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"Viele haben echt Bock auf Schalke"

Maximilian Lüftl ist neben Frank Baumann für die Schalke-Transfers zuständig. Er betont: Der S04 ist noch immer eine attraktive Adresse für viele Spieler.
VonYannik Möller
Maximilian Lüftl (re.) mit Frank Baumann
Maximilian Lüftl (re.) mit Frank Baumann | picture alliance/GettyImages

Im Winter war Maximilian Lüftl federführend an der Verpflichtung von Adil Aouchiche beteiligt. Es war ein wichtiger Statement-Transfer des FC Schalke, der sich sportlich längst bezahlt gemacht hat. Früher oder später möchte der Aufsteiger dann auch finanziell von dieser und ähnlichen Personalien profitieren.

Dafür ist Lüftl eine beim S04 sehr wichtige Person, in seiner Rolle als Scouting-Direktor arbeitet er direkt mit Frank Baumann zusammen. "Frank vertraut mir und hat mir viel Verantwortung übertragen. Die strategische Arbeit in meinen Bereichen liegt komplett bei mir. Ich kümmere mich um die Themen Scouting, Recruitment und das Kadermanagement", erklärte der 32-Jährige im Interview mit der WAZ.

Zurzeit, so verriet er, seien Deutschland und die Nachbarländer der für Schalke wichtigste Scouting-Markt. Zugleich könne aber auch der asiatische Markt "sehr spannend" für den Klub sein. Dabei nannte Lüftl auch Satoshi Tanaka und Hee-chan Hwang als positive Beispiele: "Von ihrem Habitus und ihrer Bereitschaft, wie sie Fußball spielen, passen beide sehr gut zu den Tugenden von Schalke."

Zurzeit gebe die selbstverschriebene Spielphilosophie des 'aggresiv, intensiv, mutig' auch die Richtung auf dem Scouting-Markt vor. "Ein Schalke-Spieler muss den Mut haben, nach vorne zu verteidigen, Pressing aufzulösen und intensive Läufe zu machen, und das positionsunabhängig", so Lüftl über die wichtigen Attribute.

FC Schalke 04 v Fortuna Düsseldorf - 2. Bundesliga
Die Zusammenarbeit von Baumann und Lüftl steht bei den Transfers im Fokus | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Schalke weiterhin "eine gute Währung für Aufmerksamkeit"

Grundsätzlich muss Schalke zwar sehr genau herausfiltern, welche Spieler den eigenen Prinzipien entsprechen und vor allem auch in finanzieller Hinsicht passen. Dennoch habe Königsblau noch immer eine große Anziehungskraft, wie Lüftl auch aus der vergangenen Transferphase berichtete: "In Gesprächen mit Spielern, die wirtschaftlich wie sportlich aus einem bestimmten Regal kommen, habe ich gemerkt, dass viele von ihnen echt Bock auf Schalke haben. Es waren Jungs dabei, von denen ich es für nahezu unmöglich gehalten hätte."

"Daran merke ich: Königsblau ist etwas Besonderes für Fußballer. Auch wenn ich Transfergerüchte in den Medien verfolge, habe ich das Gefühl, dass Schalke eine gute Währung für Aufmerksamkeit ist", so Lüftl weiter.

Aktuell befindet sich der S04 schon "mittendrin" in den Planungen für den Transfer-Winter. Ohnehin verfolge man eher "einen längerfristigen Plan", als lediglich von Transferfenster zu Transferfenster zu schauen, wie Lüftl erklärte: "Wir beschäftigen uns durchgängig mit der Kaderplanung, auch wenn ich Ihnen heute nicht sagen kann, welche konkreten Positionen wir im Winter besetzen wollen."


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