Für Borussia Dortmund verlief der Saisonstart in der Bundesliga so ziemlich nach Plan: Nach acht Spieltagen haben die Schwarzgelben noch keine Niederlage kassiert und sind mit 18 Zählern nur wegen des schlechteren Torverhältnisses noch hinter dem FC Bayern München.
Während die Defensive in Dortmund konstant kompakt steht, wie man es unter Niko Kovac nicht anders gewohnt ist, brauchte es im Spiel nach vorne erstmal etwas Zeit. Aber auch im Offensivspiel sind langsam klarere Strukturen zu erkennen, die über individuelle Qualität der Spieler hinausgeht. Einer der vielen Gründe fängt schon im Mittelfeld des BVB an.
BVB macht "Fortschritte" durch Neuzugang

Nach typischen Anlaufproblemen nach seinem Wechsel von der PSV Eindhoven ist Joey Veerman auf der Sechserposition bei der Borussia mittlerweile gesetzt. Zunächst zwischen Rotations- und Bankspieler gependelt, hat sich der Niederländer jetzt in der BVB-Startelf festgesetzt und zuletzt fünf Spiele von Beginn an in Folge erhalten.
Mit Veerman auf dem Feld wirkt das Spiel der Borussia kontrollierter, der 27-Jährige ist immer anspielbereit und zieht die Fäden im Mittelfeld. Vor einer Torchance kommt der vorletzte Pass häufig von Veerman, wodurch auch die weiteren Offensivspieler profitieren können. Auch Kovac fand auf der Pressekonferenz vor dem Elversberg-Spiel lobende Worte für den Neuzugang, denn mit ihm habe seine Mannschaft "einen rieisigen Benefit durch seine Präsenz und Kontrolle".
Ausführlicher erklärte der BVB-Trainer: "Man sieht das auch an unserer Spielkontrolle, die wir in der letzten Saison vielleicht nicht so hatten. Das sind Punkte, wo wir Fortschritte machen."
Was Kovac genau an Veerman schätzt

Ein Spieler wie Veerman hat dem BVB tatsächlich noch gefehlt. Die Qualitäten von Felix Nmecha und Jobe Bellingham liegen eher in der Physis, Athletik und dem vertikalen Offensivdrang. Der Niederländer hingegen agiert als klassisches Metronom wie Joshua Kimmich bei Bayern oder Angelo Stiller beim VfB Stuttgart.
Laut Kovac sei Veerman "in der Bundesliga ganz weit oben anzusiedeln im Spiel mit dem Ball. Was mir besonders gut gefällt, ist seine Einfachheit. In der Einfachheit liegt die Schwierigkeit, aber auch die Schönheit."
