Im 44-köpfigen Kader vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gab sich zahlreiche Überraschungen. Angefangen im Tor, wo sicherlich nicht jeder damit rechnete, dass Marc-André ter Stegen noch einmal ins deutsche Nationalteam zurückkehren würde. Nach einem gelungenen Saisonstart bei seinem Leihklub Ajax Amsterdam hat Klopp den 34-Jährigen nicht nur mit einer Nominierung, sondern gleich auch auch mit einer Startelfgarantie belohnt.
Wie Klopp bereits zuletzt bei einer Pressekonferenz verriet, wird ter Stegen beim Auswärtsspiel gegen die Niederlande (Donnerstag, 20:45 Uhr) zwischen den Pfosten stehen. Dass im neuen Wohnzimmer des Keepers, der Amsterdamer Johan-Cruyff-Arena, gespielt wird, macht die ter-Stegen-Rückkehr umso besonderer.
"Verrückt, muss ich sagen. Habe ich mir auch so nicht ausgemalt", erklärte ter Stegen gegenüber Sky Sport. "Für mich ist es immer etwas Besonderes, jetzt auch wieder hier zu sein. Vor allen Dingen dann, wenn du eine Zeit hattest, in der es nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast, wenn dein Körper dir nicht zur Seite stand, dann weißt du es natürlich umso mehr zu schätzen."
Klopp "eins zu eins so, wie man ihn kennt"
Die Gespräche mit Klopp haben ter Stegen sichtlich begeistert. Der neue Coach sei "eins zu eins so, wie man ihn kennt". Der Torhüter schwärmte: "Die Freude, die er rüberbringt und das Interesse für den Fußball, die Begeisterung, die er für seinen eigenen Fußball, den er spielen lassen möchte, rüberbringt und übermitteln kann. Ich glaube, man braucht nichts sagen. Ich glaube, jeder kennt ihn und jeder weiß, wie sehr er Fußball auch lebt und fühlt."

Andersherum erwarte Klopp von ter Stegen "eine gewisse Ruhe in Situationen ist, in denen es vielleicht schwierig wird". Diese versprach ter Stegen: "Die wird es geben, 100 Prozent! Und da müssen wir dann halt auch einfach auf Spieler vertrauen, die vielleicht ein paar mehr Länderspiele gespielt haben, wie Jo [Kimmich] und Kai [Havertz] zum Beispiel oder wie mir. Und dann gibt es halt neue Gesichter. Ich glaube, die werden Frische reinbringen und für den Trainer ist es natürlich überragend, viele neue Gesichter zu sehen und zu sehen, was sie uns dann auch für die Nationalmannschaft geben können."
Ter Stegen offen: "Auch öfter mal gezweifelt"
Ter Stegen will mit der Rückkehr ins Nationalteam gleichzeitig seine lange Leidenszeit mit langwierigen Verletzungen, die ihn unter anderem eine Nominierung für die WM 2026 kosteten, hinter sich lassen. Der langjährige Schlussmann des FC Barcelona gesteht, "auch öfter mal gezweifelt" zu haben, "gerade nach einer Verletzung, gerade wenn die eine in die nächste übergeht".
Aufgeben wollte sich ter Stegen allerdings nicht: "Über die Reha-Phase merkst du aber auch, dass dein Körper darauf antwortet und sich bedankt, dass es wieder in die richtige Richtung geht. Und natürlich habe ich nie daran gezweifelt, dass ich zurückkomme, weil das meine Mentalität ist und ich mich als Mensch auch so sehe", betonte er.
So arbeitete sich ter Stegen Stück für Stück wieder zurück - was nun vom neuen Bundestrainer prompt belohnt wurde.
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