Der 1. FC Nürnberg schwebt in der 2. Bundesliga auf einer Euphoriewelle. Mit 16 Punkten aus den ersten sechs Partien ist die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose noch ungeschlagen und rangiert souverän auf dem zweiten Tabellenplatz.
Bislang standen vor allem die Shootingstars auf dem Rasen im internationalen Fokus. Doch der sportliche Aufschwung rückt nun unweigerlich auch den Mann an der Seitenlinie ins Rampenlicht. Bei einer Podiumsdiskussion von Sky in München sprach Sportvorstand Joti Chatzialexiou überraschend offen über die Zukunft des Weltmeisters von 2014.
"Wir haben auch einen Trainer entwickelt"
Der FCN-Boss rechnet fest damit, dass die Konkurrenz schon bald am Valznerweiher anklopfen wird. Auf Nachfrage der Bild stellte Chatzialexiou klar: "Natürlich wird es auch so sein, dass Miro Anfragen bekommt, weil er sich auch als Trainer mitentwickelt hat."
Der Sportchef ergänzte stolz: "Wir haben nicht nur Spieler entwickelt, sondern auch einen Trainer entwickelt. Im Moment läuft es gut." Deshalb sei es laut Chatzialexiou ein ganz logisches Szenario, "dass dann andere Vereine bei uns anklopfen und Miro dann auch seinen nächsten Schritt macht."
Der Traum von der Champions League
Dabei hatte Klose, der den Club seit Sommer 2024 betreut, seinen Kontrakt erst im Februar nach zähen Verhandlungen bis 2028 verlängert.
Dass der DFB-Rekordtorschütze mittelfristig aber auch als Chefcoach die ganz große europäische Bühne anpeilt, ist kein Geheimnis. Klose träumt offen von der Champions League. In Nürnberg würde man dem 48-Jährigen bei einem entsprechenden Angebot wohl keine Steine in den Weg legen.
"Das ist ein normaler Prozess im Leistungsfußball. Den werden wir nicht aufhalten", erklärte Chatzialexiou gelassen. "Dann wird es irgendwann eine Aufgabe geben, einen neuen Trainer zu finden. Aber noch ist er da und ich hoffe, er bleibt auch lange."
