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Warum der Länderspiel-Wahnsinn bei Barça für pure Panik sorgt

Gleich 17 Profis sind auf Länderspielreise – bei einem formstarken Superstar schrillen die Alarmglocken der Bosse jedoch besonders laut.
VonMoritz Jonas
Befindet sich aktuell in der Form seines Lebens und weckt bei Barça große Verletzungssorgen: Brasilien-Star Raphinha
Befindet sich aktuell in der Form seines Lebens und weckt bei Barça große Verletzungssorgen: Brasilien-Star Raphinha | NurPhoto/GettyImages

Nicht weniger als 17 Nationalspieler musste FC Barcelona-Trainer Hansi Flick in dieser Woche an die diversen Nationalverbände abstellen. Lediglich Andreas Christensen blieb wegen einer Oberschenkelzerrung in Spanien. Eine Massenflucht, die bei den Katalanen für mächtig Kopfzerbrechen sorgt.

Präsident Joan Laporta machte seinem Ärger auf der jüngsten Generalversammlung bereits Luft: "Diese Pause beeinträchtigt unseren Vorbereitungsrhythmus. Sie schmerzt uns enorm." Coach Flick versuchte die Wogen auf der jüngsten Pressekonferenz zwar etwas zu glätten, konnte seine Bedenken aber ebenfalls nicht verbergen: "Ich mache mir Sorgen, wenn Spieler abreisen, aber ich vertraue den Nationaltrainern und versuche, positiv zu bleiben."

Extreme Reisestrapazen für Raphinha

Positiv bleiben fällt den Verantwortlichen im Fall von Raphinha jedoch extrem schwer. Der Brasilianer ist mit unfassbaren 14 Toren in acht Spielen der absolute Überflieger der Saison. Das große Problem: Die Seleção bestreitet in dieser Pause Länderspiele in Australien und Indien.

Die vielen Flugkilometer und die extremen Reisestrapazen über den Globus bergen ein gigantisches Verletzungsrisiko für den formstärksten Spieler im Kader. Die Sorgen der Barça-Bosse sind dabei historisch belegt: Schon in der Vergangenheit kehrte Raphinha nach Länderspielreisen mehrfach verletzt zurück und fiel wochenlang aus.

Adeyemi tauscht den DFB-Platz

Reiste für die Länderspiele früher als geplant zum DFB-Team von Jürgen Klopp: Barça-Offensivmann Karim Adeyemi
Reiste für die Länderspiele früher als geplant zum DFB-Team von Jürgen Klopp: Barça-Offensivmann Karim Adeyemi | Europa Press Sports/GettyImages

Am Rande des ganzen Länderspiel-Stresses gab es bei einem weiteren Barcelona-Profi eine kurzfristige Planänderung. Karim Adeyemi, der unter Flick als Edel-Joker (drei Tore, drei Assists) in Spanien wieder richtig aufblüht und erstmals seit 2025 nominiert wurde, hat seinen Platz im DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp getauscht.

Aus Gründen der Belastungssteuerung rückte der 24-Jährige spontan in den ersten Klopp-Kader für die Spiele gegen die Niederlande und Griechenland. Im Gegenzug nimmt Bayern-Jungstar Lennart Karl den Platz im zweiten Block (gegen Serbien und in Griechenland) ein. Ob Trainer Hansi Flick bei diesen personellen Rochaden wirklich beruhigter schlafen kann, darf bei 17 abgestellten Spielern zumindest stark bezweifelt werden.


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