Dabei hatte in Dortmund alles so vielversprechend begonnen. Als Morey im Sommer 2019 aus der berühmten La Masia-Akademie des FC Barcelona in den Ruhrpott wechselte, galt er als kommender Weltstar.
Der U17-Europameister und Youth-League-Sieger sollte langfristig in die riesigen Fußstapfen von Klub-Legende Lukasz Piszczek treten. Unter Trainer Edin Terzić hatte er sich im Frühjahr 2021 den Stammplatz erkämpft und glänzte sogar in der Champions League gegen Manchester City.
Der Tag, der alles veränderte
Es war der 1. Mai 2021, als die Karriere des Mateu Morey in Sekundenbruchteilen in Trümmer zerfiel. Im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel verletzte sich der junge Spanier ohne gegnerische Einwirkung schwer.
Die bittere Diagnose: Komplette Zerstörung des Knie-Kapsel-Bandapparates. Unzählige Operationen folgten. Unfassbare 1.015 Tage vergingen, ehe Morey im Februar 2024 beim BVB sein hochemotionales Comeback feierte.
Trotz der stehenden Ovationen im Signal Iduna Park trennten sich die Wege im Sommer 2024 endgültig. Morey kehrte ablösefrei in seine Heimat zum RCD Mallorca zurück.
Der Körper hält den Belastungen stand

Auf der Baleareninsel passierte das, woran viele Zweifler nicht mehr geglaubt hatten: Moreys Körper hielt der extremen Belastung des Profifußballs stand. In den vergangenen zwei Spielzeiten absolvierte das einstige Top-Talent aus der La Masia-Akademie immerhin 39 Pflichtspiele und erzielte sogar einen Treffer.
Trotz seiner soliden Einsatzzeiten endete die vergangene Saison 2025/26 für RCD Mallorca mit dem bitteren Abstieg aus der spanischen Primera División unter dem aktuellen Trainer von RB Leipzig, Martin Demichelis.
Ein Transfer-Novum mit 26 Jahren
Doch der sportliche Abstieg hielt für Morey einen Neuanfang parat. Am 31. August 2026, dem Deadline Day, wechselte der Rechtsverteidiger zum FC Girona, der ebenfalls den Gang in die Segunda División antreten musste.
Dieser Wechsel hielt ein bemerkenswertes Novum bereit: Für den Spanier, der 2019 aus Barcelona nach Dortmund und 2024 nach Mallorca gewechselt war, wurde erstmals in seiner Karriere eine echte Ablösesumme bezahlt!
Laut der Zeitung Ultima Hora flossen rund 150.000 bis 200.000 Euro für den 26-Jährigen. Beim FC Girona hat Morey nun einen langfristigen Vertrag bis 2028 unterschrieben.
Er soll dem Absteiger in der zweiten Liga defensive Stabilität verleihen. Nach seiner beispiellosen Leidenszeit ist diese Fortsetzung seiner Profikarriere das wohl schönste Happy End für den einstigen BVB-Pechvogel.
