Statt wie lange gewohnt mit Jens Stage und Senne Lynen wird das Mittelfeld-Zentrum von Werder Bremen in der neuen Saison vom Holland-Duo Youri Regeer und Ludovit Reis besetzt.
Während Lynen nach einer hartnäckigen Beckenverletzung wieder eine Option für Trainer Daniel Thioune ist, müssen sich die Grünweißen bei Stage noch bis ins neue Jahr gedulden. Der 29-jährige Däne hatte sich Ende August einen Sehnenabriss im Oberschenkel zugezogen und musste anschließend operiert werden.
Thioune: Stage im Comeback-Zeitplan
Dies geschah bei einem Spezialisten in Finnland. Danach absolvierte Stage die ersten Reha-Maßnahmen in seiner dänischen Heimat. Nun ist Stage aber zurück in Bremen. Daniel Thioune hat in diesem Zuge über den Comeback-Plan beim Topscorer der Vorsaison und seine Bedeutung fürs Team gesprochen.
"Ich glaube, der Entwicklungsprozess ist angemessen gerade. Also wir sind im Zeitkorridor, wie wir sein müssten", wird Thioune von der Deichstube zunächst über die Reha-Fortschritte zitiert. Ein genaueres Datum fürs Comeback wollte Thioune nicht nennen. Auszugehen ist von einer Stage-Rückkehr, Stand jetzt, irgendwann im Januar 2027.
Weiser als mahnendes Beispiel
"Bei einer Ausfallzeit von mindestens vier, fünf Monaten, verbietet es sich, irgendwo ein Datum zu setzen, das vielleicht aktuell gar nicht realistisch ist", erklärte Thioune. "Wir sind da ja auch ein bisschen leidgeprüft mit dem Prozess bei Mitchell Weiser, der so lange gedauert hat."

"Brutal starke Aura" – Thioune schwärmt von Stage
Entsprechend behutsam wolle man nun auch Stage wieder heranführen: "Ich würde da keinen Druck machen. In diesem Jahr haben wir gesagt: Wir werden ihn nicht wiedersehen, und nicht mehr auf ihn zurückgreifen können. Danach dann werden wir ihn sukzessive aufbauen."
Am Standing des torgefährlichen Mittelfeldspielers innerhalb der Mannschaft lässt der SVW-Coach keine Zweifel: "Man merkt immer, wenn Jens da ist, dass viele Spieler um ihn herum sind – auch weil er eine prägende Persönlichkeit ist und eine brutal starke Aura hat."
Entsprechend sei Thioune "überzeugt, selbst wenn es mal zwei, drei Tage länger dauert, dass Jens wieder einen riesigen Impact auf uns, auf unser Spiel haben wird".
Neues Traum-Trio mit Regeer und Reis?
Dass es ohne Stage (und bislang Lynen) für Werder so gut läuft, macht alle Beteiligten zum einen sicherlich etwas geduldiger. Mit zwölf Punkten nach sieben Spieltagen hat der SVW den besten Bundesliga-Start seit acht Jahren hingelegt. Zum anderen sind sich am Osterdeich aber alle bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit für Erfolg mit Stage im Team höher ist.
Zehn Tore und zwei Assists hatte der Däne vergangene Saison aufgelegt, 24/25 waren es sogar zehn Treffer und fünf Torvorlagen. Stage ist und bleibt ein wichtiger Unterschiedsspieler für die Grünweißen. Der nach dem Comeback sicher auch gemeinsam mit Regeer und Reis funktionieren könnte. Bis dahin scheint das Werder-Mittelfeld in guten Händen zu sein...
