Für den 1. FC Nürnberg steht nach der Länderspielpause direkt ein Highlight-Spiel an. Der Club empfängt mit Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg den großen Aufstiegs-Favoriten im Max-Morlock-Stadion (10. Oktober, 20:30 Uhr).
Beim so erfolgreichen Start in die neue Saison mit 16 Punkten nach sechs Spieltagen war die Startelf von Trainer Miroslav Klose in Stein gemeißelt. Gegen die Wölfe muss er aber mindestens eine Änderung vornehmen.
Becker wird gegen die Wölfe fehlen
Spielmacher Finn Becker hat sich in dieser Woche einer OP am Innenmeniskus im linken Knie unterzogen und fällt vorerst aus. Wie lange der 26-Jährige dem FCN nicht zur Verfügung steht, ist noch offen und hängt am Heilungsverlauf. So gut wie sicher ist jedenfalls, dass es für ein Blitz-Comeback gegen Wolfsburg nicht reichen wird.
Immerhin hat sich Becker nach seinem Eingriff bereits zu Wort gemeldet: "Servus Club-Fans, ich wollte euch nur kurz mitteilen, dass meine OP gut verlief und alles geklappt hat. Jetzt gebe ich jeden Tag alles, um möglichst schnell wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen!", schrieb er auf Instagram.
Von Klose gab es für Becker auf Nachfrage der Bild viel Lob für den dreifachen Assist-Geber in dieser Saison. Entsprechend schwer wiegt für den Trainer der Franken sein Ausfall: "Finn war in den letzten Wochen und Monaten ein wichtiger Spieler, hat immer seine Leistung gebracht und einen großen Anteil an unserem guten Saisonstart. Sein Ausfall schmerzt natürlich, noch wichtiger ist aber, dass er künftig keine Beschwerden mehr hat."
Klose betont Kaderbreite – und hat drei Optionen
Gleichzeitig betonte Klose aber auch: "Wir haben das Glück, dass wir nicht nur elf gute Spieler haben, sondern wir auch in der Kaderbreite gut aufgestellt sind."
Bleibt die Frage, wie Klose den Becker-Ausfall auffangen wird. Der 48-Jährige scheint sich noch nicht festgelegt zu haben: "Wer ihn ersetzt, werden wir dann sehen." Optionen hat Klose im Kader einige. Am 4-3-3- bzw. 4-2-3-1-System wird er dabei sicher festhalten wollen.
Gesetzt bleiben in der Offensive Mittelstürmer Piet Scobel, Linksaußen Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan auf der rechten Seite. Letzterer wäre allerdings auch ein Kandidat, um auf die Zehnerposition zu rücken.
Für diesen Fall könnten auf Rechtsaußen Rayan Ghrieb oder William Bøving übernehmen. Mainz-Leihgabe Bøving könnte aber auch ebenso als Zehner im Zentrum eingesetzt werden. Seit seinem Wechsel an den Valznerweiher war der Däne bisher ausschließlich Joker und sorgte in dieser Rolle häufig für frischen Wind. Gegen Wolfsburg könnte er nun seine erste Startelf-Chance erhalten.
Es sei denn, Klose setzt im zentralen Mittelfeld stattdessen auf Rafael Lubach als Zehner. Der 21-Jährige hat beim FCN unter Klose schon zahlreiche Positionen bekleidet und wurde vergangene Saison sogar als Mittelstürmer aufgeboten. Seine beste Rolle ist aber im Mittelfeld-Zentrum, wo er gegen Wolfsburg für zusätzliche Stabilität sorgen könnte.
Wahrscheinlich wird sich Klose zwischen dem offensiv gefährlicheren Bøving und Allzweckwaffe Lubach entscheiden. So oder so hat der FCN-Coach trotz des Becker-Ausfalls weiterhin mehr als "nur elf gute Spieler" zur Verfügung.
