnsinnig viele Spieler dabei hatte, bei denen Fußball in dem Moment völlig nachvollziehbar nach hinten gerutscht ist", sagte Klopp: "Da kommst du als neuer Spieler und alle sehnen sich danach, dass einer die Kohlen aus dem Feuer holt. Das ist unmöglich. Da ist er durchgegangen und hat bestimmt viel gelernt."


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